Aufbau einer Bewerbung. Eine Inhaltsübersicht.

Aufbau einer BewerbungStruktur und Inhalt gehen beim Aufbau einer Bewerbung in jedem Fall Hand in Hand. Sie stehen vor der Erstanlage Ihres Bewerbungs-Masters und sind sich unschlüssig, wie der Aufbau einer Bewerbung sein soll? Es gibt eine vergleichsweise simple Struktur, der eine Bewerbung folgen sollte, um eine Punktladung zu werden. In diesem Beitrag werden wir Ihnen ebendiese Struktur verraten und Ihnen damit die fünf (Bewerbungs-)Bestandteile zum Erfolg nennen.

Diese 5 Bestandteile gehören zum Aufbau einer Bewerbung dazu

1.) Die Begrüßung.

“Hallo, Bewerber Nummer 27, hatten Sie eine gute Anreise?” Jetzt mal Hand aufs Herz, möchten Sie etwa so zu Ihrem Vorstellungsgespräch begrüßt werden? Sicher nicht! Aber dann verhalten Sie sich bitte auch dem Personalreferenten oder Abteilungsleiter nicht ähnlich respektlos und lassen ihn zur Nummer verkommen, sondern recherchieren Sie Ihren Ansprechpartner genau. Diesen sprechen Sie mit der Grußformel „Sehr geehrter Herr XY“ oder „Sehr geehrte Frau XY“ an. Die Damen und Herren verbannen Sie bitte ein für alle Mal aus Ihrer Bewerbung.

2.) Die Kurzvorstellung.

Im einen oder anderen Ratgeber wird dieser Teil der Bewerbung häufig als “Kontaktanzeige” tituliert. Warum? Weil es darum geht in nur einem oder maximal zwei Sätzen zu sagen, wer sich hinter den Bewerbungsunterlagen verbirgt. Das heißt: Titel, Alter, Erfahrung, Motivation sind die vier Grundpfeiler die nun wohl formuliert ausgesprochen werden müssen. Sprechen eben diese Zeilen den Personalreferenten an, ist das bereits die halbe Miete. Denn: Ein „passender“ Bewerber erhält mehr Aufmerksamkeit als ein „Unpassender“. Und: Ein Bewerber, der es schafft, das Wesentliche auf den Punkt zu bringen, präsentiert sich meist gleich zu Beginn recht praxistauglich.

3.) Der Trommelwirbel.

In diesem Teil der Bewerbung geht es darum, Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten darzustellen. Fakten und Sacherfolge beherrschen diesen Teil einer Bewerbung. Dabei sollten die Erfolge durchaus wohl dosiert wiedergegeben werden. Wer hier in zehn Sätzen zehn durchgesetzte Einsparoptionen vorstellt, der wirkt leicht überheblich. Und auch menschlich könnte dieses Verhalten schnell fragwürdig wirken. Deshalb sollten die drei größten Highlights herausgepickt werden, die auch inhaltlich etwas unterfüttert werden. Wichtig: Greifen Sie sich nicht die Highlights heraus, die Ihnen den meisten Spaß oder Ruhm einbrachten, sondern stellen Sie die Meilensteine heraus, die am besten zur Jobdescription des Wunschjobs passen. Vorsicht: Eigenlob, das nicht belegbar ist, sollte sparsam gesät werden. Je nachdem wie rational der Personalreferent ist, desto mehr könnten Sie mit Fakten ohne Beweis ihr Ansehen als tougher Bewerber untergraben.

4.) Die ungemütlichen Must-haves.

Während der Eintrittstermin noch vergleichsweise einfach anzugeben ist – nennen Sie hier am besten Ihre vertraglich geregelte Kündigungszeit – ist die gefürchtete Gehaltsfrage gar nicht so einfach zu beantworten. Was ist, wenn wir Ihnen sagen würden, dass es eine ganz einfache Formel gibt, um Ihr Wunschgehalt zu berechnen. Nehmen Sie dazu Ihr aktuelles Gehalt bzw. das Markt-Gehalt für den Job, auf den Sie sich bewerben. Addieren Sie einen kleinen „Risikozuschlag“, denn wer sich aus einer ungekündigten Stellung heraus beruflich verändert, nimmt immer auch das Risiko auf sich, dass es ihm in der neuen Firma nicht gefällt oder dass er dort nicht zurechtkommt. Nun passen Sie Ihr Wunschgehalt noch entsprechend der Stellung oder Firma an. Wenn Sie mehr Kompetenzen oder gar Führungsverantwortung bekommen würden, schlagen Sie entsprechend auch beim Gehaltswunsch auf.

5.) Die Schlussfloskel.

Hier kommen sich nicht um eine der beiden abgedroschensten Schlussfloskeln umhin. Auch Ihr Bewerbungsschreiben wird mit den Worten enden „Mit freundlichen Grüßen“ oder „Freundliche Grüße“. Daran gibt’s nichts zu rütteln.

Strukturell müssen Sie darüber hinaus an diese Punkte denken

Der Aufbau einer Bewerbung ist statisch. Der Inhalt muss gestellte Fragen beantworten

Mit Blick auf die soeben vorgestellten fünf Punkte, die den Aufbau einer Bewerbung ausmachen, ist eigentlich wenig zu sagen, denn: Diese Bestandteile sind weitestgehend statisch. Wichtig ist, im Rahmen dieser Fünf-Teilung auch wirklich alle Fragen zu beantworten, die in der Stellenanzeige gestellt wurden. Um ja nichts zu vergessen, hilft es ungemein, die in der Anzeige aufgeworfenen Fragen den einzelnen Gliederungspunkten zuzuordnen. So entsteht eine kleine Mini-Gliederung für die einzelnen Punkte und Sie laufen nicht Gefahr, ein wichtiges Detail zu vergessen.

Zusatzmaterial für Punkt 3

Besonders beim „Trommelwirbel“, also dem Gliederungspunkt 3, muss all das ausformuliert untergebracht werden, was in der Stellenanzeige unter „Das erwarten wir von Ihnen“ steht. Die drei Highlights, die Sie besonders betonen, müssen jeweils mit einem Faktenbeispiel untermauert werden. Die anderen Punkte können kurz angerissen werden. Möglich ist auch eine Aufzählung samt Verweis.

Beispiel

„Die von Ihnen gewünschten Auslandserfahrungen kann ich gleich durch mehrere Stationen meines Lebens einbringen. Welche Aufgaben ich in den USA, Großbritannien und Australien bewerkstelligt habe, habe ich im Lebenslauf ausführlicher dargestellt.“

Unüblich, aber in diesem Fall durchaus legitim ist der Verweis auf den Lebenslauf. Das heißt jetzt in keinem Fall, dass Sie überall auf Ihren Lebenslauf verweisen sollen, aber in diesem Beispiel bietet der Verweis eine sehr gute Möglichkeit, das Thema anzureißen und auf die Stelle der Bewerbungsunterlagen zu verweisen, wo genug Platz für eine ausführlichere Darstellung gegeben ist.

Zusatzmaterial für Punkt 4

Auch unter Punkt 4, den „ungemütlichen Must-haves“, ist Platz, um weitere Informationen unterzubringen. Hier können Sie über auf Ihre Umzugsbereitschaft oder sogar Ihre Umzugsmotivation eingehen, wenn Sie wissen, dass ein Umzug nötig ist, um den Job annehmen zu können. Auch können Sie darauf eingehen, wie gut ihre Erfahrungen im Schichtdienst waren (wenn dies für die Stelle nötig ist) oder wie wohl Sie sich auf den Straßen der Republik fühlen (wenn Mobilität von Ihnen gefordert wird).

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