Bewerbungsschreiben – Form und Inhalt

Bewerbungsschreiben – Form und InhaltVermutlich erinnern Sie sich noch an den Beitrag, der die Frage beantworten sollte „wie schreibe ich eine Bewerbung?“. Dabei lautete unser Fazit: unter Berücksichtigung von Struktur und Inhalt. Ein ähnlicher Trend lässt sich sicherlich auch mit einem Detailblick das Bewerbungsschreiben – Form und Inhalt – beobachten. Auch beim Bewerbungsschreiben entscheiden Form und Inhalt über Erfolg oder Misserfolg der Bewerbung. Heute stellen wir Ihnen die Erfolgsformel vor, die es ermöglicht, ein Aufsehen erregendes Bewerbungsschreiben zu verfassen.

Das Erfolgskonzept eines Bewerbungsschreibens in Form und Inhalt

A-I-D-A heißt die Erfolgsformel, die all das auf einen Nenner – bzw. auf vier Buchstaben – bringt, was es braucht, um eine inhaltlich und formell ansprechende Bewerbung zu verfassen. Dafür stehen die Buchstaben:

  • Das A steht für ATTENTION und damit für Ihre Intention, beim Personalreferenten Aufmerksamkeit zu erregen.
  • Das I steht für INTEREST und damit für Ihren ersten Teilerfolg, der sich zeigt, wenn der Personalreferent Interesse an Ihrer Person hat.
  • Das D steht für DESIRE und damit für den erwachten Wunsch, eine Einladung zum Vorstellungsgespräch zu erhalten.
  • Das A steht für ACTION und damit für eine buchstäbliche Provokation, den Personalreferenten dazu zu bewegen, Sie zum Vorstellungsgespräch einzuladen.

Mit dem A-I-D-A-Konzept im Kopf müssen Sie nun eins: Ein Bewerbungsschreiben erstellen, das in punkto Form und Inhalt alle vier Buchstaben mit Inhalt und Leben erfüllt.

Bewerbungsschreiben – Form und Inhalt. Das müssen Sie wissen!

Es gibt relativ simple Bausteine, die Sie benötigen, um ein Bewerbungsschreiben strukturell so aufzubauen, dass Sie mit Blick auf die Form des Bewerbungsschreibens auf Nummer sicher gehen. Diese werden wir Ihnen nun vorstellen:

1. Der äußere Aufbau. Das Bewerbungsschreiben umfasst Inhalte auf einer Seite. So lautet die Grundformel, die die äußere Form vorgibt. Allerdings gilt auch: 2 Seiten in übersichtlicher Form sind besser als eine Seite in Schriftgröße 6. Soll heißen: Wenn die Inhalte, die Sie im Bewerbungsschreiben aufgreifen wollen, partout nicht auf eine Seite zu bekommen sind, dann sollten Sie nicht die technischen Finessen des Textverarbeitungsprogramms auskosten und quetschen, sondern eine zweite Seite anhängen. Gedruckt wird Ihr Bewerbungsschreiben auf weißem Papier. Wie viele Leerzeilen Sie an welcher Stelle einhalten müssen, erklärt Ihnen die DIN 5008.

2. Der strukturell-inhaltliche Anfang. Das Bewerbungsschreiben beginnt mit einem Betreff, jedoch ohne das Wort „Betreff“ auch wirklich zu nennen. Hier notieren Sie schlicht die Stelle, auf die Sie sich bewerben, oder eine Referenznummer (falls vorhanden). Anschließend folgt die Anrede mit einem „Sehr geehrte Frau XX, sehr geehrter Herr XX“. Umgangssprachliches ist dabei ebenso tabu wie eine ungenaue Anrede. Das heißt auch, dass Sie bereits im Vorfeld Ihren direkten Ansprechpartner ausfindig machen müssen, damit Sie eine qualitativ hochwertige Bewerbung überhaupt erstellen können.

3. Einleitung und Kontaktanzeige. Nach der Begrüßungsformel geht’s buchstäblich ans Eingemachte, denn nun folgt die Einleitung, die bitte nicht mit einer „hiermit bewerbe ich mich“-Floskel beginnt, sondern pfiffig und individuell gestaltet ist. Im zweiten Absatz steht und fällt nun die Entscheidung des Personalreferenten, ob Ihre Bewerbung auf dem Absage-Stapel landet oder Sie zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden. Unser Tipp: Kreieren Sie einen Text im Stil einer Kontaktanzeige, um kurz und prägnant auf den Punkt zu bringen, dass Sie derjenige sind, der die beste Qualifikation für die Stelle mitbringt. Ein Beispiel: „Ich bin Diplom-Sozialpädagogin, 27 Jahre alt, und arbeite seit fünf Jahren in der Betreuung Jugendlicher. In der Wohneinrichtung, in der ich tätig bin, leben in erster Linie Jugendliche aus einem problembehafteten Elternhaus. Daneben engagiere ich mich im ambulanten Dienst, um fachlich und inhaltlich eine größere Bandbreite zu schaffen.“ Mit Blick auf die Bewerbung, bei der ein/-e Diplom-Sozialpädagoge für ein junges Team gesucht wurde, das in erster Linie Jugendliche betreut, erweist sich diese Bewerberin als absoluter Volltreffer.

4. Zwei bis drei weitere Absätze. Nach diesem fulminanten Auftritt ist in den nächsten zwei bis drei Absätzen Platz für die Nennung qualifizierter Sacherfolge. Erfolgreiche Einsparmaßnahmen, die Implementierung neuer Systeme oder dergleichen sind an dieser Stelle richtig aufgehoben. Besonders vorsichtig müssen Sie an dieser Stelle mit den „weichen“ Anforderungen umgehen, denn ganz grundsätzlich gilt: Nur das, was bewiesen werden kann, ist wertig genug, um einen Platz im Bewerbungsschreiben zu ergattern. Plumpes Eigenlob hat in einer Bewerbung nichts zu suchen. Auf die Anforderung Prozesse effizienter zu gestalten, sollte mit entsprechenden Erfahrungswerten eingegangen werden, wie etwa mit der Aussage, dass bereits ähnliche Prozesse erfolgreich aktiv mitgestaltet wurden.

5. Gehaltsfaktor und Eintrittstermin. Kaum noch gibt es heute Stellenanzeigen, in denen nicht explizit darauf hingewiesen wurde, dass die Angabe der Gehaltsvorstellung obligatorisch ist. Schwer ist die Antwort allerdings immer. An dieser Stelle können Sie entweder Ihre aktuellen Bedingungen nennen (wenn Sie auf derselben Hierarchieebene bleiben werden) oder Sie bezeichnen Ihr Wunschgehalt. Das benennen Sie als Bruttojahreseinkommen. Eine Aufspaltung oder eine weitere detaillierte Darstellung ist nicht nötig. Neben dem finanziellen Aspekt ist der frühestmögliche Eintrittstermin entscheidend. Hier können Sie – der Einfachheit halber – Ihre Kündigungsfrist angeben. So entgehen Sie der Problematik, wann eine Entscheidung im Wunschunternehmen fallen wird.

6. Bye, Bye. An der Schlussfloskel gibt es kaum etwas zu rütteln. Entweder Sie schreiben „Mit freundlichen Grüßen“ oder „Freundliche Grüße“ darunter. Anschließend unterschreiben Sie Ihre Bewerbung.

7. Spezialitäten. Mobilität, Umzugsbereitschaft oder der Hinweis auf ein gewünschtes Vorstellungsgespräch sind die Spezialitäten, die Sie beifügen können, aber nicht müssen. Eine Ausnahme kann hierbei sein, wenn es explizit in der Stellenanzeige gefordert wird – zum Beispiel bei einem Job im Vetriebs-Außendienst.

Ihre Erfolgschance

Was ist, wenn ich Ihnen sage, dass Sie bei Einhaltung der eingangs genannten Tipps und Regeln eine sehr große Chance haben, zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden? Dann beherzigen Sie diese Tipps doch glatt – und das dürfen Sie auch getrost, denn gemeinsam werden wir mit Ihnen den Weg bis zum Vorstellungsgespräch gehen und diesen mit entsprechenden Expertentipps pflastern.

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