Das Deckblatt der Bewerbung

Sie fragen sich, welchen Wahrheitsgehalt die großen Reden haben, die rund um das Deckblatt der Bewerbung geschwungen werden? Wir sind dieser Frage nachgegangen und haben Ihnen mit diesem Beitrag einen Ratgeber zum Deckblatt der Bewerbung erstellt. Darin erklären wir Ihnen nicht nur, wann ein Deckblatt Teil der Bewerbung sein sollte, sondern auch, welche Informationen Sie dort niederschreiben sollten.

Welche Funktion hat das Deckblatt der Bewerbung?

Es ist das erste Augenzwinkern, das Sie durch Ihre Bewerbung dem Personalreferenten zuwerfen, denn: Das Deckblatt ist die Einleitung zu Ihren Bewerbungsunterlagen und damit auch das Stück Papier, auf das der erste Blick fällt. Dabei spielt das Deckblatt der Bewerbung eine tragende Rolle, denn es kann gefallen oder eben nicht. Manchmal – und insbesondere  dann, wenn viele Bewerber sich für einen Posten interessieren – kann das Deckblatt darüber entscheiden, ob der Personalreferent weiterblättert. Was das Deckblatt haben sollte – und was das Deckblatt in keinem Fall haben darf, sehen Sie in dieser Aufstellung:

Does … … and dont‘s
  • Das Deckblatt muss Inhalt haben. Ihr Bild, die Stelle auf die Sie sich bewerben, Ihre Kontaktdaten oder gar ein kleines Inhaltsverzeichnis ist das, was ein gutes Deckblatt ausmacht.
  • Achtung! Das Deckblatt sollte nicht überfrachtet wirken, deswegen sollten Sie sich auf wenige Bestandteile konzentrieren. Oft genügen schon die Stelle, auf die Sie sich bewerben, und Ihr Bild.
  • Der Inhalt des Deckblatts muss richtig sein. Da die Copy-and-Paste-Mentalität gerade beim Anfertigen von Bewerbungsunterlagen sehr groß ist, muss explizit darauf geachtet werden, dass das Deckblatt der Bewerbung auch wirklich zur Stelle passt.
  • Das Deckblatt darf sich mit Blick auf die grafische Ausarbeitung nicht vom Rest der Bewerbungsunterlagen unterscheiden. Das bedeutet: Wenn Sie sich für eine grafische Note oder eine spezielle Farbgebung entschieden haben, müssen Sie diese auch durchhalten – vom Deckblatt bis zum Anlagenverzeichnis.
  • Das Deckblatt muss auch Mehrwert bieten. Auf dem Deckblatt redundante Informationen zu positionieren, die ohnehin später noch einmal an anderer Stelle auftauchen, ist falsch, denn: Das Deckblatt ist ein zusätzliches Blatt Papier, das der Personalreferent ansehen muss. Wenn er dafür keinen Ausgleich in Form von Mehrwert erhält, hat er damit seine Zeit vergeudet.

Was ist das Resultat?

Das Deckblatt der Bewerbung kann eine wertige Einleitung dazu sein, was den Personalreferenten erwartet. Achten Sie darauf, einen Spannungsbogen zu kreieren, denn: Sie müssen mit dem Deckblatt (ebenso wie mit einem Bewerbungsschreiben) die Neugier des Personalreferenten entfachen, damit dieser sich entschließt, weiter durch die Bewerbungsmappe zu blättern. Die Kehrseite der Medaille ist an dieser Stelle auch die Tatsache, dass ein negativer Eindruck eines Deckblatts schnell zum K.O.-Kriterium werden kann.

In diesen Fällen macht das Deckblatt einer Bewerbung durchaus Sinn

Das Deckblatt ist der optionale Part und gehört nicht zu den Must-haves einer vollständigen Bewerbung. Das bedeutet auch, dass Sie selbst entscheiden müssen, ob Sie ein Deckblatt für Ihre Bewerbung erstellen möchten oder nicht.

Das spricht dafür:

  • Sie bewerben sich auf eine Stelle als Fach- oder Führungskraft.
  • Sie wissen, dass die Konkurrenz groß ist.
  • Sie haben sich für eine Initiativbewerbung

Das spricht dagegen:

  • Sie bewerben sich auf einen Aushilfsjob.
  • Sie werden per Inserat um eine Kurzbewerbung

Drei kreative Tipps zur Gestaltung des Deckblatts der Kurzbewerbung

1. Die klassische Variante. Eine Überschrift in Kombination mit der angestrebten Position („Bewerbung als …“) hat sich mittlerweile als fester Bestandteil des Deckblatts eingebürgert. Kombiniert mit einem modernen Bewerbungsfoto, kann die klassische Variante schon fertig sein, allerdings ist dabei der Gehalt bzw. der Mehrwert nur sehr marginal ausgeprägt.

2. Die moderne Variante. In einer Zeit, in der Bewerbungsflyer up-to-date sind, erklärt sich von selbst, warum auch das Deckblatt dafür genutzt werden kann, in aller Kürze die wichtigsten Facts zum Bewerber darzustellen. Das heißt: Häufig wird das Bewerbungsfoto samt Kontaktangaben in eine Marginalspalte verbannt. Im Hauptteil kann der Personalreferent dann in je ein bis zwei Sätzen etwas zur Motivation, zur Qualifikation, zu den Kompetenzen und Erfahrungen lesen. Häufig wird diese Form des Deckblatts mit „Kurzprofil“ überschrieben.

3. Die wegweisende Variante. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, dass das Deckblatt für den Leser auch wirklich einen Mehrwert hat, der setzt auf eine kleine Inhaltsangabe mit ausgewählten Punkten. Dabei ist keinesfalls Platz für jeden einzelnen Inhaltspunkt, sondern vielmehr soll kurz angedeutet werden, dass Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, Zertifikate und ggf. Arbeitsproben Teil der Bewerbung sind.

Nutzen Sie die Vorteile, fegen Sie die Nachteile beiseite

Was ist, wenn ich Ihnen nun sagen würde, dass Personalreferenten Deckblätter mit Mehrwert schätzen und die Bewerber entsprechend präferieren? Richtig, dann sollten Sie sich daran machen, die Vorteile zu nutzen und die Nachteile vom Tisch zu fegen. Welche Vor- und Nachteile es gibt, sei an dieser Stelle noch einmal auf den Punkt gebracht:

Vorteile Nachteile
  • Auffallen. Auffallen ist wichtig mit Blick auf die unzählig vielen Mitbewerbern, die mit einer ähnlichen Qualifikation genau auf dieselbe Stelle scharf sind wie Sie.
  • Platzgewinn. Die Inhalte, die Sie auf das Deckblatt auslagern, können Platz im Lebenslauf schaffen. Das heißt, dass hier berufliche und schulische Stationen präsentiert werden – und nicht mehr.
  • Strukturierung. Mit Blick auf Inhalte wie die eines Kurzprofils sowie einer Inhaltsangabe, schafft das Deckblatt eine Struktur für die Bewerbung – und strukturierte Mitarbeiter werden geschätzt!
  • Übersichtlichkeit. Wer sind Sie, wohin wollen Sie. Geht das aus dem Deckblatt hervor, hat der Personalreferent, der nicht nur eine Position besetzt, sondern mehrere, alle wichtigen Informationen auf einen Blick.
  • Ballastfaktor. Für eine Kurzbewerbung oder eine ohnehin extrem strukturierte Bewerbung kann das Deckblatt auch ein unnötiger Ballastfaktor sein. Das muss der Bewerber entsprechend abwägen.
  • Fokus auf das Bewerbungsfoto. Das Bewerbungsfoto, das kein fester Bestandteil der Bewerbung mehr sein muss, steht beim Deckblatt häufig im Fokus. Das Foto schürt aber auch den Sympathie- oder Antipathie-Faktor.
  • Künstliche Dominanz. Wer keine Inhalte vorzuweisen hat, sollte auf ein Deckblatt verzichten, denn sonst wirkt die Bewerbung schnell wie künstlich aufgebläht – und das kommt nicht gut an.
  • Redundante Informationen. Mehrwert statt Doppelnennung – das ist die Kernanforderung an das Deckblatt.  Wer hier nur das nennt, was ohnehin später noch einmal aufgegriffen wird, kann sich das Deckblatt sparen.

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