Checkliste Muster-Bewerbung

Wir denken, Sie werden mit uns darin übereinstimmen, dass das Schreiben einer Bewerbung nicht zu den täglichen Dingen des Lebens gehört – und es mitunter ganz schön kompliziert werden kann, die richtige Formulierung zu finden. Vor diesem Hintergrund haben wir eine Muster-Bewerbung verfasst und notieren Ihnen dazu eine Checkliste, die Sie Schritt für Schritt abhaken können.

Die Muster-Bewerbung

  1. Sehr geehrter Herr Mustermann,
  2. seit meinem dritten Lebensjahr ist gefühlt kein Bild mehr von mir entstanden, das mich ohne Stift oder Pinsel zeigt, denn ich lebe für die Gestaltung. Die Liebe zum Zeichnen und Malen habe ich auch nicht verloren, als ich mir die digitale Komponente dieser Leidenschaft erschlossen habe und bereits zu Beginn meiner Realschulzeit am Computer mit InDesign gearbeitet habe. Die Ausbildung zum Mediengestalter war für mich folglich keine Frage mehr – sondern vorprogrammiert.
  3. In meinem Ausbildungsbetrieb ging es in erster Linie um die Gestaltung von Werbeanzeigen. Zumindest lag darauf der Fokus meines ersten Ausbildungsjahres. Ich hatte großes Glück mit meinem Ausbildungsbetrieb, denn dort konnte ich Print- und Online-Anzeigen gleichermaßen gestalten. Mit der Zeit kam die Gestaltung ganzer Printpublikationen hinzu – sowie umfangreicher Online-Foren und Homepages im Bereich Internet.
  4. Sieben Jahre arbeite ich nun als Mediengestalter – und es ist Zeit für mich das, was ich gelernt habe, nun weiterzugeben: Neben der gestalterischen Fähigkeiten freue ich mich sehr auf die Möglichkeit, Ihrem Nachwuchs beizubringen, wie man nicht nur kreativ ist, sondern auch alle Sinne beisammen hält, wenn Drucktermine auf einen einprasseln. Das habe ich nun jahrelang unter Beweis gestellt, denn wir drucken war nicht täglich wie eine große Zeitung, wohl aber regelmäßig geballt zum Monatsende hin.
  5. Überzeugen Sie sich davon, dass ich Ihr Mann bin, um den kreativen Talenten in allen Richtungen Entwicklungshilfe zu geben. Gerne beschreibe ich Ihnen meine Ideen dazu auch noch in einem persönlichen Gespräch.
  6. Freundliche Grüße, XXXX

Und nun die dazugehörige Checkliste

  1. Die Bewerbung beginnt mit der direkten Anrede des Ansprechpartners. Sehr gut!
  2. Für die Einleitung ist ein persönlicher Einstiegt gewählt (den nicht jeder zu erzählen hat). Zudem ist kurz skizziert, wie lange schon praktisch mit dem Handwerkszeug gearbeitet wird.
  3. In diesem Absatz haucht der Bewerber dem Beruf des Mediengestalters Leben ein, in dem er beschreibt, was er gelernt hat und was er hauptsächlich in der Ausbildung gemacht hat. Besonders gut ist an dieser Stelle die Betonung der Print- und Online-Komponente, die zum USP des Bewerbers werden könnte.
  4. Rückblick und Vorausschau in Einem. Das ist das, was eine gute Bewerbung ausmacht, denn hier wird erklärt, was der Bewerber einbringen kann und aus welchem Erfahrungsschatz er dabei schöpfen kann. Fachwissen bringt er nicht plump an, sondern durch inhaltlich wertige Vergleiche aus der Branche.
  5. Vergleichsweise schlicht wurde dieser letzte Teil der Bewerbung gehalten und genau das wirkt authentisch zu dem Bewerber, der dieses Bewerbungsschreiben verfasst hat. Eine übertriebenes „ich bin der Größte“-Gehabe wäre an dieser Stelle mehr als fehl am Platze gewesen.
  6. Die Grußformel am Schluss sowie die Unterschrift schließen das Bewerbungsschreiben ab, das all das vermittelt, was ein Personalreferent wissen muss, um dazu bewogen zu werden, weiter zu lesen.

Die weiteren Teile der Muster-Bewerbungsmappe

Es gibt eine einfache Methode, um diese erfolgreich begonnene Bewerbung ebenso erfolgreich fortzuführen und diese heißt: Bleiben Sie Ihrem Stil treu und bleiben Sie authentisch. Die folgende Tabelle zeigt, was noch Teil dieser Muster-Bewerbung sein könnte.

Der Lebenslauf Der Lebenslauf dieses Bewerbers ist grafisch aufgebaut. Er wurde im Stil eines Zeitstrahl designt und zeigt auf den ersten Blick auf, wann der Bewerber die Schule besucht hat, wann er die Ausbildung absolviert hat und wie lange er bereits bei seinem aktuellen Arbeitgeber arbeitet.
Das Anlagenverzeichnis … baut dieser Bewerber kurzerhand zu einem Inhaltsverzeichnis für seine Arbeitsproben um. Dort brachte er je ein Print- und ein Online-Beispiel unter und präsentiert so eine technische, inhaltliche und gestalterische Bandbreite.
Die Zertifikate In diesem Bereich legt der Bewerber Auszeichnungen bei, die seine Arbeiten erhalten haben. So dokumentiert er nicht etwa plump irgendwelche Fortbildungen, sondern den Erfolg seines praktischen Schaffens.
Die Zeugnisse … bilden nur einen kleinen Teil der Bewerbungsmappe, denn sie bieten dem Personalreferenten mit Blick auf die guten praktischen Arbeiten kaum einen Mehrwert. Hier gibt es lediglich das Berufsabschlusszeugnis zu sehen sowie ein Zeugnis des aktuellen Arbeitgebers.

Zum Umgang mit Muster-Bewerbungen

Gerne möchten wir Ihnen an dieser Stelle noch einen Rat mit auf den Weg geben. Sie haben nun an diesem Praxisbeispiel gesehen, wie die Bewerbung aufgearbeitet werden kann. Aber die Betonung liegt darauf, dass es ein BEISPIEL ist, ein MUSTER. Und das heißt nicht, dass Sie das abkupfern sollten, sondern Sie sollten diese Tipps, Tricks und Formulierungen zur Inspiration nutzen.

In diesem Beitrag haben Sie das Wichtigste darüber gelernt, wie die verschiedensten Bestandteile einer Bewerbung in einem Einzelfall eingesetzt werden konnten und Sie haben gelernt:

  • Es müssen nicht in jeder Bewerbung alle hier gelisteten Bestandteile
  • Es kann eine Bewerbung für einen durchaus häufig gewählten Beruf auch ganz individuell gestaltet werden.
  • Es dürfen die klassischen Bestandteile einer Bewerbung gut und gerne so abgewandelt werden, dass sie zum Beruf und zum Bewerber passen.
  • Es darf arrangiert und kreiert werden, denn die Bewerbung ist eine Marketing-Aktion zur eigenen Person und wer dies so begreift, weiß auch, dass Marketing-Aktionen immer mit Blick auf Inhalte, Konsumenten und Rezipienten konzipiert werden.

Das Schreiben einer Bewerbung war nicht immer ein derart kreativer Job. Früher gab es nur drei Hauptbestandteile einer Bewerbung. Gut für die Strukturfreaks – schlecht für die kreativen Köpfe. Doch mit der Differenziertheit der beruflichen Leistungsportfolios der Bewerber haben sich auch Bewerbungen verändert. Sie sind vielseitiger geworden, bieten mehr und können mehr – und zwar im Positiven wie auch im Negativen. Daher ist es nötig und sinnvoll sich an Checklisten zu orientieren, um kein absolutes Novum an den Personalreferent zu schicken, denn: Personalreferenten gehören häufig zur „alten Schule“. Das heißt, dass sie ein gewisses Kontingent an Altbewährtem brauchen, um neue Ideen auch als Innovation begreifen zu können.

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