wie schreibe ich eine Bewerbung

wie schreibe ich eine BewerbungWenn Sie nicht gerade zu den professionellen, beruflich engagierten Bewerbungsschreibern gehören, haben Sie sich diese Frage sicherlich auch schon einmal gestellt: Wie schreibe ich eine Bewerbung? Wir verraten Ihnen eins: Gefährliches Halbwissen greift gerade in diesem Punkt um, denn die grobe Aufteilung bekommen vielleicht noch einige zusammen, doch mit Blick auf die Details wird es schon mau. Deswegen haben Sie sich auf die Suche nach einer Antwort auf die Frage „wie schreibe ich eine Bewerbung?“ gemacht und sind folgerichtig auf diesem Beitrag gelandet. Wir verraten Ihnen die wichtigsten Details rund um die Bewerbung – die auch zum Traumjob führt.

Die einzelnen Bausteine einer Bewerbung

Einst war eine Bewerbung vergleichsweise schnell zusammengezimmert, denn sie bestand aus einem Anschreiben, einem Lebenslauf und ein paar Zeugnissen. Mittlerweile scheint es eine kleine Wissenschaft für sich zu sein, die passenden Unterlagen auszuwählen und die Bewerbungsmappe so zu kreieren, dass zumindest eine Einladung zum Bewerbungsgespräch folgt. Warum? Das wird mit Blick auf diese Liste an Möglichkeiten deutlich, denn das alles KANN heutzutage Teil der Bewerbung werden:

  1. Ein Deckblatt. Das ist zwar keine Pflicht, gibt aber der Bewerbung einen hochwertigen Schliff und wirkt sehr professionell.
  2. Das Bewerbungsanschreiben. Das Anschreiben wird auf die Bewerbungsmappe gelegt bzw. (bei einer Online-Bewerbung) als einzelnes Dokument verschickt. Schwierig zu erstellen ist das Bewerbungsanschreiben allemal, denn: 0-8-15-Einleitungen bringen Personalreferenten dazu, die Bewerbung schneller auf den Absagestapel zu katapultieren, als das den Bewerbern lieb ist.
  3. Der Lebenslauf. Allein schon dieser Anfang strotzt förmlich vor Ironie, denn es gibt heute längst nicht mehr EINEN Lebenslauf, sondern auch hier gibt’s mehrere Varianten, wie ein Lebenslauf gestaltet werden kann. Die modernste Variante sieht vor, dass die aktuellste Anstellung an erster Stelle steht und die anderen Meilensteine rückwärts chronologisch dahinter sortiert werden. Nach wie vor gibt es aber auch die klassische Variante, bei der zunächst die Schulbildung chronologisch gelistet wird, der dann die Ausbildung und die Berufstätigkeit folgt.
  4. Die Leistungsbilanz. Dabei handelt es sich um einen wahren Exoten der Bewerbungsmappe, denn die Leistungsbilanz ist nur sehr eingeschränkt nutzbar, soll aber an dieser Stelle der Vollständigkeit halber als Option mit aufgeführt werden. Wer sie nutzen kann? Mitarbeiter im Consulting-Bereich, Selbstständige und Bewerber mit mehreren Berufsabschlüssen.
  5. Das Anlagenverzeichnis. Diese Möglichkeit kommt Ordnungsfanatikern zugute, denn das Anlagenverzeichnis fungiert als Inhaltsverzeichnis über Zeugnisse und Zertifikate. Es ist ein optionaler Part, der dem Personalreferenten eine wichtige Hilfestellung geben kann, wenn viele Anlagen Teil der Bewerbung sind.
  6. Die Referenzen. In den USA sind sie Gang und Gäbe: die Referenzen. Mittlerweile schwappt der Trend, Leumunds zu benennen, die Aussagen zu den beruflichen Fähigkeiten eines Bewerbers machen können, auch nach Deutschland über. In Deutschland wird diese Variante häufig von Führungskräften verwendet.
  7. Die Zeugnisse (Arbeitszeugnisse). Endlich wieder eine bekannte Komponente, die bereits seit jeher Teil eines Zeugnisses ist. Doch so ganz stimmt das auch nicht, denn früher fügte man ein oder zwei Zeugnisse an – heute hat man häufig die Wahl zwischen einer ganzen Reihe an Zeugnissen, die der Bewerbungsmappe beigelegt werden können. Auch hier gilt (ähnlich wie beim Lebenslauf). Modern ist, das aktuellste Zeugnis oben auf zu legen.
  8. Die Zertifikate. Wer etwaige Weiterbildungen, Fortbildungen und Zusatzqualifikationen mit einem Zertifikat untermauern kann, darf dies tun – muss es aber nicht tun. Das heißt, dass die Beilage von Zertifikaten eine optionale Variante ist. Zertifikate bergen aber auch eine Gefahr: Häufig werden zu viele Bescheinigungen beigelegt, die das Profil nicht schärfen, sondern den Anschein vermitteln, dass die Bewerbung künstlich aufgeplustert werden soll. Wichtig: Achten Sie bei der Auswahl der Zertifikate darauf, dass nur die beigelegt werden, die auch inhaltlich zur Stelle passen.
  9. Die Zeugnisse (Schulzeugnisse): Auch hier gilt, dass in der modernen Variante das aktuellste Schulzeugnis obenauf liegt. Bei den Schulzeugnissen können Sie mitunter sehr viel aussortieren, denn keinen Personalreferenten interessieren Ihre Leistungen der Grundschule. Vielmehr zählt Ihr höchster erworbener Schulabschluss, den Sie hier via Zeugnis nachweisen sollten.
  10. Die Arbeitsproben. Zeigen Sie, was Sie können – aber bitte nur, wenn Sie darum gebeten werden. Soll heißen: Sie können gerne Arbeitsproben beilegen, allerdings nur, wenn das laut Inserat auch gewünscht ist. Ansonsten können Sie Ihre Werke alternativ auch zum Vorstellungsgespräch mitbringen.

Die wichtigsten Formulierungstipps zur Bewerbung

Auf die Frage “wie schreibe ich eine Bewerbung” kann es natürlich auch eine Antwort geben, die nicht strukturelle Informationen beinhaltet, sondern inhaltliche. Es gibt eine einfache Methode, mit der Sie stilistisch in jedem Fall auf der sicheren Seite sind. Beherzigen Sie diese Tipps und Sie können aus Ihrer Bewerbung eine Einladung zum Vorstellungsgespräch machen.

  • Verbannen Sie leere Worthülsen und 0-8-15-Phrasen komplett aus Ihrer Bewerbungsmappe und setzen Sie auf konkrete, belegbare Inhalte und persönliche Statements. „In der Anlage sende ich Ihnen“ und „bezugnehmend auf“ sind wahre Schnarch-Sätze einer Bewerbung.
  • Formulieren Sie prägnant und einprägsam. Achten Sie dabei auf eine aussagekräftige Wortwahl.
  • Nutzen Sie das Stellenangebot als Gliederung oder Inhaltsverzeichnis und beantworten Sie dabei möglichst viele Fragen nach einer speziellen Qualifikation in Ihrer Bewerbung. Dabei können Sie ruhig Haken hinter die einzelnen Punkte setzen. Je mehr Haken Sie setzen können, desto besser sind Sie qualifiziert für die Stelle und desto passgenauer können Sie auch Ihre Bewerbung gestalten.
  • Verzichten Sie auf das übermäßige Verwenden von ICH-Sätzen zugunsten von Formulierungen, bei denen klar wird, dass Sie sich in Ihr Gegenüber hineinversetzen. Ein Beispiel: „Sie suchen Verstärkung für Ihr Team. Die Qualifikation dafür konnte ich … erreichen.“ Anstatt: „Ich bin die Unterstützung für Ihr Team. Ich habe die Qualifikation dafür.“
  • No-Go-Worte in einer Bewerbung sind diese: super, total, einmalig, aber auch eigentlich, eventuell, unter Umständen und vielleicht. Das heißt, dass platte und plumpe Übertreibungen ebenso verbannt werden sollen wie Relativierungen mit Blick auf die eigene Leistungsfähigkeit.

Wie schreibe ich eine Bewerbung? Mit Blick auf Struktur und Inhalt.

In diesem Beitrag haben Sie nun die wichtigsten strukturellen und inhaltlichen Details kennengelernt, die Sie als Rüstzeug brauchen, um eine sehr gute Bewerbung zu erstellen. Weiteres Detailwissen vermitteln wir Ihnen in anderen Fachartikel auf dieser Seite.

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