Die besten Antworten im Vorstellungsgespräch

Antoworten beim VorstellungsgesprächDas Vorstellungsgespräch gleicht einer Ausnahmesituation – das wissen Sie und das weiß auch Ihr Gegenüber. Es ist das Finale eines häufig langwierigen Bewerberprozesses. Nervosität. Hoffnung. Angst. All diese Gefühle haben Sie im Gepäck, wenn Sie zum Vorstellungsgespräch marschieren und vermutlich trugen Sie sie bereits im Vorfeld bei sich, als Sie sich auf das Vorstellungsgespräch vorbereitet haben. Es gibt allerdings eine vergleichsweise simple Methode, um Sie auf die Extremsituation Vorstellungsgespräch vorzubereiten – und diese heißt: Training. Vor diesem Hintergrund haben wir Ihnen hier ein Best of der Antworten im Vorstellungsgespräch kreiert – zum Üben, Nachschlagen und Erfolg haben. Nach diesem Artikel sind Sie bestens auf die Fragen im Vorstellungsgespräch vorbereitet.

Frage 1: Warum gerade Sie?

Die besten Antworten im Vorstellungsgespräch zeichnen sich immer dadurch aus, dass sie unique sind. Das heißt: Jede Antwort, die Sie hier lesen, sollten Sie nicht 1:1 einfach übernehmen, sondern auf Ihre Persönlichkeit und auf Ihre ganz spezielle Situation anpassen. Eine Antwort im Vorstellungsgespräch, die unique ist, ist immer von Ihrer Persönlichkeit getragen. Dieses Beispiel sollte Ihnen als Inspiration dienen:

  • „Mein beruflicher Werdegang deckt sich genau mit Ihrem Anforderungsprofil. Drei Jahre habe ich im Außendienst gearbeitet. Hierbei stand die Vorbereitung der Hardware auf spezielle Schulungen im Fokus. Anschließend wechselte ich in den Innendienst und damit in die Konzeption der Software für eben diese Schulungszwecke. Nach insgesamt sechs Jahren in diesem Betrieb nahm ich die Stelle bei meinem heutigen Arbeitgeber an und wechselte in den Kundensupport. Damit habe ich binnen neun Jahren all die Praxiserfahrungen gesammelt, die ich nun als IT-Allrounder in Ihrem Betrieb umsetzen kann.“

Frage 2: Welches Leistungsportfolio kauft der Betrieb ein?

Während Frage 1 darauf abgezielt hat, in aller Kürze darzustellen, warum Sie ganz persönlich die perfekte Wahl für die Stelle sind, wird nun ganz explizit nach Ihrem Leistungsprofil gefragt. Das bedeutet auch, dass Sie (immer mit Blick auf die Stellenanzeige) die maximal drei größten Leistungen oder Qualifikationen punktgenau formulieren sollten. Vielleicht liefert Ihnen diese Antwort im Vorstellungsgespräch eine entsprechende Idee:

  • „In Eigenregie habe ich für mich einen Weg kreiert, der heute zunehmend häufiger als Duales Studium angeboten wird. Damals gab es diesen Weg noch nicht, deswegen habe ich zunächst eine Ausbildung zur Mediengestalterin absolviert und anschließend ein Grafik-Design-Studium angeschlossen. Da mir der Praxisbezug stets sehr wichtig war, habe ich kontinuierlich als freie Grafikerin Auftragsarbeiten erledigt – und so mein Gehör für Kundenwünsche geschärft. Prämiert wurde meine Kreativität bereits zweimal bei deutschlandweiten Wettbewerben.“

Frage 3: Welche Form der Motivation treibt Sie zu Höchstleistung an?

Dass die Fragen zur Motivation ein fester Part im Fragenkarussell sind, haben wir bereits in diesem Artikel (Fragen bei einem Vorstellungsgespräch) erläutert. Doch was ist die beste Antwort auf die Frage, was Sie motiviert? Grundsätzlich darf es hier durchaus etwas persönlicher oder vielleicht sogar ein wenig philosophisch werden. Das hängt immer von der Stelle, der Position und vom Unternehmen ab. Versuchen Sie es doch mit einer Antwort in dieser Richtung:

  • „Erfolg ist für mich die beste Motivation. Dabei geht es mir nicht in erster Linie um das finale Resultat, sondern zunächst einmal um den Weg zum Erfolg. Dieser muss strukturiert geplant sein und so regelmäßig evaluiert werden, dass engtaktig bereits im Prozess an Verbesserungen gefeilt werden kann. Erfolg ist für mich nichts Statisches, sondern ein Weg. Und ich persönlich möchte immer das Gefühl haben, weiter an dem Weg zum Erfolg und auch am Resultat sowie an Folgeprojekten feilen zu können. Das motiviert mich.“

Frage 4: Was würde Ihr Chef an Ihnen loben und worüber würde er schimpfen?

Für manchen Bewerber fällt diese Frage bereits in die Kategorie „Unangenehme Fragen und Antworten beim Vorstellungsgespräch“, doch im Grunde genommen hat diese Frage auch etwas mit Ihrer Reflexionsgabe und Ihrer Kritikfähigkeit zu tun. Agieren Sie besonnen, damit Ihre Antwort im Vorstellungsgespräch Ihnen positiv ausgelegt werden kann und Ihnen nicht etwa Steine in den Weg zum Traumjob legt. Vielleicht funktioniert es ja auf diese Weise:

  • „Ich denke, wir können den Konjunktiv streichen. Da ich Gott sei Dank ein sehr offenes Verhältnis zu meinem Chef pflege, weiß ich ziemlich genau, was er kritisieren oder auch loben würde. Sein größter Kritikpunkt ist sicherlich meine Art, um fünf Ecken im Voraus denken zu wollen. Manchmal ist das zwar sehr gut und sinnvoll für den Betrieb, manchmal hemmt es aber auch Entwicklungen, weil nicht alles immer im Vorfeld vorhersehbar ist. Auch wenn es abgedroschen klingt: In diesem Fall kommt mein perfektionistisches Gen heraus. Wenn ich dann doch eine Entscheidung fälle, bei der nicht alle Eventualitäten bedacht wurden, bleibe ich ganz eng am Entscheidungsprozess dran, um sofort reagieren zu können. Das wiederum schätzt mein Chef sehr.“

Frage 5: Welche Rolle spielen Sie im Team?

Bevor Sie auch nur an eine Antwort im Vorstellungsgespräch denken, kucken Sie nochmal genau in der Stellenanzeige nach, welche Person für die Besetzung Ihres Traumjobs gesucht wird. Natürlich sollen Sie dem Betrieb nicht nur nach dem Mund reden, sondern müssen das, was Sie schreiben auch inhaltlich unterfüttern können, aber tendenziell sollte Ihre Antwort mit den Wünschen des Betriebs übereinstimmen.

Ein Beispiel:

Steht in der Stellenanzeige geschrieben, dass nach einer verantwortungsvollen Person gesucht wird, sollten Sie nun in Ihrer Antwort im Vorstellungsgespräch nicht darstellen, dass Sie eigentlich ein klassischer „Mitarbeiter“ sind, der froh darüber ist, nur für sich selbst verantwortlich zu sein. Vielleicht wäre diese Antwort ja eine gute Option:

  • „Ein großes Maß an Verantwortungsbewusstsein zeichnete immer schon mein Handeln aus. Früh musste ich aus privaten Gründen Verantwortung für meine Geschwister übernehmen. Ich bin mir sicher, dass sich dies bis in mein Berufsleben fortgeschrieben hat. Lange Zeit übte ich mein Verantwortungsbewusstsein fast schon im Verborgenen aus. Ich war der ruhige Denker im Team bis ich immer häufiger auch dazu ermutigt wurde, Entscheidungen begründet zu fällen. Und das ging erstaunlich gut. Heute weiß ich, dass meine Position als Teamleiterin von meiner damaligen Vorgesetzten von langer Hand geplant war. Was sich verändert hat, ist das Offensichtliche: Ich trage nun offiziell die Verantwortung für die Entscheidungen, die ich fälle. Unter dem Schutz meiner Mentorin habe ich dies bereits lange Zeit getan.“

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