Bewerbungsunterlagen–Tipps zu Outfit und Inhalt

Die Bewerbungsunterlage - TippsVorhang auf. Bühne frei. Sicherlich stimmen Sie mit uns darüber überein, dass Bewerbungsunterlagen genau das sind: Ihr erster Auftritt vor dem neuen, potentiellen Arbeitgeber. Und natürlich möchten Sie in diesem Stück die Hauptrolle spielen und selbstverständlich müssen Sie dabei bereits beim Vorsprechen glänzen. Deswegen haben wir diesen ersten Akt im Theaterstück rund um die Bewerbungsunterlagen – Tipps zu Outfit und Inhalt benannt. Unser Ziel ist es Ihnen in diesem Beitrag zu zeigen, auf was es bei den Bewerbungsunterlagen ankommt.

Bewerbungsunterlagen-Tipps zu Outfit und Inhalt. Die Übersicht

Es gibt eine einfache Methode, wie Sie inhaltlich und äußerlich attraktive Bewerbungsunterlagen erstellen können. Welche Punkte bei den beiden großen Themenkomplexen zu finden sind, zeigt die Übersichtstabelle, die wir Ihnen zu Beginn als Checkliste präsentieren möchten.

Bewerbungsunterlagen-Tipps zu Outfit Bewerbungsunterlagen-Tipps zum Inhalt
  • Bewerbungsunterlagen müssen auf den ersten Blick stimmig wirken. Das heißt: Wer ein Layout nutzen möchte, muss dies durch die ganze Bewerbung hindurchführen. Idealerweise werden sogar Zeugnisse und Zertifikate so präsentiert.
  • Das Design der Bewerbungsunterlagen ist sehr branchenspezifisch. Wer sich auf eine Lehrstelle bewirbt, muss keinen Grafiker für die Bewerbung engagieren. Wer in der Medien- und Marketingwelt arbeiten möchte, muss hier schon etwas kreativer sein.
  • Trotz aller kreativer Ideen gilt: Das Design der Bewerbungsunterlagen sollte die Inhalte unterstreichen, sie aber keinesfalls überschreiben oder gar überdecken. Ergo: Ein zu dominantes Design wäre hier fehl am Platz.
  • Vorsicht bei der Farbgestaltung! Gediegene Farben kommen meist besser an als Limettengrün und Pink. Allerdings gilt auch hier: Die Branche entscheidet.
  • Mittlerweile gibt es eine Reihe von inhaltlichen Möglichkeiten, die Sie zwingend in den Bewerbungsunterlagen unterbringen sollten. Obligatorische Parts sind: Anschreiben, Lebenslauf, Arbeitszeugnisse und schulische Zeugnisse. Optional können diese Parts ergänzt werden: Deckblatt, Leistungsbilanz, Anlagenverzeichnis, Referenzen, Zertifikate, Arbeitsproben.
  • Der Inhalt der Bewerbungsunterlagen sollte in sich stimmig sein. Firmennamen sollten im Lebenslauf ebenso geschrieben werden wie in den Zeugnissen. Auch die Reihenfolge der Unterlagen sowie die Positionsbeschreibungen sollten entsprechend übereinstimmen.
  • Der Inhalt der Bewerbungsunterlagen sollte als Serviceleistung für den Personalreferenten so aufgebaut sein, dass dieser bereits auf einen Blick die wichtigsten Fakten rund um den Bewerber erkennt. Anschließend können Details folgen, die bei starkem Interesse im zweiten Schritt gelesen werden.

Szenenwechsel: Das erwartet der Personalreferent

Nach diesem ersten, übersichtlichen Einstieg möchten wir Sie am Profi-Wissen eines Personalreferenten teilhaben lassen, der tagein, tagaus über Bewerbungen sitzt und weiß, worauf sein erster Blick fällt. Wir haben direkt nachgefragt …

Gibt es DIE Stelle der Bewerbungsunterlagen, auf die JEDER Personalreferent immer als Erstes schaut?

Personalreferent: Ich denke, dass jeder Personalreferent hier seine eigene „erste Stelle“ hat. Häufig steckt dahinter das Unternehmensleitbild, das da sagt: Praktiker müssen her. Dann fällt natürlich der erste Blick auf die Berufserfahrung des Bewerbers. Andere wiederum verstehen sich als Erfolgsschmiede von Young Professionals – und setzen auf Uni-Absolventen. Natürlich kucken sie zuerst auf den höchsten Schulabschluss.

Das heißt, der Inhalt ist entscheidend?

Personalreferent: Eine pauschale Antwort werden Sie von mir nicht erhalten. Da kann ich nur falsch liegen. Ich habe Kollegen, die nur darauf schauen, ob im Bewerbungsschreiben ein Rechtschreibfehler zu finden ist. Das ist ihr Weg, um die Fülle an Bewerbern einzudämmen. Und das geht erschreckenderweise recht gut. Andere wieder werfen alle Bewerbungen auf den Absage-Stapel, bei denen Sie mit „Sehr geehrte Damen und Herren“ angesprochen werden. Das ist wirklich ganz verschieden. Und wieder andere kucken vor allem auf das Gesamtpaket.

Also auf Design, Bewerbungsmappe, Layout?

Personalreferent: Ja. Man sollte es nicht glauben, aber die dreigeteilte Bewerbungsmappe ist mittlerweile ein wahrer Greul von vielen Personalreferenten.

Warum denn?

Personalreferent: Erstens ist sie unheimlich ausladend – und das auf meinem ohnehin vollgepackten Schreibtisch. Und zweitens ist sie meist unnötig aufgeplustert. Ich blättere beispielsweise gerne einfach mal so wie ein Daumenkino durch die Anlagen. Wenn ich hier Zertifikate über jedes Lebensdetail finde und diese noch dazu nicht zum Job passen, dann habe ich schon keine Lust mehr, mich durch die übrigen Unterlagen zu quälen – die meist genauso aufgeplustert sind.

Gibt es denn einen ultimativen Tipp, den Sie den Bewerbern mitgeben möchten?

Personalreferent: Individuell. Sachlich. Aussagekräftig. Klar. Übersichtlich. So stelle ich mir Bewerbungsunterlagen vor. Dann macht es mir auch sehr viel Spaß, mich mit dem Bewerber auseinanderzusetzen und herauszufieseln, ob er der Kandidat X ist, nach dem wir suchen.

Was sind in Ihren Augen die No-Gos?

Personalreferent: Papageien-Bewerbungen, die bunt und schrill sind. Schnörkel, die wirken, als möchte jemand eine Hochzeitsanzeige aufgeben. Zu witzige Bewerbungen, die mir Rummel-Gefühl vermitteln, aber an Seriosität vermissen lassen. Rechtschreibfehler, Copy-und-Paste-Fehler und dergleichen sind darüber hinaus ein absolutes No-Go.

Danke. Das war sehr plastisch.

Personalreferent: Gerne. Ich freue mich über die Möglichkeit, den Bewerbern einmal sagen zu dürfen: Ihr müsste keine Kopfstände machen, um einen Personalreferenten zu begeistern. Ihr solltet nicht von euch selbst erwarten, dass eine Bewerbung einschlägt wie ein Clown, der aus der Geburtstagsparty springt. Es geht hier um einen Job. Ergo: Seriosität und Professionalität sollten hier der Maßstab eures Handelns sein.

Das klingt, als hätten Sie mehr „ausgeflippte Bewerbungen“ als „Normale“?

Personalreferent: Das ist in jeder Branche anders. Im Handwerk geht’s ruhig und gediegen zu. Hier merkt man, dass Bewerbungsratgeber gelesen werden – manchmal Schlechte, manchmal Gute. In der Medienwelt und in kreativen Berufen hingegen gibt es mehr Bewerbungen, die optisch und inhaltlich hervorstechen. Sicher, dort erwartet man so etwas auch.

Unser Thema heute ist: Bewerbungsunterlagen-Tipps zu Outfit und Inhalt. Jetzt einmal Hand aufs Herz: Was ist wichtiger?

Personalreferent: Das ist wie bei einem Bild. Der Inhalt ist wichtiger. Aber er kann in einem schlechten Rahmen ganz schön mies wirken. Bewerber sollten sich nicht selbst das Wasser abgraben, indem sie versuchen beim Outfit aufzutrumpfen. Gesucht werden Fachkräfte, die mit Qualifikation überzeugen.

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