Die perfekte Bewerbungsmappe. Variantenvielfalt trifft Praxisbezug

perfekte BewerbungsmappeIn diesem Beitrag hat der Personalreferent bereits verraten: Die perfekte Bewerbungsmappe ist (1) frei von Eselsohren, (2) ohne fettige Fingerabdrücke und muss (3) in jedem Fall unbenutzt aussehen. Allerdings denke ich, dass Sie uns damit übereinstimmen, dass wir dem Thema wohl kaum einen ganzen Artikel widmen würden, wenn es mit der Einhaltung dieser drei Punkte getan wäre. Und Sie haben Recht, denn: Der Markt an Bewerbungsmappen ist aktuell so groß, dass es für einen Bewerbungs-Anfänger durchaus schwer ist, die perfekte Bewerbungsmappe zu finden. Wer sich hier darauf verlässt, dass die teuerste Variante wohl auch die beste ist, der irrt sich.

Diese Varianten der Bewerbungsmappe gibt es

Wer im Fachhandel nach EINER Bewerbungsmappe fragt, bekommt postwendend eine Rückfrage, welche Variante es denn sein soll. Und damit ist noch lange nicht die Farbe oder gar das Material gemeint, sondern zunächst einmal müssen Sie sich für eine strukturelle Variante entscheiden. Diese Optionen stehen Ihnen dabei zur Verfügung:

1.) Keep it simple – mit einem Schnellhefter mit Klemmschiene.

Wer sich für einen Nebenjob oder einen Aushilfsjob bewirbt, ist mit dieser Variante der Bewerbungsmappe gut beraten. Sie ist funktional, denn sie hält alle Bewerbungsunterlagen zusammen, die eingereicht werden. Sie ist schlicht wie der Job selbst. Und günstig. Zur perfekten Bewerbungsmappe wird der Schnellhefter mit Klemmschiene dann, wenn er ordentlich und knickfrei beim Betrieb ankommt.

2.) Die „casual“ Variante – ein Schnellhefter mit zwei Klemmschienen.

Etwas auslandender als Variante 1 präsentiert sich diese Variante einer perfekten Bewerbungsmappe. Ganz praktisch betrachtet bietet Sie doppelt so viel „Stauraum“ für Ihre Bewerbungsunterlagen als Variante 1, denn sie offeriert zwei Stellen mit Klemmschienen. Zur Reihenfolge in den Klemmschienen: Links wird der Lebenslauf platziert. Auch darf hier das Bewerbungsfoto platziert werden.  In die rechte Klemmschiene werden Zeugnisse geklemmt.

3.) Der aktuelle Klassiker.

Hört man sich in der Riege der Personalreferenten um, ist die dreiteilige Bewerbungsmappe heute der Klassiker im Personalbüro. Sie bietet genug Platz für Deckblatt, Bewerbungsschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse und raubt dem Personalreferenten nicht den kompletten Platz auf seinem Schreibtisch wie dies etwa die vierte Variante tut. Dass die dreigeteilte Bewerbung am häufigsten verschickt wird, schlägt sich auch in der Auswahl nieder, denn: Diese ist hier bei Weitem am Größten. Material- und Farbvielfalt sind hier in höchstem Maße gegeben.

4.) Der Überflieger.

Sie ist teuer, groß, ein Statement, aber erfreut sich bei den Empfängern keiner übermäßig großen Beliebtheit. Die Rede ist von der vierteiligen Bewerbungsmappe, die der Porsche der Bewerbungsmappen ist. Kritisch wird Sie von den Personalreferenten nicht zuletzt deswegen beäugt, weil sie sehr ausladend ist und auf dem ohnehin prall gefüllten Schreibtisch sehr viel Platz einnimmt. Für einen angehenden Azubi ist diese Mappe definitiv übertrieben!

Diese Faktoren machen EINE Bewerbungsmappe zur perfekten Bewerbungsmappe

  • Die Verarbeitung. Die Haptik einer Bewerbungsmappe kann einen großen Effekt beim Empfänger auslösen. Wenn die Verarbeitung darüber hinaus hochwertig ist, dann hinterlässt das beim Personalreferenten den Eindruck, dass hier mit Sorgfalt und wachem Auge die perfekte Bewerbungsmappe ausgewählt wurde. Ein Pluspunkt für den Bewerber!
  • Die Farbe. Mittlerweile hat sich auch das Marktangebot weitestgehend angepasst. Das heißt, dass es im Handel meist Bewerbungsmappen in gedeckten Farben gibt. Ein dunkles Blau, ein dunkles Grün oder ein dunkles Rot sind heute die Klassiker. Grelle Farben sollten vermieden werden. Die Farbe Schwarz wirkt sehr düster.
  • Die Klemmschienen. Ein besonders großer Stellenwert kommt den Klemmschienen in einer Bewerbungsmappe zu, denn: Sie müssen die Unterlagen ordentlich zusammenhalten. Sind die Schienen aus dünnem Plastik gearbeitet, könnte es mitunter schwer werden, alle Zeugnisse unterzubringen, ohne dass die Klammer bricht. Insbesondere auf die Qualität der Klemmschienen zu achten, hier eine einfache Methode, um eine perfekte Bewerbungsmappe abzugeben.

Ausflug in die Design-Welt. So kreieren Sie Ihre perfekte Bewerbungsmappe

Auf die Frage, was denn nun ein kreativer Job ist, der auch nach einer entsprechend kreativ ausgestalteten Bewerbungsmappe lechzt, ist die Antwort sicherlich keine leichte. Wohl aber können Sie, wenn Sie sich auf einen Job in der Medien- und Kreativbranche bewerben, mit einer komplett selbstgestalteten Bewerbungsmappe durchaus punkten. Nach diesem Beitrag werden Sie verstehen, wie Sie Kreativität und Funktionalität vereinen.

Zunächst kreieren Sie ein Layout mit einer überschaubaren Anzahl an Designelementen. Dazu wählen Sie eine Schrift aus, die gut lesbar ist. Nun haben Sie bereits zwei der Hauptbestandteile zusammen, die Sie zu Ihrem Bewerbungsdesign brauchen. Bei der Ausarbeitung des Bewerbungsbooklets geht es nun darum, alle Unterlagen – die Sie normalerweise in die Klemmschienen gesteckt hätten – grafisch unterzubringen. Die klassische Variante bedient sich hierbei einer farblichen Leserführung, bei der pro Anlagenbereich (Arbeitszeugnisse, Schulzeugnisse, Weiterbildungszeugnisse, sonstige Zertifikate) eine Farbe verwendet wird. Die Does and Dont’s auf dem Weg zum Bewerbungsbooklet zeigt Ihnen die folgende Tabelle auf:

So klappt die Erstellung des Bewerbungsbooklets So nicht
  • Die Layout Elemente sollten schlicht, klar und nicht verschnörkelt sein. Eine stark verschnörkelte Bewerbung hätte wohl unweigerlich den Effekt, dass Sie der Hochzeitsbranche zugerechnet werden. Bewerben Sie sich als Grafikerin für Einladungskarten, kann diese Idee allerdings gut ankommen.
  • Die Layout Elemente müssen funktional sein. Wenn Sie Ihren Lebenslauf so gestalten, dass Sie einen kleinen grafischen Notizzettel neben die Firmenangaben setzen, ist das ein funktionaler Eyecatcher, der Sinn macht. Nutzen Sie dieses Element durchgängig, bietet es eine gute Leserorientierung.
  • Selbst wenn Sie im Privaten liebend gerne giftgrün oder pink tragen, sollten Sie mit Blick auf Ihr Bewerbungsbooklet derart provokante Farben besser ausblenden. Selbst wenn Sie mit der Farbe beim Personalreferenten ankommen würden, haben Sie immer noch das Problem, dass Schriftfarbe in Giftgrün besonders schlecht lesbar ist.
  • Ein Kuddelmuddel an Schriftschnitten und Schriftfarben ist ein No-Go bei einem seriös gestalteten Bewerbungsbooklet. Sie verhindern diese „kreative Ausschweifungen“, indem Sie ein Sample festlegen, an das Sie sich akribisch genau halten.

Bewerbungsbooklet digital?

Auch das geht! Häufig wird hierfür die Flipping Book-Technik verwendet. Dazu legen Sie das Bewerbungsbooklet in der pdf-Variante an und lassen ein entsprechendes Tool darüber laufen. Nun können Sie Ihr Bewerbungsbooklet an zentraler Stelle ablegen und einen simplen Link verschicken, anstatt Datenmassen, die den E-Mail-Eingangs des Personalreferenten unnötig aufplustern.

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