Anrede in der Bewerbung

Anrede in der BewerbungSie fragen sich, was Sie bei einer höflichen Anrede in der Bewerbung falsch machen können? Wir sagen Ihnen: jede Menge. Denn das „sehr geehrte Damen und Herren“, was Ihnen nun vielleicht höflich und freundlich erscheint, ist in der Praxis der Beweis dafür, das Sie sich nicht einmal die Mühe gemacht haben, nachzufragen, wer Ihr direkter Ansprechpartner ist, um die Anrede in der Bewerbung entsprechend zu personalisieren. Und dieses Vergehen rangiert auf der Liste der Vergehen beim Schreiben der Bewerbung ganz weit oben. Wie Sie zu einer passenden Anrede in der Bewerbung kommen, verraten wir Ihnen in diesem Beitrag.

So erhalten Sie Informationen zur Anrede in der Bewerbung

Die Methode ist so simpel, dass Sie ganz schnell und einfach zu den Informationen gelangen werden, die Sie brauchen, um die Anrede in der Bewerbung zu personalisieren: Rufen Sie doch einfach bei Ihrem Wunsch-Arbeitgeber an!

Formulierungs-Tipp 1: „Grüß Gott, mein Name ist XY und ich bin gerade dabei, mich bei Ihnen für die Stelle als XX zu bewerben. Gerne würde ich meine Bewerbung direkt an den entsprechenden Ansprechpartner richten. Können Sie mir bitte seinen Namen und seine E-Mail-Adresse verraten.“

Formulierungs-Tipp 2: „Guten Tag. Störe ich gerade? Ich hätte eine kurze Rückfrage zur Stelle mit der Referenznummer XY: Verraten Sie mir bitte, an wen ich die Bewerbung richten darf? Ich würde gerne meinen künftigen Ansprechpartner direkt anschreiben.“

Wer sich das nicht zutraut, der muss wohl oder übel auf die schriftliche Variante ausweichen, die langwieriger sein kann und auch mit Blick auf die schriftliche Anfrage durchaus komplizierter ist.

Formulierungs-Tipp 1: „Sehr geehrte Damen und Herren, aktuell bin ich dabei die Bewerbungsunterlagen für die Stelle XX aufzubereiten. Leider fehlt mir noch ein wichtiges Detail: der Name des Ansprechpartners. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir diesen kurzfristig mitteilen könnten. Vielen Dank. Freundliche Grüße, XXX.“

Formulierungs-Tipp 2: „Sehr geehrte Damen und Herren, ich hoffe sehr, dass Sie die Stelle als XX noch nicht vergeben haben, denn: Meine Bewerbung ist fast fertig. Zur Fertigstellung benötige ich allerdings Ihre Hilfe, denn mir fehlt der Name des Ansprechpartners. Würden Sie mir diesen bitte kurzfristig mitteilen? Vielen Dank vorab. Freundliche Grüße, XXX.“

So kommt die Anrede in der Bewerbung aufs Papier

Es klingt fast zu simpel, doch mit Blick auf die Anreden, mit denen Personalreferenten immer noch konfrontiert werden, kann man es nicht zu häufig und zu deutlich sagen. Die korrekte Anrede in der Bewerbung lautet:

Sehr geehrter Herr XX

oder

Sehr geehrte Frau XX

Hallo, Guten Tag, Servus, Griasdi oder sonstige Abwandlungen der klassischen Grußformel kommen bei der Bewerbung keinesfalls in Frage. Nach der Anrede in der Bewerbung folgen ein Komma und eine Leerzeile und es geht mit einem kleinen Buchstaben weiter.

Nach dem Erstkontakt könnte es familiärer werden

Sie werden es kaum glauben, aber es gibt wirklich einen Zeitpunkt, ab dem auch die individuelle Ansprache etwas legerer ausfallen darf: Nämlich dann, wenn Sie bereits Kontakt hatten und Ihr Ansprechpartner Sie selbst in einem legeren Ton angeschrieben hat. Dann dürfen Sie erwidern.

Das „casual DU“ wird heutzutage immer öfter als Unternehmenskultur gelebt. Schreibt der Personalreferent Sie an, duzt Sie dabei und unterschreibt auch lediglich mit seinem Vornamen, dürfen Sie diese Form gerne annehmen. Manchmal könnte es Ihnen sogar negativ oder gar arrogant ausgelegt werden, wenn Sie beharrlich auf ein SIE bestehen.

Tipp:

Werfen Sie einen Blick auf die Homepage des Unternehmens. Unter dem Gliederungspunkt „Unternehmensphilosophie“ oder „Team“ könnte es durchaus Hinweise darauf geben, dass Sie es mit einem sehr modernen Unternehmen zu tun haben, in dem flache Hierarchieformen und das Casual Du buchstäblich gelebt werden. Auch wenn die Stellenanzeige bereits in der Du-Form erstellt wurde, ist das ein sicherer Hinweis, dass Sie das „Sehr geehrter XY“ schnell ad acta legen können. Hier können Sie sinnvoll Bezüge erstellen bzw. sich darauf einstellen, wie im Betrieb das Klima sein könnte.

Höflichkeit ist gefragt, Umgangssprache ist nicht erlaubt

Grundsätzlich gilt bei der Erstellung einer Bewerbung, dass Sie höflich sind und Umgangssprache aussparen. Die Ausnahme wurde soeben in der Infobox beschrieben, dennoch gilt auch hier: Zu plump und zu flach darf auch bei einem familiäreren Umgangston nicht geschrieben werden. Mit diesen Tipps zeigen wir Ihnen, wie Sie bei der Formulierung auf Nummer sicher gehen:

  • Rhetorische Fragen sparen Sie sich bitte! Satzanhängsel wie „…, richtig?“, „…, gell?“ oder „…, oder?“ haben in einem Bewerbungsschreiben nichts zu suchen.
  • Selbst wenn Sie Ihr Gegenüber kennen: Respektieren Sie Ihren Ansprechpartner auf geschäftlicher Ebene. Ein Gruß an die Familie oder ein „weißt du noch, …“ gehört keinesfalls in ein offizielles Bewerbungsschreiben.
  • Sie dürfen und sollen in Ihrer Bewerbung mutig sein, aber verwechseln Sie Mut nicht mit Leichtsinn. Das heißt: Eine pfiffige Formulierung kann Sie von der Menge abheben. Eine zu freche oder gar überhebliche Formulierung („Was fragen Sie eigentlich nach meiner Qualifikation – werfen Sie doch einfach einen Blick in meinen Lebenslauf …“) kann allerdings das sichere Aus Ihrer Bemühungen um den Traumjob darstellen.
  • Insiderwissen dürfen Sie gerne nutzen, aber trumpfen Sie nicht damit auf – das könnte fatal für diejenigen enden, die Ihnen entsprechende Informationen zukommen haben lassen. „Ich weiß, dass Sie Einsparungen im Personalbereich planen. Und Sie können sicherlich jemanden gebrauchen, der derartige Phasen bereits im Betrieb begleitet hat, nicht wahr!?“
  • Vitamin B kann nützlich sein, aber ruhen Sie sich nicht darauf aus, jemanden im Betrieb zu kennen. Zudem ist es nicht ungefährlich sich auf einen Mitarbeiter zu beziehen, der sich vielleicht als beste Fachkraft ansieht, vom Vorgesetzten allerdings ganz anders eingestuft wurde. Achten Sie dabei sehr darauf, wie Sie den vermeintlichen Vitamin-B-Joker ausspielen möchten. Nicht immer muss dies ein Vorteil für Sie sein.

Anrede und Schluss ergeben eine inhaltliche Klammer

Wo ein Anfang ist, ist auch ein entsprechendes Ende und nach der Anrede in der Bewerbung folgt nach dem Hauptteil auch eine Schlussformulierung. Dass diese formal mit „Mit freundlichen Grüßen“ oder „Freundliche Grüße“ endet, ist die eine Seite. Allerdings können Sie hier weitere Tipps erhalten, wie Sie den letzten Absatz formulieren können.

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