Stichwort: Bewerbungsfoto

BewerbungsfotoDie letzte von Ihnen erstellte Bewerbung liegt schon eine Zeit zurück? Dann sind Sie sicherlich noch der Annahme, dass das Bewerbungsfoto ein zwingender Bestandteil einer Bewerbung ist, oder? Doch das ist nicht richtig, denn das Bewerbungsfoto ist längst keine Pflicht mehr. Ob Sie heute bei der Erstellung Ihrer Bewerbungsunterlagen ein Bewerbungsfoto beilegen oder nicht, liegt letztlich ganz in Ihrem persönlichen Ermessen, denn: Ein Gesetz besagt inhaltlich, dass Sie nicht mehr dazu verpflichtet sind, Ihre Bewerbung mit einem Bewerbungsfoto auszustatten. Mehr Infos zum Gesetz sowie einige Tipps fürs Bewerbungsfoto haben wir Ihnen in diesem Beitrag zusammengestellt.

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz wird auch als Antidiskriminierungsgesetz bezeichnet

Ethnie, Geschlecht, Alter oder Behinderung dürfen nicht Grundlage für Diskriminierung sein. Das ist die Kernaussage des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes. Das Gesetz feierte im Jahr 2016 sein 10-jähriges Jubiläum, denn es trat bereits im Jahr 2006 in Kraft. Auf Basis des Gesetzestextes gab es einige Änderungen mit Blick auf die Erstellung von Bewerbungsunterlagen, denn: Neben dem Bewerbungsfoto, das fortan keine Pflicht mehr war, müssen Sie als Bewerber seit dem Gesetz auch keine Angaben mehr zum Familienstand, zur Muttersprache oder zum Alter im Lebenslauf machen.

Theorie vs. Praxis

Dass Theorie und Praxis häufig massiv auseinanderklaffen, ist längst kein Geheimnis mehr. Ähnlich ist das auch beim Bewerbungsfoto: Rein rechtlich betrachtet muss das Bewerbungsfoto längst nicht mehr Teil der Bewerbung sein. In der Praxis jedoch ist das Bewerbungsfoto nach wie vor Gang und Gäbe. Für viele gehört es einfach zu den Bewerbungsunterlagen dazu wie etwa das Bewerbungsanschreiben. Während in Deutschland diese Meinung vorherrscht, darf bei einer Bewerbung in die USA das Bewerbungsfoto keinesfalls beiliegen. Daher sollten Sie sich auch mit Blick auf das Ziel Ihrer Bewerbung überlegen, wie Ihre Bewerbungsunterlagen aussehen.

Die fünf wichtigsten Tipps für ein gelungenes Bewerbungsfoto

Dass es nicht mehr Pflicht ist, ist die eine Seite. Wenn Sie sich jedoch dazu entscheiden, ein Bewerbungsfoto mitzusenden, dürfen Sie die Wirkung nicht missachten, denn: Das Bewerbungsfoto erweckt Emotionen der Sympathie oder der Antipathie. Es gibt eine einfache Methode, um mit dem Bewerbungsfoto auf ganzer Linie zu punkten: Beherzigen Sie die folgenden fünf ultimativen Tipps.

1. Qualität ist Trumpf. In der Hoffnung, dass stupide Automatenfotos heute nicht etwa durch Selfies ersetzt werden, sondern auch hier mit Blick auf die nötige Qualität ein professioneller Fotograf konsultiert wird, sei an dieser Stelle nochmal explizit darauf hingewiesen: Das Bewerbungsfoto ist nicht etwa ein privater Schnappschuss, den jeder knipsen kann, sondern es ist eine Wissenschaft für sich. Professionelle Fotografen achten dabei auf jedes Detail. Neben der richtigen Beleuchtung und einer ansprechenden Hintergrundgestaltung achtet der Fotograf auch darauf, Sie und Ihre sprichwörtliche Schokoladenseite zu fotografieren. Doch nicht nur das. Der Fotograf wird auch verschiedene Positionen wählen, unterschiedliche Bildschnitte versuchen und vielleicht sogar das eine oder andere Foto in Schwarzweiß knipsen.

2. Die Ansprüche ans Format ändern sich. Die Klassiker – nämlich Portraitfotos, bei dem der Bewerber leicht seitlich aufgenommen wird – werden immer seltener. Und das ist auch gut so, denn: Das Bewerbungsfoto wird zunehmend häufiger als kreatives Element begriffen, das nicht mehr ausschließlich in die typische Passbild-Form gequetscht wird, sondern heute viel mehr erlaubt. Imposant ist ein Bild im Querformat bei dem der Bewerber jedoch nicht etwa in der Mitte positioniert wurde, sondern einen Seitenstreifen einnimmt. Ein Motto oder Mantra kann auf der vergleichsweise großen „Freifläche“ dann besonders professionell wirken. Quadratische Aufnahmen sind heute ebenso erlaubt wie angeschnittene Aufnahmen im Querformat, denn: Ein angeschnittener Bewerber ist nicht etwa eine fotografische Fehlleistung, sondern Kunst am Bild.

3. Das Motiv im perfekten Look. Viele Bewerber haben fast schon schlaflose Nächte und das nur, weil Sie sich nicht entscheiden können, welches Outfit Sie auf dem Bewerbungsfoto tragen sollen. Unser Tipp: Stylen Sie sich so, als würden Sie zum Vorstellungsgespräch gehen. Im Zweifelsfall ersparen Sie sich dadurch die Aufregung vor dem Vorstellungsgespräch noch einmal den Look auf den Prüfstand zu stellen, denn wenn Bewerbungsfoto und das Aussehen beim Bewerbungsgespräch eine Sprache sprechen, dann beweisen Sie Stilgefühl. Grundsätzlich gilt für Männer: Ordnung muss sein – eine Krawatte allerdings nicht immer. Wenn die Krawatte zum Job passt, darf sie um den Hals gebunden werden. Wenn nicht, dann muss aber in jedem Fall der Hemdkragen ordentlich gebügelt sein. Maximal ein Hemdknopf sollte aufgeknöpft sein. Für Frauen gilt: Das Styling darf nicht zu sexy sein. Eine zu enge Bluse oder gar zu viel Haut zu zeigen ist ein No-Go. Studien haben herausgefunden, dass männlich wirkende Frauen besser ankommen als diejenigen, die tief blicken lassen. Ähnliches gilt auch bei der Frisur: Je strenger die Frisur der Frau ist, desto mehr Führungskompetenz wird ihr unterstellt. Das Make-up sollte die Vorzüge unterstreichen, ohne zu dominant zu wirken.

4. Der perfekte Ort in der Bewerbungsmappe. Wer eine Bewerbungsmappe mit Deckblatt verschickt, weißt dem Bewerbungsfoto bereits mit dieser Entscheidung einen Platz zu: nämlich genau auf dem Deckblatt. Auch neben den Kontaktdaten oberhalb des Lebenslaufes kann ein Bewerbungsfoto ansehnlich drapiert werden. Die meisten Bewerbungsfotos werden heute einfach eingescannt oder liegen ohnehin digital vor und werden einfach mit ausgedruckt. Dabei sollten Bewerber auf eine möglichst gute Auflösung achten und Fotopapier verwenden. Das Festklammern mit einer Büroklammer ist ein No-Go. Der Klebestift ist eine gängige Alternative zum Ausdruck.

5. Der Blick entscheidet. Personalreferenten geben auf Nachfrage nicht selten an, dass der Blick des Bewerbers einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Das Nonplusultra ist ein Bewerbungsfoto im Halbportrait mit Blickkontakt zum Betrachter und einem unaufdringlichen Lächeln. In den Ebenen von Führungskräften wird der Eindruck des Gesichts häufiger starrer. Ob das besonders vorteilhaft ist, ist zu bezweifeln, denn: Letztlich ist das Bewerbungsfoto auch ein Sympathieträger.

Auf zum perfekten Bewerbungsfoto

Was ist, wenn wir Ihnen sagen würden, dass es leichter ist, als Sie denken. Sie müssen nur die von uns zusammengefassten Tipps beherzigen und schon sind Sie auf dem Weg zu einem Bewerbungsfoto, das Sie Ihrem Traumjob ein gutes Stück näherbringt.

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