Die Empfängeranschrift beim Bewerbungsschreiben

Die Vollständige Empfängeranschrift beim BewerbungsschreibenSie fragen sich sicherlich, warum wir mit diesem Beitrag explizit auf die Empfängeranschrift beim Bewerbungsschreiben abzielen? Wir wissen, dass die Empfängeranschrift häufig falsch geschrieben wird – oder eben ein unvollständiger Part des Bewerbungsschreibens ist. Vor diesem Hintergrund möchten wir Ihnen nun erläutern, was Sie bei der Nennung der vollständigen Empfängeranschrift berücksichtigen müssen.

Das macht eine vollständige Empfängeranschrift beim Bewerbungsschreiben aus

Bereits in diesem Beitrag haben wir Ihnen die Grundregeln genannt, die Sie wissen müssen, um eine korrekte Empfängeranschrift auf Ihr Bewerbungsschreiben zu setzen.

  1. Laut DIN 5008 sind im Bewerbungsschreiben neun Zeilen für die Anschrift des Empfängers reserviert. Die eigentliche Adresse beginnt dabei erst in der 4. Zeile. Davor ist Platz, um dem Zustelldienst wichtige Hinweise dafür mitzugeben, ob beispielsweise eine persönliche Zustellung erforderlich ist.
  2. Ab Zeile 4 gilt dann diese Regelung: An erster Stelle steht der Name des Unternehmens, an zweiter Stelle steht der Ansprechpartner, der von Ihnen im Vorfeld recherchiert werden musste und an dritter und vierter Stelle positionieren Sie die Anschrift des Unternehmens wie in einem regulären Brief. Das heißt: Straße und Hausnummer stehen in einer Zeile, Postleitzahl und Ort in der darunter Folgenden.

Wenn Sie diesen Spickzettel, den wir Ihnen mit der folgenden Tabelle zusammengestellt haben, beherzigen, kann in punkto Empfängeranschrift beim Bewerbungsschreiben wahrlich nichts mehr schiefgehen.

Zustellhinweise Unternehmen sehen es ganz und gar nicht gern, wenn Bewerbungen per Einschreiben an sie geschickt werden. Diesen Fehler sollten Sie in jedem Fall vermeiden. Wenn das Unternehmen ohnehin nicht weit von Ihrem Wohnort entfernt ist, können Sie die Bewerbung persönlich dort abgeben oder in den Briefkasten werfen. Wenn Sie keinerlei Zustellhinweise habe (in der Online-Bewerbung könnte ein Zustellhinweise beispielsweise auch lauten: „Per E-Mail verschickt an …“), dann dürfen Sie diese drei Zeilen auch dafür nutzen, um die Unternehmenshinweise auszuweiten. Richten Sie die Bewerbung an eine spezielle Abteilung in einem großen Betrieb, können Sie auf diese Zeilen ausweichen.
Name des Unternehmens Der Name des Unternehmens muss in jedem Fall korrekt geschrieben sein und vollständig angegeben werden. Das heißt auch, dass die Geschäftsform (GmbH oder ähnliches) dazu gehört. Möchten Sie Ihre Bewerbung an eine spezielle Fachabteilung richten, dann rücken Sie den Namen des Unternehmens um eine Zeile nach oben und setzen an diese Stelle den Namen der Abteilung.
Ansprechpartner Bereits an dieser Stelle werden Sie erstmals dazu gezwungen, anzugeben, für wen – das heißt für welche Person – Ihre Bewerbung bestimmt ist. Diese Informationen müssen Sie zum Beginn Ihres Bewerbungsschreibens gleich noch einmal aufgreifen, denn Anreden wie „Sehr geehrte Damen und Herren“ sind ein No-Go in einer Bewerbung und zeugen nur davon, dass Sie nicht ordentlich recherchiert haben. Vermeiden Sie diesen Fauxpas, indem Sie einfach mal kurz durchklingeln und sich nach dem passenden Ansprechpartner erkundigen. Das wirkt letztlich auch interessiert und Sie heimsen so Ihre ersten Pluspunkte ein.
Straße und Hausnummer Eine gängige Alternative zu Straße und Hausnummer ist ein Postfach. Grundsätzlich müssen Sie hier auf Einheitlichkeit achten. Entweder Sie nutzen die Postfach-Anschrift – und zwar für Straße, Hausnummer oder Postfach und Postleitzahl sowie den Ort – oder Sie nutzen die Hausanschrift. Tipp: Besser ist in jedem Fall, die Postfach-Anschrift zu verwenden.
Postleitzahl und Ort Wie bereits unter dem Punkt Straße und Hausnummer erwähnt wurde, müssen Sie hier auf Einheitlichkeit achten – und idealerweise die komplette Postfach-Anschrift nutzen oder als Alternative die komplette Hausanschrift.

Der wichtigste Tipp lautet:

Rechtschreibung bitte mehrfach prüfen! Wer beim Abtippen der Anschrift oder gar beim Unternehmensnamen oder beim Namen des Ansprechpartners einen Rechtschreibfehler einbaut, der vermasselt die Bewerbung bereits zu Beginn der Mappe komplett.

Das Äquivalent: Ihre Kontaktdaten

Grundsätzlich gibt es einen Unterschied zwischen Ihrer Absenderadresse und Ihren Kontaktdaten, die Sie gerne als Gestaltungselement in der Kopfzeile unterbringen können. Der Absender besteht aus Ihrem Namen und Ihrem Wohnort (Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Wohnort). Die Kontaktdaten hingegen weisen darüber hinaus noch eine E-Mail-Adresse sowie Ihre Telefonnummer (gerne Mobilfunk-Nummer) aus.

Der Sonderfall

Wenn Sie sich am Ende Ihres Studiums bewerben und neben Abschlussarbeiten und Bewerbungen schreiben auch noch einen Umzug aus der Studenten-WG oder dem Studenten-Wohnheim stemmen, sollten Sie dies auch bei der Angabe Ihrer Kontaktdaten bedenken. Da Bewerbungsverfahren sich häufig recht lange hinziehen, müssen Sie damit rechnen, dass Sie eine postalische Antwort erhalten, wenn Sie schon gar nicht mehr in der Universitätsstadt leben.

In diesem Fall ist es ratsam, unterhalb Ihrer Kontaktdaten einen zusätzlichen Hinweis einzubauen, der so lauten könnte: „Da ich meine Zelte nach der Universität gerade abbreche, können Sie mich postalisch besser unter dieser Adresse erreichen ….“ An dieser Stelle können Sie dann die Adresse Ihrer Eltern angeben oder Ihren künftigen Wohnort. Die Alternative lautet im Übrigen „Nachsendeantrag“. Dabei wir Ihnen Ihre Post zu Ihrer neuen Adresse hinterhergeschickt, allerdings verlieren Sie bei der Zustellung auch möglicherweise wertvolle Zeit.

Auch die Online-Bewerbung braucht eine vollständige Empfängeranschrift

Was ist, wenn ich Ihnen nun sage, dass Sie auch bei der Online-Bewerbung eine vollständige Empfängeranschrift brauchen? Dann wissen Sie, dass Sie diese auch mithilfe dieses Ratgebers erstellen können. Die Chance, auch mit einer unvollständigen Empfängeranschrift nicht aufzufallen, ist zwar bei der Online-Bewerbung höher, allerdings sollte das nicht Ihr Ziel sein.

Warum das so ist?

Weil die Online-Bewerbung nicht über die Postzentrale des Unternehmens verteilt wird, sondern Sie diese direkt an die E-Mailadresse Ihres Ansprechpartners senden. Das heißt

  1. dass Sie Ihre Bewerbung nicht an eine „info@“- oder „kontakt@“-Adresse schicken, sondern den Namen und die E-Mail-Adresse Ihres Ansprechpartners herausfinden, und
  2. dass es keinen großen Umschlag gibt, auf dem schnell mit Rotstift die Korrektur Ihrer unvollständigen Empfängeranschrift gepinselt werden kann.

Darum ist es so wichtig

Wen Sie sich nun fragen, warum der Empfängeranschrift eine solch große Bedeutung zugemessen wird, dann haben wir dafür eine Antwort für Sie: Sie verlassen sich doch auch darauf, dass die Stellenanzeige, die Sie lesen, korrekt ist und nicht etwa einen Stelle anpreist, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt. Folglich ist es dem Personalreferenten ebenso wichtig, eine korrekte Bewerbung in Händen zu halten.

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