Der Gruß am Ende des Bewerbungsschreibens

Beim Gruß am Ende des Bewerbungsschreibens gibt es zwei Optionen: Entweder Sie schreiben „Freundliche Grüße“ oder „Mit freundlichen Grüßen“. Ein übertriebenes „Hochachtungsvoll“ ist längst im Antiquariat der Bewerbungen verschwunden. Allerdings stimmen Sie sicherlich mit mir darüber überein, dass diese Information nicht die Einzige ist, die Sie unter dieser Überschrift erwarten. Deswegen haben wir diesen Beitrag der Tonalität des Bewerbungsschreibens gewidmet – natürlich inklusive Begrüßung und Gruß am Ende des Bewerbungsschreibens.

Praxisbeispiele zur Tonalität im Bewerbungsschreiben

Es klingt so einfach, wenn Sie im Ratgeber lesen: „Schreiben Sie eine überzeugende, authentische Bewerbung, die mit Informationen und Persönlichkeit gleichermaßen angereichert ist.“ Doch wie soll das in der Praxis gehen? Wir haben für Sie einige Formulierungsbeispiele zusammengestellt – von der Einleitung bis zum Gruß am Ende des Bewerbungsschreibens.

So bitte NICHT:

  • „Es ist ein weites Feld, erklärte einst Theodor Fontane in seinem Werk Effi Briest. So ähnlich fühlt sich auch der Beruf des XX für mich an. Dennoch möchte ich ihn ergreifen.“ Die Anzahl der Personalreferenten, die mit literarischen Anfängen zu begeistern sind, geht gegen Null. Deswegen tun Sie gut daran, Ihre Vorliebe für Literarisches privat auszuleben – und in der Bewerbung einfach zu ignorieren.
  • „Der Beruf entspricht voll und ganz meinen Fähigkeiten und Neigungen.“ Einst ist Ihnen mit diesem Satz gewiss: Sie bringen den Personalreferenten so sicherlich zum Einschlafen und wenn er wieder erwacht, wird er Ihre Bewerbung sicherlich als Erstes auf den Absagestapel verbannen.
  • „Gerne habe ich ein offenes Ohr für die Mitglieder meines Teams.“ Oje, oje. Arbeiten Sie auch oder agieren Sie lediglich als Kummerkastentante? Diese Frage wird sich der Personalreferent mit Blick auf diesen Satz sicherlich stellen, deswegen raten wir: Hände weg von dieser Formulierung, die sagen will, dass Sie einen kommunikativen Führungsstil haben, der vielleicht etwas zu nah an den Mitarbeitern dran ist.
  • „Zugegeben, ich bin ein Fan Ihres Unternehmens.“ Das mag zwar auf den ersten Blick gut klingen, doch auf den zweiten Blick ist dieser Satz nichts weiter als Honig, der dem Personalreferenten ums sprichwörtliche Maul geschmiert wird – ohne inhaltlich etwas auszusagen. Folgen danach Details aus dem Unternehmen, ist der Satz allerdings durchaus denkbar.

Die häufigsten Fehler in Bewerbungsschreiben

1. Die unpassende Stelle. Wissen Sie, warum Sie Frust haben? Natürlich, weil Sie Absagen kassieren. Wissen Sie, warum Sie Absagen kassieren? Weil Sie sich häufig auf Stellen bewerben, die gar nicht zu Ihnen passen. Nutzen Sie die Stellenanzeige, um herauszufinden, ob Sie wirklich die passende Qualifikation für die Stelle haben. Als Faustregel gilt die 80 Prozent-Regel. Wenn Sie nicht mindestens 80 Prozent des Anforderungsprofils erfüllen können, ist es fast verschenkte Zeit, eine Bewerbung einzureichen.

2. Der langweilige Schreibstil. Achten Sie darauf, dass der Personalreferent beim Lesen Ihrer Bewerbung wahrlich spürt, welches Feuer für den Beruf Sie verspüren – UND welche Qualifikation Sie mitbringen. Nur motiviert und enthusiastisch zu sein, ist wenig zielführend, denn Sie müssen auch das beherrschen, was Sie im neuen Job leisten sollen.

3. Unpräzise Plänkeleien. Versetzen Sie sich einmal in die Lage eines Personalreferenten, der etwa fünf Minuten seiner Zeit in jedes Bewerbungsschreiben investiert. Würden Sie dann gerne Plänkeleien und luftleere und inhaltsleere Phrasen lesen wollen? Eben nicht! Deswegen sollten Sie sich beim Schreiben Ihrer Bewerbung darauf fokussieren, inhaltlich gehaltvolle Informationen im Bewerbungsschreiben aufzugreifen.

4. Inspiration statt Abschreiben. Lassen Sie sich ruhigen Gewissens von unseren Praxisbeispielen inspirieren – aber schreiben Sie diese ebenso wenig ab, wie die klassischen Bewerbungsformulierungen in zahlreichen Ratgebern. Diese sollten Ihnen grundsätzlich immer nur als Inspiration oder Gerüst dienen, das Sie Ihrerseits mit Persönlichkeit und Leben erfüllen.

5. Stimmen Sie Ihre Formulierungen auf die Stelle ab. Nutzen Sie die Worte, die Ihr Wunsch-Arbeitnehmer in der Stellenanzeige formuliert hat. Greifen Sie sie auf und verwischen Sie nicht die klar gestellten Anforderungen, nur um „anders“ klingen zu wollen, denn Sie sollen nicht „anders“ sein, sondern passgenau.

6. Vermeiden Sie redundante Informationen. Wenn Sie im Bewerbungsschreiben, im Lebenslauf und vielleicht sogar noch auf dem Deckblatt auf Ihren Studienabschluss verweisen, dann ist das definitiv zu viel des Guten – und Sie missbrauchen das Papier für überflüssige, redundante Informationen.

7. Belegen Sie Ihre Aussagen. Achten Sie darauf, nicht mit luftleeren Argumenten zu hantieren, sondern belegen Sie Ihre Aussagen mithilfe von Praxisbeispielen. Bevor Sie sich als „teamfähig“ bezeichnen, erklären Sie lieber in einem Satz, wo Sie Ihre Teamfähigkeit leben konnten.

Wichtige strukturelle Vorgaben beachten

Um nicht nur inhaltlich zu punkten, sondern auch strukturell Bestnoten einzufahren, ist es wichtig, sich an dieses strukturelle Grundgerüst zu halten. Beachten Sie dabei diese Hinweise, die Sie in ausführlicher Form auch im Beitrag zur DIN 5008 nachschlagen können:

Anschrift des Absenders Entweder Sie setzen die eigenen Kontaktdaten an den Anfang des Briefs oder Sie kreieren eine Kopfzeile für Ihre Kontaktdaten.
Anschrift des Empfängers Das Anschriftenfeld umfasst neun Zeilen, die für Zustellhinweise und die Adresse des Unternehmens reserviert sind. Auch der Name Ihres Ansprechpartners muss hier gelistet werden.
Das Datum Das Datum wird rechtsbündig notiert.
Die Betreffzeile Die Betreffzeile wird zwei Zeilen unter dem Datum angesetzt. Eine Einleitung durch das Wort „Betreff“ erfolgt nicht mehr.
Die Anrede „Sehr geehrter Herr XX“ oder „Sehr geehrte Frau XX“ sind die gängige Form der Anrede.
Der Textteil Berücksichtigen Sie an dieser Stelle die Tipps zur Tonalität des Bewerbungsschreibens.
Die Abschiedsformel Das Ende des Bewerbungsschreibens ist nicht sehr schwer. Es besteht aus den Worten „Mit freundlichen Grüßen“ oder alternativ aus den Worten „Freundliche Grüße“.
Ihr Name Vergessen Sie im Eifer des Gefechts nicht, Ihre Bewerbung zu unterschreiben.

Der Gruß am Ende des Bewerbungsschreibens ist die Zielgerade

Was ist, wenn wir Ihnen sagen, dass der Gruß am Ende des Bewerbungsschreibens die Zielgerade auf dem Weg zu einem perfekten Bewerbungsschreiben ist? Freuen Sie sich darauf, nun eine Bewerbung fertiggestellt zu haben, die – unter Berücksichtigung unserer Tipps und Tricks – sehr leicht zur Einladung zum Vorstellungsgespräch führen kann. Wie Sie sich dafür wappnen, können Sie in den Fachbeiträgen nachlesen, die Sie auf dieser Seite finden.

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