Perfekte Bewerbungsunterlagen

Sie werden sicherlich mit uns übereinstimmen, dass der Weg zur Traumstelle nur über perfekte Bewerbungsunterlagen zu erreichen ist. Mit dem Adjektiv „perfekt“ wurde damit ein wahrlich mächtiges Wort bemüht, doch leider hat es auch einen entscheidenden Nachteil: Es ist inhaltsleer, oder wissen Sie, was perfekte Bewerbungsunterlagen ausmacht? Wenn Sie die folgenden Tipps des Personalreferenten befolgen, können auch Sie perfekte Bewerbungsunterlagen erstellen.

Gibt es etwas, das gleich zu Beginn des Bewerbungsverfahrens über Erfolg oder Misserfolg entscheidet?

Personalreferent: Ja, es gibt durchaus auch im Bewerbungsverfahren einen ersten, alles entscheidenden Blick. Und dieser ist auch hier der erste Blick. Das heißt, dass all das, was auf den ersten Blick ins Auge sticht auch wahrlich perfekt sein muss. Der Umschlag muss ordentlich beschriftet sein, die Bewerbungsmappe muss perfekt sein, das Anschreiben (Bewerbungsschreiben) muss oben auf liegen.

Auf dem Weg zu perfekten Bewerbungsunterlagen, Tipp 1

Was ist, wenn wir Ihnen sagen würden, dass sich Ihre Chancen auf den Job massiv erhöhen, wenn:

  • Der Umschlag, der Ihre Bewerbung umhüllt, ordentlich beschriftet ist und frei von Eselsohren oder Fingerabdrücken ist.
  • Die Bewerbungsmappe unbenutzt aussieht und frei von Knicken und Eselsohren ist.
  • Das einseitige Bewerbungsschreiben bereits auf den ersten Blick der DIN Norm 5008 folgt und somit rein formal schon mal sehr ordentlich daher kommt.

Und worauf fällt der zweite Blick des Personalreferenten?

Personalreferent: Das ist branchen-, positions- und personenabhängig. Wer sich auf eine Facharbeiter-Stelle bewirbt, der sollte seinen Fokus auf die Darstellung des Lebenslaufes und seiner Qualifikationen legen. Wer sich um einen Ausbildungsplatz bemüht, der tut gut daran, dem Bewerbungsschreiben die größte Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Dort zeigt sich der Fleiß des Bewerbers. Wer hier Rechtschreib- und Grammatikfehler nicht ausgebessert hat, hat wahrlich schlechte Karten. Übrigens ist auch bei einer Führungskraft das Bewerbungsschreiben oder alternativ die Dritte Seite einer Bewerbung besonders wichtig, denn hier zeigt sich eine Mischung aus Qualifikation und Menschlichkeit.

Auf dem Weg zu perfekten Bewerbungsunterlagen, Tipp 2

Was ist, wenn wir Ihnen sagen würden, dass sich Ihre Chancen auf den Job massiv erhöhen, wenn:

  • Das erfolgversprechende Duo (Bewerbungsschreiben und Lebenslauf) wirklich perfekt gestaltet wurden.
  • Das Bewerbungsschreiben muss inhaltlich auf den Punkt bringen, was der USP des Bewerbers ist, was ihn von allen anderen positiv (!) abhebt. Das kann ein spezieller Erfahrungsschatz sein oder eine persönliche Erfahrung, die besonders gut für den Job prädestiniert.
  • Der Lebenslauf sollte einem modernen Stil folgen und mit der aktuellen Position beginnen. Wichtig ist, nicht nur Position und Betrieb zu nennen, sondern auch inhaltlich zu beschreiben, was die Aufgaben in dieser Position waren.

Wie ist das Verhältnis zwischen Persönlichkeit und Qualifikationen zu verstehen?

Personalreferent: Spannende Frage, die eigentlich nur mit einem Appell an meine Kollegen beantwortet werden kann. Es ist in jedem Fall sinnvoll, beide Komplexe sorgfältig gegeneinander abzuwägen. Soll heißen: Ein neuer Mitarbeiter muss die ihm gestellten Arbeiten mit die ihm gegebenen Fähigkeiten leisten können, sprich: die Qualifikation dazu besitzen. Ein neuer Mitarbeiter muss aber auch mit Kollegen, Kunden oder Lieferanten interagieren können, sprich: die menschlichen Fähigkeiten dazu besitzen.

Auf dem Weg zu perfekten Bewerbungsunterlagen, Tipp 3

Was ist, wenn wir Ihnen sagen würden, dass sich Ihre Chancen auf den Job massiv erhöhen, wenn:

  • Sie deutlich machen, dass Sie die fachliche Qualifikation besitzen, die ausgeschriebene Stelle mit Fachwissen zu erfüllen.
  • Sie deutlich machen, dass Sie auch menschlich den Anforderungen gewachsen sind. Welche Anforderungen dies sein können, steht meist bereits in der Stellenanzeige geschrieben. Lesen Sie dort, dass Sie im direkten Kundenkontakt stehen, Erfahrung im Umgang mit Dienstleistern haben sollten oder gar für ein Team von fünf Leuten verantwortlich zeichnen würden, dann sollten Sie in den perfekten Bewerbungsunterlagen ebendiese Fähigkeiten deutlich herausarbeiten.

Absagen im zweistelligen Bereich sind bei vielen Bewerbern normal. Liegt es daran, dass eben keine perfekten Bewerbungsunterlagen eingereicht wurden?

Personalreferent: Natürlich kann es am Inhalt liegen oder an der optischen Aufbereitung. Viel häufiger ist es jedoch der Fall, dass Bewerber sich schlichtweg auf die falsche Stelle bewerben. Wer nicht mindestens 80 bis 90 Prozent des Anforderungsprofils abdecken kann, hat heute schlechte Karten im Bewerbungsmarathon weiter zu kommen. Deshalb sei jedem Bewerber geraten, lieber weniger Bewerbungen zu schreiben, dafür diese aber zielgenau zu adressieren. Das minimiert das Frustpotential doch erheblich.

Auf dem Weg zu perfekten Bewerbungsunterlagen, Tipp 4

Was ist, wenn wir Ihnen sagen würden, dass es nicht zwingend an Ihren Bewerbungsunterlagen liegt, dass Sie nicht zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen werden, sondern an der Tatsache, dass Sie nicht ins gewünschte Bewerberprofil passen. Achten Sie bei der Auswahl der Stellen, auf die Sie sich bewerben, auf diese Punkte:

  • Achten Sie darauf, mindestens 95 für Sie sichtbare Prozent an Passgenauigkeit zu erreichen. Dass dies von den 80 bis 90 Prozent des Personalreferenten abweicht, ist uns durchaus bewusst und sogar gewollt, denn: Manchmal ist die persönliche Einschätzung nicht sehr gut ausgereift.
  • Suchen Sie gezielt nach Inseraten, die zu Ihnen passen. Auch Betriebe, die Ihnen interessant erscheinen, dürfen eine Bewerbung von Ihnen erhalten. Präsentieren Sie sich dort im Rahmen einer Initiativbewerbung.

Was dürfen Bewerber keinesfalls tun?

Personalreferent: Fragen unbeantwortet lassen. Das heißt, dass in jedem Stelleninserat ja auch geschrieben steht, was wir uns von den Bewerbern wünschen. Das können bestimmte Qualifikationsnachweise sein – wie etwa bestimmte Schweißer Prüfungen bei Konstruktionsmechanikern – oder die Angabe des Eintrittstermin, des Gehaltswunsches etc. Fragen können in der Stellenanzeige deutlich oder weniger offensichtlich geschrieben stehen. Unabhängig vom Präsenzgrad sollten sie jedoch immer beantwortet werden.

Auf dem Weg zu perfekten Bewerbungsunterlagen, Tipp 5

Was ist, wenn wir Ihnen sagen würden, dass in Ihrer Bewerbung keine Fragen offen bleiben dürfen. Das heißt, Sie sollten …

  • in jedem Fall den Eintrittstermin (oder alternativ Ihre Kündigungsfrist) angeben, wenn im Stelleninserat danach gefragt wird.
  • beschreiben, welche Aufgaben Sie im Ausland übernommen haben, wenn nach Auslandserfahrung gefragt wird.
  • ein realistisches Wunschgehalt angeben, wenn nach Ihren Gehaltsinteressen gefragt wird. Dabei können Sie sich an Gehaltsschlüsseln oder Tarifplänen orientieren. Würden Sie Ihre Position in einer festgeschriebenen Hierarchie optimieren, schlagen Sie ruhig etwas Gehalt auf.

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