Bewerbung Formulierung: die Einleitung

Wir denken, Sie werden sicherlich mit uns übereinstimmen, wenn wir Ihnen sagen, dass die Formulierung der Einleitung einer Bewerbung der schwerste Start ins Schriftstück ist. Umso mehr freut es uns an dieser Stelle, Ihnen einige Formulierungstipps an die Hand geben zu können, die Sie inspirieren sollen, diesen ersten Schritt bravurös zu meistern.

Das sollten Sie bei der Formulierung der Einleitung der Bewerbung bedenken

Stimmen Sie uns zu, wenn wir Ihnen sagen, dass der Einleitung einer Bewerbung ein großer Stellenwert beigemessen wird? Um Ihr Gegenüber zu überzeugen und nicht etwa zu vergraulen, müssen Sie diese drei Hauptkomponenten berücksichtigen, die der erklärte Anspruch an eine Einleitung der Bewerbung sind:

1. Beweisen Sie mit mutigen Formulierungen Interesse. Mut ist im Rahmen einer Bewerbung immer auch gefährlich, denn: Was Sie als besonders innovativ und pfiffig empfinden, kann Ihnen leicht als Übermut ausgelegt werden – und das kommt nicht gut an. Daher sollten Sie trotz allem Mut stets die Tonalität im Auge behalten, die ein offizielles Bewerbungsschreiben haben sollte. Mehr darüber erfahren Sie hier.

2. Der Überraschungseffekt glückt meist mit einem persönlichen Einstieg. Wichtig ist, den Personalreferenten positiv zu überraschen. Das bedeutet auch, dass Sie nicht das schreiben sollten, was bereits zig andere Mitbewerber getippt haben. Am besten gelingt das mit einer persönlichen Note, denn, dass zwei Bewerber dieselbe persönliche Geschichte erzählen können, kommt doch recht selten vor.

3. Erwecken Sie bei Ihrem Gegenüber eine neugierige Grundstimmung. Die Einleitung der Bewerbung ist der Auftakt zum Schreiben. Glückt Ihnen dabei, eine neugierige Grundstimmung zu kreieren, wird der Personalreferent sicherlich bis zum Ende lesen. Ist der Inhalt des Bewerbungsschreibens dann ebenso gut wie der Beginn, steht dem Weiterblättern in den Bewerbungsunterlagen nichts mehr im Wege.

Bewerbung Formulierung: die Einleitung

Beispiel 1: „Mein erster Job war die Stelle als Babysitterin bei meinen Nachbarn. All meine Praktika habe ich in der Kindertagesstätte absolviert. Meine Erzieherausbildung habe ich mit Bravur bestanden. Daher weiß ich: Erzieherin zu sein, ist mein Traumjob. Eine besondere Herausforderung stellt die von Ihnen ausgeschriebene Stelle deswegen für mich dar, da ich bei der Betreuung ausländischer Kinder auch meine Sprachkenntnisse einsetzen kann.“

Beispiel 2: „Zugegeben, mein Weg in die Küche ist ein wenig kompliziert, doch gerne erkläre ich Ihnen, wie es mich dorthin verschlagen hat. Gelernt habe ich den Beruf des Bäckers und des Fleischers. Eine klare Präferenz habe ich allerdings nicht, was es mir auch sehr schwer machte, mich zu entscheiden, welchen Beruf ich letztlich ergreifen wollte. Dann bekam ich das Angebot als Koch zu arbeiten – und war gänzlich in meinem Metier. Ich arbeitete mich bis auf die Stelle als Sous-Chef vor, die ich nun bereits seit drei Jahren ausübe.“

Beispiel 3: „Meine Mutter sagt immer, ich sei mit einem Schraubendreher in der Hand auf die Welt gekommen. Ganz so drastisch war es sicherlich nicht, allerdings gibt es wirklich kaum Kinderfotos von mir, auf denen ich nicht mit einem Werkzeug abgelichtet wurde. Sogar einen kleinen Blaumann nähte meine Oma mir schon früh. Immer schon war für mich klar: Ich möchte in einer Kfz-Werkstatt arbeiten – bei Ihnen könnte dieser Traum wahrwerden.“

Beispiel 4: „Meine Name ist XX, ich bin 34 Jahre alt, und ich habe ein Faible für Zahlen. Aktuell bin ich als Controller tätig. Da der Aufgabenbereich der Unternehmenszentrale angegliedert werden soll, bin ich auf der Suche nach einer neuen Stelle im Umkreis meiner Lieblingskollegen: der Unternehmenskennzahlen.“

Beispiel 5: „Ich muss auf die Straße. Einst arbeitete ich als Taxifahrer, dann als Berufskraftfahrer. Da ich auch gerne jungen Menschen Inhalte beibringe, habe ich nun die Ausbildung zum Fahrlehrer absolviert – und bewerbe mich damit heute bei Ihnen, um nach dem Wälzen der Theoriebücher endlich wieder auf die Straße zurückzukommen.“

Einleitung und Kontaktanzeige ergeben eine Einheit

Es gibt eine einfache Methode, um die perfekte Einleitung in die Bewerbung zu zaubern und wir haben Ihnen mit theoretischen Tipps und praktischen Beispielen eine Handvoll Inspiration geboten, um eine gute Einleitungsformulierung für die Bewerbung umsetzen zu können.

Der Schlüssel zum Erfolg ist dabei die enge Verquickung von Einleitung und der sogenannten „Kontaktanzeige“, wie dies bereits im Beitrag zu Form und Inhalt beschrieben wurde. Beherzigen Sie diesen Rat, sind Sie davor gefeit, eine inhaltsleere Einleitung zu formulieren, denn diese möchte letztlich auch kein Personalreferent lesen. In dieser „Kontaktanzeige“ sollen diese Fragen beantwortet werden:

  1. Wer sind Sie? (Name, Alter, Beruf)
  2. Was wollen Sie? (für welchen Job bringen Sie entsprechende Qualifikation mit)
  3. Was können Sie? (welche Qualifikationen sind dies)

Achtung: Betrachten Sie die einzelnen Textteile der Bewerbung niemals isoliert, sondern lassen Sie sie in der Gesamtheit wirken. Stimmen Sie die Tonalität aufeinander ab, nutzen Sie die Textpartien zur Steigerung der Spannung. Achten Sie grundsätzlich auf einen aktiven, motivierten Ton – verzichten Sie auf inhaltsleere Worthülsen und 0-8-15-Formulierungen, die Sie nur aus Bewerbungsratgebern kennen. Lassen Sie sich inspirieren, aber nicht dazu verleiten, die Formulierungsbeispiele abzuschreiben, denn wenn jeder nur abschreiben würde, wird aus einem inspirativen Satz schnell eine 0-8-15-Formulierung.

Weitere wichtige Bestandteile neben der Formulierung der Einleitung

Die Einleitung der Bewerbung ist der Auftakt des Bewerbungsschreibens. Im Hauptteil steigern Sie sich zum inhaltlichen Höhepunkt, indem Sie weitere Beispiele vorbringen, warum Sie dazu prädestiniert sind, den Job auszufüllen. Am Ende der Bewerbung verabschieden Sie sich höflich aber bestimmt und freuen sich darauf, bald wieder etwas von Ihrem Wunsch-Unternehmen zu hören. Wie Sie diese einzelnen Bausteine erfolgreich meistern, können Sie in diesen Fachbeiträgen nachlesen:

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