Tipps fürs Vorstellungsgespräch

Die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch ist gleichbedeutend mit der Aussage, dass das Unternehmen durch die Bewerbungsunterlagen einen ersten positiven Eindruck von dem Bewerber erhalten hat und diesen für einen geeigneten Kandidaten hält, der grundsätzlich als neuer Mitarbeiter in Frage kommt. Das Vorstellungsgespräch verfolgt dann mehrere Absichten. So steht das gegenseitige Kennenlernen im Vordergrund, genauso aber auch die Überprüfung, ob sich der positive Eindruck aus den schriftlichen Unterlagen auch in einem persönlichen Gespräch bestätigt. Außerdem wird ermittelt, ob der Bewerber im Hinblick auf sein Erscheinungsbild, sein Verhalten und seinen Charakter zu dem Unternehmen passt und inwieweit die Erwartungen und Vorstellungen beider Seiten übereinstimmen.

Dass der Bewerber den fachlichen Anforderungen gerecht werden kann, hat er durch seine Bewerbungsunterlagen bereits unter Beweis gestellt. Im Vorstellungsgespräch rückt das Kompetenzprofil daher etwas in den Hintergrund und das Hauptaugenmerk liegt auf der Persönlichkeit, der Motivation und der Leistungsbereitschaft des Bewerbers. Insofern beziehen sich die folgenden Tipps fürs Vorstellungsgespräch in erster Linie auf das Erscheinungsbild, das Auftreten und das Verhalten des Bewerbers.

  • 1. Tipp: Das Erscheinungsbild muss zu der Branche passen.

Das äußere Erscheinungsbild sagt viel über die Einstellung des Bewerbers aus. Dabei zeugt es nicht nur von Respekt und Wertschätzung dem Unternehmen gegenüber, wenn der Bewerber gepflegt und ordentlich zu seinem Vorstellungsgespräch erscheint. Der Bewerber signalisiert damit auch, dass er sich mit dem Unternehmen, der Branche und seiner angestrebten Position auseinander gesetzt hat und bereit ist, sich den Gepflogenheiten anzupassen. Dabei geht es dem Unternehmen natürlich nicht darum, ob der Bewerber hübsch ist oder weniger gut aussieht, sondern es geht darum, ob der Bewerber das Unternehmen angemessen nach außen hin repräsentieren kann. Das Gesamtbild besteht jedoch nicht nur aus dem Outfit und dem Styling, sondern auch aus beispielsweise einer ordentlichen Aktentasche oder ordentlich sortierten Unterlagen.

  • 2. Tipp: Das Auftreten beeinflusst den Eindruck maßgeblich.

Neben dem äußeren Erscheinungsbild nimmt das Auftreten einen entscheidenden Einfluss auf den ersten Eindruck. So wirft es kein gutes Licht auf den Bewerber, wenn dieser völlig abgehetzt oder gar zu spät zu seinem Termin erscheint, ungefragt das Büro betritt oder der Sekretärin gegenüber unhöflich auftritt. Ein wichtiger Faktor in diesem Zusammenhang ist auch der Händedruck, wobei der Handschlag grundsätzlich immer vom Personaler ausgeht. Quittiert der Bewerber den Händedruck, indem er die Hand des Personalers fast schon quetscht, kann dies als Kampfansage und Machtdemonstration ausgelegt werden. Ist der Händedruck jedoch zu lasch, zeugt dies von wenig Selbstbewusstsein, Unsicherheit und wird teilweise auch als Desinteresse interpretiert.

  • 3. Tipp: Das Verhalten ist ein Spiegel der Persönlichkeit.

Im Vorstellungsgespräch geht es darum, die eigenen Qualitäten und Stärken selbstbewusst zu verkaufen. Dies setzt eine gute Vorbereitung voraus, denn die wenigsten können überzeugende Argumente sicher präsentieren, ohne sich vorher Gedanken gemacht zu haben. Allerdings ist Selbstbewusstsein nicht mit Arroganz und Überheblichkeit gleichzusetzen. Insofern ist wichtig, zu verdeutlichen, dass der Bewerber durchaus in der Lage ist, sich selbst realistisch einzuschätzen. Dabei spielen jedoch nicht nur die Gesprächsinhalte eine Rolle, sondern auch das Verhalten. So wird ein Bewerber kaum einen selbstbewussten und überzeugenden Eindruck machen, wenn er zwar gute Argumente benennt, dabei aber verschüchtert auf dem Boden schaut. Genauso wird der Bewerber sein Interesse und seine Leistungsbereitschaft nicht glaubhaft präsentieren können, wenn er gelangweilt aus dem Fenster schaut oder seinem Gesprächspartner in sehr entspannter Haltung mit vor der Brust verschränkten Armen gegenüber sitzt.

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