Bewerbung Lehrstelle. Darauf kommt’s beim Berufsstart an.

Bewerbung Lehrstelle – Die BesonderheitenSie werden in einem Jahr oder gar weniger Ihren Schulabschluss in der Tasche haben und machen sich Sorgen, dass Sie noch viel zu unerfahren sind im Thema „Bewerbung Lehrstelle“. Wenn das wirklich so sein sollte, sind Sie in diesem Beitrag genau an der richtigen Stelle gelandet, denn: Wir werden Ihnen zeigen, wie der Start in die Berufsausbildung am besten klappt.

Das Lehrstellen(über)angebot macht es nicht unbegrenzt leicht

Natürlich gibt es regelmäßig Schlagzeilen in den Medien, die von einem wahren Lehrstellen(über)angebot sprechen. Auf viel zu wenig Bewerber kommen demnach viel zu viele (offene) Lehrstellen. Das bedeutet nun allerdings nicht, dass Sie die Hände in den Schoß legen dürfen, weil Sie in jedem Fall einen Ausbildungsplatz bekommen. Denn in der Praxis herrscht ein wahrer Run auf vor allem kaufmännische und kreative Berufe. Entsprechend hoch ist auch der Konkurrenzkampf um die beliebten Lehrstellen.

Negativer Lehrstellenrekord im Jahr 2016

Eine traurige Bilanz wurde im August 2016 veröffentlicht. Demnach sei die Anzahl der Ausbildungsplätze in diesem Jahr noch einmal angestiegen. Allerdings haben sich genau im selben Jahr auch noch weniger Schulabgänger dafür entschieden, eine Ausbildung zu absolvieren. Die Folge: Hochrechnungen zufolge gab es 2016 so viele unbesetzte Lehrstellen wie bereits seit 20 Jahren nicht mehr. Eine Überraschung ist diese Entwicklung nicht. Vielmehr wird mit einem Blick auf die Entwicklungskurve der letzten Jahre immer deutlich: Eine klassische Lehre zu machen, ist heute offensichtlich unattraktiver denn je. Deutlich häufiger besuchen die Jugendlichen eine weiterführende Schule.

Diese Tipps optimieren Ihre Bewerbung um eine Lehrstelle

1.) Die drei Leitfragen einer guten Lehrstellen-Bewerbung.

Wer sich an die Erstellung des Bewerbungsschreibens macht, tut gut daran, dabei diese drei Fragen zu beantworten. (1) Warum ist der Beruf meine Zukunft? (2) Warum möchte ich die Ausbildung in diesem Beruf ausgerechnet in diesem Betrieb absolvieren? (3) Was macht mich zur besten Besetzung für die heiß umkämpfte Lehrstelle? Wer diese Fragen beantwortet und mit perfekten Bewerbungsunterlagen ergänzt, hat gute Chancen auf den Ausbildungsplatz.

2.) Mit guten Noten und Persönlichkeit punkten.

Nachdem es um die Berufserfahrung häufig mau bestellt ist, fällt der erste Blick eines Personalreferenten auf die Schulnoten. Wichtig ist, hier nicht nur den jobrelevanten Fächern mit guten Noten zu punkten, sondern sich auch durch zusätzliches schulisches oder außerschulisches Engagement auszuzeichnen. Die Theater-AG kann hier ebenso wertig sein wie die Schülerzeitung, die Schülerfirma oder eine Vereinsmitgliedschaft außerhalb der Schule. Wichtig ist, Persönlichkeit und Interesse zu signalisieren und nicht das Klischee zu bedienen, dass junge Leute faul sind und tagein tagaus nur Videospiele zocken.

3.) Hier gewinnt die „Generation Praktikum“.

Häufig werden diejenigen, die viele Praktika absolvieren nur müde belächelt. Der Grund: Keiner glaubt daran, dass aus einem Praktikum irgendwann ein Ausbildungsplatz oder gar eine Festanstellung wird. Allerdings sei den Kritikern an dieser Stelle gesagt: Bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz punkten insbesondere die Jugendlichen, die ihre praktischen Fähigkeiten bereits bei einem Praktikum unter Beweis gestellt haben. Noch besser: Wer bereits ein Praktikum in dem Betrieb absolviert hat, in dem er sich nun auch um eine Lehrstelle bemüht, optimiert seine Chancen noch einmal zusätzlich.

4.) Individualität statt 0-8-15.

Nutzen Sie Bewerbungsbücher oder hochwertig erstellte Online-Artikel, aber schreiben Sie diese keinesfalls ab. Personalreferenten wissen genau, was in (häufig veralteten) Bewerbungsbüchern steht und wir verraten Ihnen was: Sie hassen den Einheitsbrei, der sie meistens ereilt. Versuchen Sie sich bereits bei der Bewerbung vom Einheitsbrei abzusetzen. Verleihen Sie Ihrem Bewerbungsschreiben mit Ihrer ganz persönlichen Geschichte eine individuelle Note.

5.) Ordnung und Struktur statt Larifari.

Überzeugen Sie Ihr skeptisches Gegenüber davon, dass Sie fehlerfrei schreiben können (und Ihre Unterlagen zusätzlich mit einem Rechtschreib-Tool geprüft haben), achten Sie darauf, Ihre Bewerbung gemäß der DIN 5008 anzulegen und erarbeiten Sie sich mit viel Akribie eine vollständige Bewerbung. So optimieren Sie die Chance, gerade die Lehrstelle zu ergattern, die so heißbegehrt ist.

Authentizität hat bei der Bewerbung um eine Lehrstelle einen hohen Stellenwert

Besonders wichtig bei der Bewerbung um eine Ausbildung ist der Faktor Authentizität, denn nur wenn eine Bewerbung authentisch wirkt, kann der Personalreferent die Hoffnung haben, dass die Bewerbung auch wirklich vom Jugendlichen selbst erstellt wurde. Wenn ein ambitionierter Lehre oder gar motivierte Eltern die Bewerbungsunterlagen versuchen zu erstellen, endet das häufig im Streit. Oder es ist auf den ersten Blick offensichtlich, dass das Anschreiben einem Erwachsenenstil folgt und nicht aus der Feder eines Jugendlichen stammt.

Neben dem Sprachstil – bitte kein Jugendslang, sondern eine authentische, junge Sprache verwenden – sind vor allem auch die Hobbys wichtig. Während die Freizeitgestaltung in erwachsenen Bewerbungen durchaus vernachlässigt werden kann, ist es bei einer Bewerbung Lehrstelle nötig zu zeigen, welche Interessen und Vorlieben der angehende Azubi hat und, ob sich das zu einem Gesamtbild fügt.

Wer in seiner Bewerbung Lehrstelle beschreibt, wie er förmlich für die Ausbildung zum Erzieher brennt, dann aber keinerlei Freizeitaktivitäten aufzeigt, bei denen soziale Kompetenzen gefragt sind, könnte hier ein großes Minus einfahren. Auch ein Bewerber, der sich als handwerklich geschickt beschreibt, allerdings keine kreativen Hobbys pflegt und auch noch kein Praktikum absolviert hat, der wird schnell verwundert angesehen, denn: Das Gesamtbild wackelt und der Bewerber verliert an seiner natürlich Authentizität.

Sorgen Sie für einen Überraschungseffekt

Was ist, wenn wir Ihnen nun sagen würden, dass es gar nicht so dramatisch schwer ist, eine gute Bewerbung für eine Lehrstelle zu erstellen? Wenn Sie in den Bereich drängen, der ohnehin sehr beliebt ist, sollten Sie die eingangs erwähnten Punkte berücksichtigen und sich im Idealfall einen kleinen Überraschungseffekt überlegen, der Sie aus der Menge hervorhebt.

Mögliche Überraschungseffekte sind:

  • Eine Gestaltung oder ein Werkstück, wenn Sie sich um eine Ausbildungsstelle als Mediengestalter oder Zimmerer bewerben.
  • Ein direkter Bezug zum Betrieb, der so formuliert werden kann: „Beim Girls Day hatte ich die Möglichkeit mich mit Herrn Zupka, dem Ausbildungsleiter, zu unterhalten. Was sich aus diesem Gespräch mitnehmen konnte und was ich im Praxisteil sehen durfte, bestärkte mich einmal mehr in der Annahme: Ich will Zerspanungsmechanikerin werden.“
  • Eine besonders ordentliche und fehlerfreie Bewerbung (denn viele Personalreferenten unterstellen gerade jungen Bewerbern häufig mangelnde Sorgfalt).

 

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