Tipps zum Bewerbungsschreiben Ausbildungsplatz

Bewerbungsschreiben AusbildungsplatzDie Bewerbungsanschreiben für einen Ausbildungsplatz folgen anderen Regeln als die Bewerbung um einen Arbeitsstelle. Andere Schwerpunkte sind dabei wichtig. Deshalb sollten sich Bewerber auf keinen Fall an der Bewerbung eines Arbeitnehmers orientieren, sondern sich Beispiele von Bewerbungen speziell für eine Ausbildung heraussuchen. Der Grund dafür ist einfach: Die meisten angehenden Auszubildenden haben kaum oder keine Berufserfahrung nachzuweisen. Auszubildende müssen vielmehr ihre persönlichen Stärken und die Motivation für diesen Ausbildungsplatz herausstellen.

Mithilfe der folgenden drei Fragen entsteht das Grundgerüst für das Bewerbungsschreiben Ausbildungsplatz

  1. Warum möchte ich ausgerechnet diese Ausbildung beginnen?
  2. Was zeichnet mich aus, dass ich genau der richtige Bewerber für diese Ausbildungsstelle bin?
  3. Warum will ich unbedingt in diesem Unternehmen meine Ausbildung absolvieren?

Anschreibenvorlagen auf keinen Fall kopieren!

Mit den drei vorangegangenen Fragen entsteht ein roter Faden für das Bewerbungsanschreiben. Die Versuchung ist groß, sich nun im Internet entsprechende Anschreiben herauszusuchen und einfach per Copy & Paste zur eigenen Bewerbung zu machen, hier und da eine kleine Anpassung – fertig. Das kann fürchterlich ins Auge gehen. Diese Anschreiben sollten lediglich inspirieren, um sein ganz persönliches Bewerbungsanschreiben zu verfassen. Folgende Gründe sprechen dagegen, die Vorlage einfach zu kopieren:

  • Geübte Mitarbeiter der Personalabteilung erkennen sofort Textbausteine oder Standardformulierungen. Entsprechende Bewerbungen sortieren sie oft schon im Vorfeld aus.
  • Der Vorlage fehlt eine persönliche Note, die bei der Bewerbung um eine Ausbildungsstelle jedoch sehr wichtig ist.
  • Zu elegante Formulierungen lassen oftmals den Eindruck entstehen, der Bewerber hat seine Bewerbung nicht selbst geschrieben. Spätestens im Vorstellungsgespräch merken Personaler dann sehr schnell, ob der Auszubildende das Bewerbungsschreiben Ausbildungsplatz selbst verfasst hat oder nicht.

Ist die Enttäuschung über das „Abschreiben“ bei der verantwortlichen Person im Unternehmen zu groß, bestehen schlechte Chancen, den ersehnten Ausbildungsplatz zu bekommen.

Motivation des Bewerbers herausstellen

Ein wichtiger Punkt bei der Erstellung des Bewerbungsschreibens Ausbildungsplatz ist die Motivation des Bewerbers. Darum sollte sich der angehende Auszubildende intensiv Gedanken. Wie dies dann für die Bewerbung formuliert wird, ist gar nicht das Entscheidende. Personaler erwarten keine geschliffenen oder perfekten Formulierungen. Wichtig sind eine gute Rechtschreibung und ein verständliches Deutsch.

Die Wahl der Sprache im Bewerbungsschreiben Ausbildungsplatz

Angehende Auszubildende haben in der Regel noch sehr wenig Erfahrungen vorzuweisen. Entsprechend leise und zurückhaltend sollte dann auch das Anschreiben sein. Eine zu selbstbewusste Sprache ist hier nicht angebracht. Der Verweis auf relevante Praktika ist sinnvoll, jedoch sollte die Leistung nicht über Gebühr gelobt werden. Wurden entsprechende Praktikumszeugnisse ausgestellt, sollten diese ebenfalls beigefügt werden.

Aber Vorsicht: Aus Gefälligkeit besonders positiv formulierte Empfehlungsschreiben fallen erfahrenen Personalern zumeist sofort auf. Die Glaubwürdigkeit des Bewerbers steht dann auf dem Spiel und die Chancen auf die Ausbildungsstelle sinken.

Checkliste für das Bewerbungsschreiben Ausbildungsplatz – Formalien

Klassischerweise orientiert sich eine Bewerbung an den Regeln der DIN 5008. Dabei handelt es sich um eine Norm zum generellen Aufbau von geschäftlichen Schreiben. Folgende Elemente sollte das Bewerbungsanschreiben unbedingt enthalten:

  • Name, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse
  • Datum, das rechtsbündig stehen muss
  • Empfängeranschrift
  • Betreffzeile: konkrete Nennung, um welchen Ausbildungsplatz es sich handelt
  • Verzeichnis der Anlagen

Bei der Erstellung der Bewerbung unbedingt auf Rechtschreibung, Grammatik und Tippfehler achten. Im Zweifel lieber Korrektur lesen lassen.

7 Tipps für das Bewerbungsschreiben Ausbildungsplatz

  1. Rechtzeitig anfangen

Viele Ausbildungen beginnen direkt nach den Sommerferien, spätestens Anfang September oder Oktober. Vor allem die größeren Unternehmen fangen schon ein oder anderthalb Jahre davor an, ihre Ausbildungsstellen zu besetzen. Wer seine Bewerbung erst im Januar schreibt, ist dann zu spät dran. Tipp: Bei attraktiven Arbeitgebern schon zwei Jahre vor Ausbildungsbeginn anfragen.

  1. Formale Voraussetzungen erfragen

Beim ersten Kontakt mit dem Unternehmen sollten auch gleich die formalen Voraussetzungen für die Ausbildung geklärt werden. Neben Mindestalter und erforderlichem Schulabschluss können auch Notendurchschnitt, einschlägige Praktika oder ausbildungsrelevante Fächer zu den unternehmensspezifischen Anforderungen gehören.

  1. Die Bewerbungsmappe

Die Bewerbungsmappe ist wichtig, sie ist die Visitenkarte des Bewerbers und vermittelt einen ersten Eindruck. Daher ist es wichtig, dass nicht nur der Inhalt perfekt vorbereitet ist. Eine vollständige Bewerbungsmappe enthält:

  • unterschriebenen Lebenslauf
  • professionelles Lichtbild
  • Kopie des Schulzeugnisses
  • Bewerbungsanschreiben
  • Kopie der Nachweise über absolvierte und relevante Praktika
  • falls verlangt: eine Kopie des polizeilichen Führungszeugnisses
  1. Auf die Wirkung achten

Die Bewerbungsmappe muss nicht nur vollständig sein. Sie sollte auch sauber und ordentlich sein. Das heißt, eine saubere Mappe, am besten mit durchsichtigem Deckel, ein sauberer Umschlag, hochwertige Kopien (ohne Kaffeeflecken!) und ein professionelles Bewerbungsfotos. Das zusammen trägt zu einer positiven Wirkung der Bewerbungsunterlagen bei. Tipp: Zeugnisse werden niemals im Original eingereicht, sondern immer als Kopie.

  1. Die richtigen Nachweise wählen

Was auf jeden Fall in die Bewerbungsmappe gehört, ist eine Kopie des letzten Schulzeugnisses. Sind die Noten nicht die besten, besteht die Möglichkeit, die letzten beiden Zeugnisse, sofern diese besser sind, ebenfalls beizulegen. Die Nachweise von Praktika oder ehrenamtlicher Tätigkeit sollten Sie sorgfältig auswählen und nur die Nachweise beifügen, die für die jeweilige Bewerbung auch relevant sind.

  1. Auf die Länge achten

Lebenslauf und Bewerbungsanschreiben sollten bei der Bewerbung um eine Ausbildungsstelle höchstens eine DIN-A4-Seite lang sein. Dabei ist es wichtig, dass das Anschreiben mindestens drei Viertel der Seite abdeckt. Tipp: Je nach Schriftart die Schriftgröße elf oder zwölf wählen.

  1. Nachdem die Bewerbung im Briefkasten liegt

Wer sich postalisch oder per E-Mail bewirbt, sollte nach wenigen Tagen telefonisch nachfragen, ob die Bewerbung eingegangen ist. Das erregt nicht nur Aufmerksamkeit und zeigt echtes Interesse, auf diese Weise lassen sich Probleme beim Versand ausschließen. Außerdem kann bei dieser Gelegenheit nach einem groben Zeitrahmen für die erste Rückmeldung gefragt werden.