Die Bewerbung. Warum bewerben Sie sich?

Die Bewerbung - warum bewerben Sie sich?Die Antwort auf diese Frage – warum bewerben Sie sich? – ist nicht nur für Sie selbst spannend, sondern natürlich auch für denjenigen, der Ihre Bewerbung erhält: für den Personalreferenten. Mit Blick auf Ihr eigenes Auswahlverhalten stimmen Sie sicherlich mit uns überein, dass Sie nur das einkaufen, konsumieren oder mit Aufmerksamkeit versehen, was Sie auch weiterbringt. Dies kann eine wertige Ideenstütze sein, um die Frage „warum bewerben Sie sich?“ Best möglichst beantworten zu können.

Warum bewerben Sie sich? Dies können persönliche Gründe sein

Natürlich gibt es ganz plumpe Gründe dafür, warum Sie sich bei einem Betrieb bewerben: Sie sind arbeitslos, brauchen den Job, halten ihre jetzige Stelle für unterbezahlt, haben keine Lust mehr auf Chef und Kollegen oder haben sonst einen wenig atemberaubenden Grund. Das sind alles Punkte, die Ihren künftigen Arbeitgeber nicht sonderlich interessieren bzw. vielmehr abstoßend auf diesen reagieren, wenn Sie diese Grüne nennen würden. Wertiger sind indes diese Gründe:

  1. Sie haben hohes fachliches Potenzial, jede Menge- und Praxiskenntnisse und können so die Anforderungen über die Maßen erfüllen.
  2. Sie sehen nicht nur die Möglichkeit, sich aktiv in den laufenden Prozess einzubringen, sondern sich auch selbst im Betrieb weiterzuentwickeln (durch Engagement, Ausdauer, Einsatzbereitschaft und den Willen zur Weiterbildung).
  3. Sie könnten das bereits erworbene Führungswissen in der neuen Stelle einbringen und mit Blick auf die höhere Anzahl an Teammitgliedern auch weiterentwickeln.

Warum bewerben Sie sich? Das sind Verkaufsargumente für das Unternehmen

Neben dem, was Sie an Persönlichkeit, Qualifikation, Wissen und Erfahrungen mitbringen, ist es dem Betrieb in jedem Fall auch wichtig, profitabel einzukaufen. In diesem Zusammenhang können Sie mit diesen Verkaufsargumenten punkten:

  1. Sie haben sich über das Unternehmen erkundigt und sind dabei auf eine Produktinnovation gestoßen, die auch in der Fachpresse als bahnbrechendes Novum gefeiert wird? Hacken Sie genau an diesem Punkt ein – vielleicht sogar mit diesen Worten: „Ihre neue Produktionsmethode steht für eine effiziente und dabei nachhaltige Zukunft. Gerne würde ich diese Geschichte weiter mit fortschreiben.“
  2. Sie wissen verlässlich um die stets steigenden Umsatz- und Erlöszahlen des Betriebs. Dann dürfen Sie dies auch für Ihre Argumentation nutzen. Beispielformulierung: „Ihre Unternehmenszahlen haben mich maßgeblich beeindruckt. Gerne möchte ich auch für ein solch aufstrebendes Unternehmen tätig sein.“
  3. Sie haben herausgefunden, dass Investitionen in Mitarbeiter im Betrieb großgeschrieben werden. So können Sie an diesem Punkt einhacken: „Mein Wissensdurst ist ungestillt. Mein Weiterbildungswille groß. Daher könnte ich mich in Ihrem Betrieb wahrlich gut vorstellen.“

Warum bewerben Sie sich? Jeder Grund ist besser als keiner!

Selbst wenn Sie keinen dieser Punkte in der Praxis erfüllen können, müssen Sie sich dennoch darüber klar werden, dass eine Bewerbung ohne Grund und Antwort auf die Frage, warum Sie sich bewerben, auch eine Bewerbung ist, die Sie sich sparen können. Es gibt eine vergleichsweise einfache Methode, um herauszufinden, ob Sie sich auf eine ausgeschriebene Stelle bewerben sollten: Prüfen Sie die Passgenauigkeit zwischen der Stellenanzeige und Ihrem Leistungsportfolio.

So sieht das Rechenexempel aus

Wenn Sie der Meinung sind, dass Sie zu 95 Prozent für die Stelle geeignet sind, dann sind Sie es in der Praxis vielleicht zu 80 bis 90 Prozent. Diese Differenz liegt daran, dass sich Bewerber tendenziell durch eine andere Brille sehen als Personalreferenten. Auch kann die eine oder andere Stellenanzeige durchaus auch einmal etwas ungenau formuliert sein. Erreichen Sie diesen Prozentsatz an Übereinstimmungen, haben Sie wahrlich großes Potential die Frage „warum bewerben Sie sich?“ zu beantworten.

Das Bewerbungsschreiben ist die Vorbereitung aufs Vorstellungsgespräch

Bis hierhin haben wir Ihnen gezeigt, warum die Beantwortung der Frage „warum bewerben Sie sich?“ essentiell wichtig ist, damit die Bewerbung es in die zweite Auswahlrunde schafft. Nun möchten wir Ihnen erklären, warum Sie diese „Fleißaufgabe“ nicht etwa nur für die Bewerbung machen, sondern wie Sie von einer guten Vorbereitung dieser Frage auch im Vorstellungsgespräch profitieren können.

Es ist die erste Frage!

Mal abgesehen davon, dass Ihr Gesprächspartner Sie vielleicht danach fragt, ob Sie eine gute Anreise hatten und den Weg problemlos gefunden haben, wird die Frage „warum bewerben Sie sich“ eine der ersten im Vorstellungsgespräch sein.

  • Warum bewerben Sie sich?
  • Was zeichnet Sie als kompetenten Mitarbeiter aus?
  • Was können Sie in unserem Betrieb einbringen?
  • Wie können Sie sich in unserem Unternehmen einbringen?
  • Was hat Sie dazu bewogen, sich bei uns zu bewerben?
  • Warum sollten wir Sie auswählen?

All diese Fragenvarianten zielen im Grunde nur auf eines ab: Der Betrieb möchte erfahren, warum Sie sich ausgerechnet dort um eine Stelle bemühen. Dabei ist es wichtig, ihren USP deutlich herauszukehren, denn kein Unternehmen möchte irgendeinen von vielen, sondern ein Betrieb möchte den Besten.

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Exkurs: Nicht der Grund fehlt, sondern es liegt der Verdacht der Diskriminierung nah

Personalreferenten, die Bewerbern einen Grund für ihre Ablehnung liefern, bewegen sich heute auf dünnem Eis, denn Sie dürfen auf keinen Fall gegen die geltende Rechtsprechung verstoßen (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz). Demnach darf ein Betrieb den Bewerber aus diesen Gründen nicht ablehnen:

  • Alter
  • Behinderung
  • Ethnie
  • Geschlecht
  • Religion
  • Sexualität

Den ersten Fehler kann ein Betrieb bereits machen, wenn es um die Gestaltung der Stellenanzeige geht. Wer nach „Berufsanfängern“ sucht, könnte ältere Bewerber damit diskriminieren. Auch wenn ein Arbeitgeber den Fehler macht und neben den Lebenslauf des Bewerbers etwas kritzelt wie „Kind (!)“, der gerät schnell in Verdacht, den Bewerber aufgrund seiner familiären Situation zu diskriminieren. Nur wer als Arbeitgeber gar keinen Grund für die Absage angibt, verringert das Risiko der Diskriminierung bezichtigt zu werden.

Im Umkehrschluss bedeutet dies für den Bewerber: Wer als Grund für die Bewerbung angibt, dass er keinen Job findet, weil er einer außergewöhnlichen Glaubensrichtung angehört, Ü50 ist oder einen diagnostizierten Grad der Behinderung hat, tut sich und dem Betrieb keinen Gefallen. Der Bewerber manövriert sich in eine Opferrolle und der Betrieb läuft regelmäßig Gefahr, den Bewerber zu diskriminieren

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