Das Einmaleins der Initiativbewerbung

© Michael Schindler - Fotolia.comStimmen Sie mir zu, wenn ich sagen würde, dass die gut gemeinte Bemerkung „Initiative“ zu zeigen, Sie bei der Jobsuche nicht wirklich weiter bringt, Sie aber händeringend nach praxistauglichen Tipps zum Erstellen einer Initiativbewerbung suchen? Dann haben Sie nun den richtigen Ratgeber gefunden, denn in diesem Beitrag werden wir Ihnen erklären, was sich hinter dem Schlagwort „Initiativbewerbung“ verbirgt und wie Sie verbal und im Rahmen Ihrer Bewerbung auf zielführende Art und Weise Initiative zeigen können.

Die Initiativbewerbung per Definition

Wer eine Initiativbewerbung abschickt, der bewirbt sich nicht etwa auf eine ausgeschriebene Stelle und muss sich daher auch nicht darum scheren, eine Bewerbung zu schreiben, die passgenau zur Anzeige passt. Das ist der Vorteil einer Initiativbewerbung. Der Nachteil ist jedoch, dass Sie damit auch gar nicht wissen können, worauf Sie Ihr besonderes Augenmerk legen sollten.

Die Folge ist:

Sie müssen sich selbst in den Fokus stellen und sich als Mitarbeiter vermarkten, der ein derart großes Interesse an dem Betrieb hat und gleichwohl so viel Branchen-Know-how einbringen kann, dass er ein wichtiges Puzzlestück zum Erfolg des Betriebs sein wird. Wie genau das funktionieren kann, zeigt die folgende Tabelle:

Beschreibung Beispieltext für die Initiativbewerbung
Der persönliche Ansatz „Vermutlich wurde mir der Wunsch, in Ihrem Betrieb tätig zu sein, bereits in die Wiege gelegt, denn bereits mein Vater und Großvater waren in Ihrem Unternehmen tätig. Um ein Stück weit in ihre Fußstapfen treten zu können, möchte auch ich mich heute bei Ihnen bewerben.“
Der Branchen-Ansatz „Seit meinem Studium bin ich in der Verlagsbranche tätig und habe mich hier in den Bereich Vertrieb und Einkauf durch entsprechende Weiterbildungen weiterqualifiziert. Diese in der Praxis erworbenen Fähigkeiten möchte ich nun gerne in Ihre Dienste stellen.“
Der Mitbewerber-Ansatz „Aktuell befinde ich mich in ungekündigter Stellung und zähle quasi zur Konkurrenz. Gerne würde ich den Sprung wagen und mit dem bis dato erworbenen Wissen Ihr Team unterstützen.“

Wenn Sie neben diesem Ansatz noch erklären, was Sie an Qualifikationen und Fähigkeiten mitbringen, die in der jeweiligen Branche ein Erfolgsgarant sind, haben Sie die Hälfte Ihrer Initiativbewerbung schon in der Tasche.

Die Spezialform: die Kurzbewerbung als Initiativbewerbung

Der Tipp genau die Zeugnisse und Zertifikate der Bewerbungsmappe beizulegen, die zur Stelle passen, ist bei einer Initiativbewerbung natürlich vergebene Liebesmüh, denn letztlich gibt es keine ausgeschriebene Stelle, die ein Anhaltspunkt sein könnte. Deswegen werden Initiativbewerbungen auch zunehmend häufiger als Kurzbewerbungen gestaltet und das heißt: Die Bewerbung besteht aus einem Bewerbungsanschreiben, einem Lebenslauf und optional aus einem Bewerbungsfoto.

Wie hoch ist die Chance einer Initiativbewerbung?

Grundsätzlich gilt: Eine Initiativbewerbung kommt zwar in der Regel unerwartet, ist aber nicht unerwünscht – wenn sie richtig aufgebaut wurde. Das heißt, dass die Chance nach einer Initiativbewerbung eine Stelle zu ergattern durchaus hoch sein kann, wenn Sie diese Punkte beachten:

  1. Verschicken Sie keine anonymen Briefe an die „sehr geehrten Damen und Herren“, die keinen Postkorb in der Firma besitzen. Diese Bewerbungen verlaufen meist im Nirwana. Besser ist, wenn Sie sich ganz gezielt auf die Suche nach dem Ansprechpartner machen, der in der Abteilung das Sagen hat, in der Sie Ihre Fähigkeiten am besten einbringen können. Alternativ kann auch die Personalabteilung eine gute Adresse sein.
  2. Verschicken Sie keine Standardbriefe. Für die gibt es nämlich sehr wohl einen Postkorb, doch bei diesem handelt es sich leider um den Mülleimer, denn: Bewerbungsbücher, in denen 0-8-15-Floskeln zu finden sind, können die Personalverantwortlichen selbst lesen, dafür brauchen Sie nicht Ihre Bewerbung. Besonders gut kommt es an, wenn ein Bewerber sich auf aktuelle Wirtschaftsnews oder die Homepage des Betriebs beziehen kann. Hier erfahren findige Bewerber, dass eine neue Abteilung gegründet werden soll, die diese und jene Aufgaben haben wird – auf die Sie als Bewerber mit Ihren Fähigkeiten sehr gut passen.
  3. Eine Initiativbewerbung hat ein stimmiges Drei-Stufen-Konzept, das beinhaltet, wer der Bewerber ist, was er kann und was er will. Genau diese drei Fragen möchte der Leser beantwortet bekommen – und zwar sowohl im Anschreiben, als auch im Lebenslauf.

Der Vorteil der Initiativbewerbung: Sie ist die Erste vor allen anderen

Eine Initiativbewerbung kann einen schnellen Effekt nach sich ziehen oder aber auch die Geduld des Bewerbers auf eine harte Probe stellen, denn: Entweder sie kommt genau zu dem Zeitpunkt an, in dem die Fachkraft händeringend gesucht wird oder aber es dauert, bis sich eine Position für die attraktive Fachkraft ergibt. So lange auf die Folter gespannt zu werden, bedeutet im Übrigen auch der Erste zu sein, wenn es darum geht, eine Stelle kurzfristig neu zu besetzen, denn:

Die Initiativbewerbung ist die Erste.

Während die Stelle, die es zu besetzen gilt, erst ausgeschrieben werden muss, liegt die Initiativbewerbung bereits vor und ist – im günstigsten Fall – im betriebseigenen Recruiting-Pool erfasst. Das bedeutet dann auch, dass der Suchende bereits die erste Bewerbung vorliegen hat. Und häufig ist die erste Wahl gleich die Richtige. Muss eine Stelle schnell besetzt werden, hilft hier der Zeitvorteil, denn die Initiativbewerbung kann sofort gezückt werden, wenn ein Bewerber langfristig erkrankt, kündigt oder in Elternzeit geht. So fungieren Initiativbewerbungen nicht selten als geheime Reserve, die für einen Betrieb ungemein hilfreich und auch wichtig ist.

Die Initiativbewerbung = Ihre Chance

Was denken sie nun, wenn wir Ihnen sagen würden, dass Sie via Initiativbewerbung ohne Bewerbungsstress zum Traumjob kommen könnten? Probieren Sie es aus, denn eine Initiativbewerbung ist wie ein Rennpferd auf der Rennbahn: Es ist die Option zu siegen – und Ihre Option auf Ihren Traumjob. Beherzigen Sie die drei essentiell wichtigen Fakten rund um die Gestaltung einer Initiativbewerbung und Sie werden sehen. Es sind die drei Erfolgsfaktoren schlechthin, die Sie in die Poleposition bei einem Unternehmen bringen, denn:

  • Sie zeigen Motivation und Eigeninitiative.
  • Sie verkaufen sich als fähige Fachkraft.
  • Sie platzieren Ihre Visitenkarte bei dem Unternehmen, in dem Sie gerne arbeiten möchten.

Nutzen Sie diese Chance, bevor sich zig andere auf eine Stelle bewerben und Sie der Bewerber Nummer 77 sind und katapultieren Sie sich mit einer Initiativbewerbung auf die Spitze des Bewerbungsstapels.

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