Vorstellungsgespräch
Die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch zeugt von dem Interesse des Unternehmens, den Bewerber persönlich kennenzulernen und herauszufinden, ob er den Anforderungen offensichtlich nicht nur aus fachlicher Sicht gerecht werden kann, sondern ob er auch als Person zu dem Unternehmen und dem Team passt. Der Bewerber wiederum hat damit die Chance, sich und seine Qualitäten zu präsentieren, zu zeigen, wer er ist und was er kann, und das Unternehmen damit endgültig von sich zu überzeugen. Ein Vorstellungsgespräch erfordert Strategie und Diplomatie Im Vorstellungsgespräch spielt vor allem die Persönlichkeit des Bewerbers eine entscheidende Rolle. Ein überzeugender Auftritt setzt allerdings etwas Diplomatie und Strategie voraus. So ist beispielsweise wichtig, möglichst natürlich zu bleiben. Schauspielerisches Können ist in einem Vorstellungsgespräch nicht gefragt und jeder Personaler wird gespieltes Interesse nicht nur schnell erkennen, sondern auch negativ bewerten. Insofern ist es auch überhaupt nicht schlimm, wenn der Bewerber nervös und aufgeregt ist. Nervosität bei einem Vorstellungsgespräch ist vielmehr völlig normal, menschlich und lässt den Bewerber authentisch erscheinen. Ein Bewerber, der absolut cool und abgebrüht auftritt, wirkt hingegen sehr schnell überheblich. Allerdings wird ein überzeugender und selbstsicherer Auftritt nur schwer möglich sein, wenn der Bewerber die Position eines Bittstellers einnimmt. Sicherlich sucht er nach einer Arbeitsstelle, allerdings sollte er immer auch im Hinterkopf behalten, dass er bereit ist, dem Unternehmen im Gegenzug seine Arbeitskraft und seine tatkräftige Unterstützung zur Verfügung zu stellen. Ebenfalls von großer Bedeutung ist der erste Eindruck, den der Personaler von dem Bewerber hat. Dieser wird maßgeblich von einem pünktlichen Erscheinen, einem gepflegten und zu der Stelle passendem Äußeren sowie dem Verhalten bestimmt. Bei der Begrüßung ist daher wichtig, freundlich zu lächeln, den Händedruck bestimmt, aber nicht zu fest zu gestalten und sich für die Einladung zum Vorstellungsgespräch zu bedanken. Die Körperhaltung während des Gespräches sollte bequem, aber nicht zu lässig sein und der Bewerber sollte darauf achten, Blickkontakt zu seinem Gesprächspartner zu suchen und seine Arme nicht vor der Brust zu verschränken, denn dies gilt als wenig interessierte, abwehrende Haltung. Ein Vorstellungsgespräch folgt üblicherweise einem bestimmten Muster Durch das Gespräch möchte der Personaler vor allem etwas über die Persönlichkeit des Bewerbers, seine kommunikativen Fähigkeiten, seine Motivation und seine Leistungsbereitschaft erfahren. Da sich diese Informationen jedoch nur mit einer begrenzten Anzahl an Fragen ermitteln lassen, sind die Fragen in Vorstellungsgesprächen meist recht ähnlich. Zudem sind auch die Vorstellungsgespräche selbst normalerweise recht ähnlich aufgebaut, wobei sich der Ablauf wie folgt zusammenfassen lässt. 1.) Begrüßung und ein kurzer Smalltalk als Einstieg in das Gespräch. 2.) Kurze Vorstellung des Unternehmens und der zu besetzenden Stelle. 3.) Vorstellung des Bewerbers. Meist wird dieser aufgefordert, die wichtigsten Punkte seines Werdegangs zusammenzufassen und etwas über sich zu erzählen. Wichtig hierbei ist, nicht nur den eingereichten Lebenslauf zu zitieren, sondern Schwerpunkte zu setzen und vor allem stellenrelevante Informationen zu vermitteln. 4.) Vertiefende Fragen des Personalers, die sich mit dem beruflichen Werdegang, der Persönlichkeit des Bewerbers, seiner Arbeitshaltung, seinen Zielen und seiner Selbsteinschätzung beschäftigen. Außerdem werden auch Fragen gestellt, die das Wissen des Bewerbers über das Unternehmen abfragen. Insgesamt sollte der Bewerber ruhig und höflich antworten und auf informative und schlüssige Aussagen achten. Dabei gilt, dass der Personaler umso weniger nachfragen wird, je genauer der Bewerber antwortet. 5.) Fragen des Bewerbers, die er unbedingt auch stellen sollte, um sein Interesse zu untermauern. 6.) Verabschiedung und Informationen über den weiteren Ablauf.
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