Ort und Datum Ihres Bewerbungsschreibens

Stimmen Sie uns zu, wenn wir Ihnen sagen, dass die Verlässlichkeit mancher Zustellbetriebe manchmal zu wünschen übrig lässt? Und genau aus diesem Grund kann es von essentiell wichtiger Bedeutung sein, sich mit Ort und Datum Ihres Bewerbungsschreibens auseinanderzusetzen. Natürlich müssen Sie hier wahrheitsgemäße Angaben machen, doch manchmal kann eine Ortsangabe wahrlich für Verwirrung sorgen und die Abweichung des Datums um nur einen Tag entscheidend für die Besetzung der Stelle sein.

Bewerbungsmappe pünktlich aus der Heimat senden

Es gibt eine ganz einfache Methode, mit Blick auf Ort und Datum Ihres Bewerbungsschreibens auf Nummer sicher zu gehen – und diese heißt: Senden Sie die Bewerbungsmappe fristgerecht und von ihrer Heimat aus, dann müssen Sie auch bei der Angabe von Ort und Datum auf dem Bewerbungsschreiben nicht tüfteln, sondern dürfen einfach reale Daten aufschreiben.

Für den Fall, dass Sie die Bewerbung recht knapp zur Deadline einreichen, sollten Sie darauf achten, dass die Bewerbungsunterlagen auch sicher an dem angegebenen Tag versendet werden, denn bei festgelegten Einsendeschlüssen entscheidet das Datum des Poststempels darüber, ob ein Brief fristgerecht oder verspätet eingereicht wurde.

Worst-Case-Szenario

Sie schummeln mit dem Datum auf Ihren Bewerbungsunterlagen und der Zusteller ist sehr schnell und stempelt den Brief noch ab. Nun werden Sie von einem findigen Personalreferenten sehr schnell als Schummler überführt. Und das wirft kein gutes Licht auf Sie.

Für den Fall, dass Sie in keinem Fall schaffen können, die Bewerbung fristgerecht einzureichen, weil Sie aus irgendwelchen relevanten Gründen verhindert waren, sollten Sie in die Offensive gehen. Greifen Sie zum Hörer und sprechen Sie mit dem im Inserat ausgewiesenen Ansprechpartner oder mit dem Personalreferenten. Erklären Sie ihm kurz, wie lange Sie Aufschub benötigen und warum. Nun haben Sie zumindest eine 50:50-Chance, eine ordentliche Fristverlängerung zu erhalten.

Zur passenden Position gilt

Das Datum wird mit zwei Leerzeilen Abstand zur Anschrift des Empfängers rechtsbündig notiert. Bei der Schreibweise des Datums gibt es unter anderem diese Varianten:

  • die klassische Darstellung: Tag.Monat.Jahr (in Zahlenform oder ausgeschrieben)
  • die internationale Variante: Jahr-Monat-Tag

Eine Gesetzgebung oder Regelung, welche Schreibweise des Datums es sein soll, gibt es nicht. Allerdings gilt: An jeder Stelle in der Bewerbung, an der das Datum sichtbar wird, sollte es in derselben Schreibweise dargestellt werden – und auch denselben Inhalt haben. Unterscheidet sich das Datum des Lebenslaufs vom Datum des Bewerbungsschreibens, hat das schnell den Anschein, als ob der Lebenslauf nicht etwa individuell auf den Betrieb zugeschnitten wurde – und das sieht der Personalreferent gar nicht gern.

Ort und Datum Ihres Bewerbungsschreibens: Wo ist der Ort geblieben?

Mit Blick auf die genaue Seitenstruktur, die nach DIN 5008 angelegt ist, wird allerdings auch eins deutlich: Es ist keine Rede mehr von der Angabe des Orts.  Und das lässt sich ganz einfach erklären, denn nach der aktuellen DIN 5008 kann die Ortsangabe ruhig entfallen. Aussagekräftig ist eine Ortsbezeichnung heutzutage ohnehin nicht mehr. Wichtig ist nur, dass sich der Bewerber darüber klar ist, wo sein künftiger Einsatzort sein könnte. Davon hängt dann letztlich auch ab, ob er mit dem Jobwechsel auch einen Ortswechsel anstrebt. Liegen Heimatort und Arbeitsort ohnehin sehr weit auseinander, so geht das bereits aus den Kontaktdaten hervor – und muss beim Datum nicht noch einmal explizit aufgeführt werden.

Achtung Falle: Im Lebenslauf steht der Ort immer noch

Zugegeben, es ist nicht ganz stringent, nun beim Lebenslauf doch wieder beide Informationen aufzunehmen, doch bei der Auflistung der persönlichen Meilensteine gilt: Am Ende des Lebenslaufes wird linksbündig Ort und Datum gesetzt. Die Unterschrift steht rechts. Ob Ort und Datum handschriftlich auf das Papier kommen, oder im Zuge des Lebenslaufs auch mit dem Computer geschrieben werden, ist dabei unerheblich. Das Lebenslauf-Design entscheidet folglich darüber, ob beides handschriftlich auf den Lebenslauf kommt oder ob nur die Unterschrift selbst in feinster Schrift darunter gesetzt wird.

Tipp für Kritzler

Wer die sprichwörtliche Sauklaue nicht leugnen kann, der kann sich damit behelfen, eine Zeile einzuziehen, unter der der Name in Computerschrift steht. Darüber wird dann unterschrieben. Ob es sinnvoll ist „ordentlich“ zu unterschreiben, darüber scheiden sich wahrlich die Geister, denn: Eine Unterschrift muss nicht etwa leserlich sein, sondern ist Ihre Unterschrift unter einem Dokument, die im besten Falle nicht fälschbar ist.

Das Nonplusultra

Ein Füllfederhalter mit blauer Tinte ist das Nonplusultra der Schreibgeräte, die Sie zum Unterschreiben Ihres Lebenslaufes auswählen sollten. Eine ansprechende Unterschrift in blauer Tinte kann der kompletten Bewerbung einen edlen und eleganten Touch geben und hebt sich zudem gut von der schwarzen Schrift der übrigen Bewerbungsunterlagen ab.

Auch online nötig

Wer glaubt, er könne sich mit einer Online-Bewerbung darum drücken, eine Unterschrift unter den Lebenslauf zu setzen, der irrt, denn dabei wird das Prozedere nur etwas aufwendiger. Weglassen dürfen Sie die Unterschrift allerdings in keinem Fall. Hier müssen Sie auf einem weißen Blankofeld unterschreiben, das Blatt anschließend einscannen und die Unterschrift in den Lebenslauf einfügen. Verschicken Sie Ihre Online-Bewerbung dann ausschließlich als geschlossenes pdf-Dokument.

Ort und Datum Ihres Bewerbungsschreibens = Pflicht? Nein, eher im Lebenslauf!

Nach diesem Artikel sind Sie um eine wichtige Erkenntnis reicher, denn nun wissen Sie, dass Ort und Datum sehr wohl Teil des Lebenslaufes sein müssen, allerdings im Bewerbungsschreiben mittlerweile auf die Nennung des Ortes verzichtet wird. Bleibt abzuwarten, wann der Ort auch im Lebenslauf verschwindet. Ersatzlos gestrichen wird er indes wahrscheinlich nicht, denn mit Blick auf die vielen Einzelteile, die heute eine Bewerbung ausmachen, zeigt sich: Selbst wenn der Ort nicht mehr im Lebenslauf erwähnt wird, so gibt es doch zahlreiche andere Bausteine einer Bewerbung, die neu hinzugekommen sind oder optionale neue Bereiche einer Bewerbung sein können. Weniger umfangreich wird die Bewerbung also nicht. Tendenziell werden Bewerbungsunterlagen heute eher umfangreicher.

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