So funktioniert die perfekte schriftliche Bewerbung

Sie fragen sich, wie Sie eine perfekte, schriftliche Bewerbung kreieren können? Wir können Ihnen diese Frage auf ganz vielseitige Art und Weise beantworten. Aus diesem Grund haben wir zahlreiche Ratgeberartikel auf diesem Portal, die Ihnen die folgenden Themen näherbringen:

Die Fragen an den Profi: Was braucht eine perfekte schriftliche Bewerbung?

Heute werden wir Ihnen anhand des folgenden Interviews zeigen, was ein Personalreferent für Details benennt, die eine Bewerbung zur perfekten schriftlichen Bewerbung machen.

Was sind die drei Hauptpunkte, die Sie auf die Frage nach der perfekten schriftlichen Bewerbung nennen würden?

Personalreferent: Die Schwierigkeit ist eigentlich, sich auf drei Punkte zu beschränken. Mal sehen: Innovationsgeist, Authentizität und Persönlichkeit, würde ich sagen.

Da diese Punkte weit entfernt liegen von den Klassikern, die in den Bewerbungsbüchern als die Grundbestandteile einer perfekten schriftlichen Bewerbung genannt werden, müssen Sie uns diese doch einmal genauer erklären.

Personalreferent: Da kann ich gleich bei Ihrer Antwort anfangen: Bewerbungsbücher sind für mich nicht innovativ. Deswegen unterstelle ich jedem, der sich Gedanken darüber macht, wie eine innovative Form der Bewerbung aussehen kann, Innovationsgeist. Punkt 2, Authentizität, versprüht eine Bewerbung dann, wenn ich spüre, dass der Bewerber einem inhaltlichen roten Faden folgt. Idealerweise ist dieser rote Faden in seiner Persönlichkeit verankert. Dann kann eine perfekte schriftliche Bewerbung abgegeben werden.

Fernab von jeder Struktur?

Personalreferent: Nein, das sicher nicht. Aber die Frage nach der Struktur ist heute ganz und gar nicht mehr so einfach zu beantworten, denn es gibt es eine Vielzahl an Bausteinen, die heute zum Teil der Bewerbung werden können.

Können Sie sagen, was Pflicht und was Kür ist?

Personalreferent: Selbstverständlich. Pflicht sind Bestandteile wie Bewerbungsschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse. Bei der Kurzbewerbung sind nicht einmal mehr diese nötig. Kür sind optische Dinge wie das Deckblatt oder strukturierende Bestandteile wie das Anlagenverzeichnis. Kreativ wird’s auf der Dritten Seite einer Bewerbung. Aber das ist alles nicht ausschlaggebend.

Das heißt, es ist unwichtig, wie viele Bestandteile eine Bewerbung hat?

Personalreferent: Nicht unwichtig von Grund auf, wohl aber unwichtig, wenn man bedenkt, dass es sicherlich kein sinnvoller Rat ist, möglichst viele Bestandteile, die es für eine Bewerbung gibt, mitaufzunehmen, denn entscheidend ist, dass alle Bestandteile zum Bewerber und zum Job passen müssen. Ein Beispiel: Wer sich um einen 400-Euro-Job bemüht und ein Leistungsverzeichnis und Referenzen ausweist, übertreibt maßlos. Wer Zeugnisse, Zertifikate, Referenzen und die Dritte Seite anführt, dort aber keine relevanten Inhalte positioniert oder immer dieselben, macht ebenso etwas falsch. Es muss einfach passen.

Und was schätzen Sie, ganz persönlich?

Personalreferent: Ich mag die Dritte Seite der Bewerbung.

Und warum?

Personalreferent: Weil ich es schön finde, wenn sich Bewerber auf dieser Dritten Seite dessen bewusst werden, dass sie etwas ganz Besonderes sind – und dort niederschreiben, warum sie dieser Meinung sind. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich halte überhebliche oder gar arrogante Bewerber absolut nicht für das angenehmste Klientel, aber ich schätze es, wenn Bewerber sich mit Ihrem eigenen Stärkenprofil auseinandersetzen und dieses mit meinen Anforderungen abgleichen. Das passiert – im besten Falle – auf der Dritten Seite der Bewerbung.

Und was ist in Ihren Augen überflüssig?

Personalreferent: Zertifikate beizufügen ist in meinen Augen überflüssig bzw. plustert die Bewerbung nur unnötig auf. Ich persönlich blättere meist gar nicht erst bis zu der Stelle, an der die Zertifikate eingeheftet sind, weil sie meist ohnehin im Lebenslauf herauskommen. Gute Bewerbungen zeichnen sich nämlich dadurch aus, dass Bewerber nicht nur Ihre Stationen im Lebenslauf skizzieren, sondern jeweils auch dazuschreiben, was Sie in der jeweiligen Position geleistet haben. An dieser Stelle ist dies meiner Meinung nach sinnvoller platziert, als irgendwo im Anhang das Zertifikat eines EDV-Kurses beizulegen, das unsereins gar nicht zuordnen kann, wenn wir nicht Daten abgleichen und abwägen, wo es hinpasst. Diese Mühe macht sich kaum jemand, deswegen würde ich jedem Bewerber raten, den Lebenslauf insofern zu pimpen, das dort auf den ersten Blick erkennbar ist, was hinter der entsprechenden Stellenbeschreibung steckt. Heutzutage verstehen ohnehin die wenigsten, welche Tätigkeitsbereiche sich hinter einem Titel verstecken.

Haben Sie weitere Tipps dieser Art für die Leser parat?

Personalreferent: Nutzt meine Vorgabe! Das heißt: Nutzt das, was ich in die Stellenanzeige schreibe. Dort ist meist genau abzulesen, wer sich bitteschön bewerben soll. Und ich möchte wirklich nachdrücklich an alle Jobsuchenden appellieren und sagen: Bewerbt euch nur auf die Jobs, für die Ihr auch qualifiziert seid. Alle anderen Bewerbungen werden nur mit Absagen honoriert und sorgen entsprechend für Frust. Das muss nicht sein. Wenn ihr nicht mindestens 80 Prozent des Anforderungskatalogs abdecken könnt, dann ist die Stelle nicht die Richtige für euch.

Aber wie genau sind die Beschreibungen denn dann gehalten?

Personalreferent: Suche ich eine Fachkraft für einen bestimmten Bereich, weil ich dort eine spezielle Stelle neu besetzen muss, dann ist das Jobprofil sehr genau beschrieben. Suche ich eine Fachkraft mit speziellen Kernkompetenzen, dann halte ich das Anforderungsprofil auch relativ standardisiert, das heißt: Wer die Ausbildung oder das Studium absolviert hat, kann sich bewerben und hat auch die Chance auf ein Vorstellungsgespräch. Dann entscheiden letztlich die Sympathie, die Persönlichkeit und viele weitere winzig kleine Faktoren darüber, ob ein Bewerber eine Chance auf die Stelle hat.

Können Sie uns ein paar dieser winzig kleinen Faktoren nennen?

Personalreferent: Ich persönlich finde es wichtig, dass ein Bewerber Bezug zu unserem Unternehmen, zu unserer Gegend und zu unserer Philosophie hat. Das kann ich mit Blick auf die Stationen des Lebens, aber auch mit Blick auf das bisschen Privatleben herausfinden, das er vielleicht mit einer Vereinszugehörigkeit preisgibt. Die Dinge, die einen Menschen ausmachen, sind übrigens häufig das Zünglein an der Waage, denn es wird immer auch ein Mensch eingestellt, der zu einem Team passen muss und nicht nur eine Ansammlungen von Qualifikationen.

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