Wenn eine Stelle ausgeschrieben wird, so gehen dafür üblicherweise sehr, sehr viele Bewerbungen ein. Folglich muss eine Auswahl getroffen werden. Den Bewerbern, die nicht in die nähere Wahl kommen und keine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten, werden ihre Bewerbungsunterlagen zurückgeschickt.

Dies erfolgt natürlich nicht kommentarlos, sondern zusammen mit einem Absageschreiben. Aber wie wird so eine Absage formuliert? Der folgende Generator zeigt es Dir!


Generator: Absageschreiben für die Bewerbung

Anrede:

  Sehr geehrte Frau [Name],

  Sehr geehrter Herr [Name],

  Guten Tag werte Frau [Name],

  Guten Tag werter Herr [Name],

Einleitung:

  vielen Dank für Ihre Bewerbung vom [Datum].

  vielen Dank für Ihre Bewerbung und Ihr Interesse an einer Tätigkeit in unserem Hause.

  Ihre Bewerbung haben wir erhalten und bedanken uns dafür.

  über Ihr Interesse an einer Anstellung/Ausbildung in unserem Unternehmen haben wir uns gefreut. Für die Mühe und die Zeit, die Sie für Ihre Bewerbung aufgewendet haben, bedanken wir uns sehr.

  wir bedanken uns für das Zusenden Ihrer Bewerbungsunterlagen und das damit zum Ausdruck gebrachte Interesse an einer Tätigkeit bei uns.

Hauptteil:

  Leider müssen wir Ihnen heute mitteilen, dass wir Ihre Bewerbung bei der Besetzung der Stelle nicht in die engere Auswahl nehmen können.

  Nach eingehender Prüfung Ihrer Unterlagen müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass wir Ihnen derzeit keine Position anbieten können, die Ihren Kenntnissen und Vorstellungen entspricht.

  Wir bedauern, dass wir Ihnen heute keine positive Rückmeldung geben können. Die Zahl der Bewerbungen war sehr groß, so dass wir eine Auswahl treffen mussten. Leider konnten wir Ihre Bewerbung dabei nicht in die engere Wahl nehmen.

  Die Resonanz auf unsere Stellenanzeige war sehr groß und wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Aus der Vielzahl an qualifizierten Bewerbungen galt es letztlich diejenigen auswählen, die am besten zum Anforderungsprofil der ausgeschriebenen Stelle passen. Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass Ihre Bewerbung nicht dazugehört.

  Die von Ihnen angestrebte Position konnte zwischenzeitlich besetzt werden. Hierfür konnten wir Ihre Bewerbung deshalb nicht mehr berücksichtigen. Derzeit können wir Ihnen leider auch keine andere passende Stelle anbieten.

Schlussteil:

  Daher erhalten Sie Ihre Bewerbungsunterlagen, die Sie uns freundlicherweise überlassen haben, zurück. Für Ihren weiteren Weg wünschen wir Ihnen viel Erfolg und alles Gute.

  Ihre Bewerbungsmappe schicken wir Ihnen daher zurück. Wir drücken Ihnen die Daumen, dass Ihre Jobsuche schon bald erfolgreich sein wird. Für Ihre Zukunft, beruflich wie persönlich, wünschen wir Ihnen alles Gute.

  Wir bedauern, dass wir keine günstigere Nachricht für Sie haben. Ihre Bewerbungsunterlagen senden wir Ihnen mit Dank zurück und wünschen Ihnen für Ihre berufliche wie persönliche Zukunft alles Gute.

  Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir uns für einen anderen Bewerber entschieden haben. Ihre Unterlagen schicken wir Ihnen daher zurück. Wir bedanken uns nochmals für Ihr Interesse und wünschen Ihnen, dass Sie bald eine passende Stelle finden.

  Bitte verstehen Sie unsere Entscheidung nicht als Wertung Ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten. Vor allem bei einer großen Anzahl an Bewerbungen gehört manchmal auch ein wenig Glück dazu. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg für Ihren weiteren beruflichen Weg und dass Sie bei einer Ihrer nächsten Bewerbungen dieses notwendige Quäntchen Glück haben. Ihre Bewerbungsunterlagen schicken wir Ihnen anbei zurück.

Grußformel:

  Mit freundlichen Grüßen [Unterschrift]

  Mit freundlichem Gruß [Unterschrift]

  Freundliche Grüße [Unterschrift]


 

Individuelle Absage oder Standardschreiben?

Absageschreiben für die BewerbungWenn ein Bewerber eine Absage bekommt, ist er natürlich zunächst einmal enttäuscht. Oft ärgern sich Bewerber dann aber auch darüber, dass sie nur irgendein Standardschreiben mit lauter Floskeln erhalten haben. Schließlich möchten viele Bewerber wissen, warum ihre Bewerbung nicht erfolgreich war. Lag es an der Qualifikation? Am Bewerber selbst? Oder war die Bewerbung langweilig, nichtssagend, unvollständig, zu umfangreich oder anderweitig fehlerhaft? Für den Bewerber sind solche Infos hilfreich, damit er die Fehler vermeiden und es künftig besser machen kann. Hinzu kommt, dass Personaler fordern, dass ein Bewerber eine individuelle Bewerbung schreibt. Er soll keine Floskeln und Standardformulierungen verwenden, sondern eine Bewerbung erstellen, die exakt auf die Stelle und das Unternehmen zugeschnitten ist. Massentaugliche Serienbriefe landen sehr oft direkt auf dem Absagestapel, ohne dass die Bewerbung überhaupt näher in Augenschein genommen wurde. So gesehen ist es nicht ganz fair, wenn ein Unternehmen per Standardschreiben absagt. Allerdings gibt es zwei Gründe, die dem Unternehmen letztlich gar keine andere Wahl lassen:

1. Die Menge: Für eine Stellenanzeige gehen mitunter mehrere hundert Bewerbungen ein. Allein schon wegen dieser Menge ist es in der Praxis schlicht unmöglich, jede einzelne Bewerbung mit einem individuellen, eigens dafür formulierten Schreiben zu beantworten. Zudem würden sich die Formulierungen zwangsläufig wiederholen, denn die Möglichkeiten, eine Absage auszudrücken, sind begrenzt.

2. Das AGG: Vor einigen Jahren wurde das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, kurz AGG, eingeführt. Demnach dürfen Kriterien wie das Alter, das Geschlecht, die Religion, eine Behinderung oder die sexuelle Orientierung keine Gründe für eine Absage sein. Alle Bewerber müssen gleich behandelt und keiner darf diskriminiert werden. Eine Konsequenz daraus ist, dass Unternehmen gut beraten sind, eine Absage nicht näher zu begründen. Selbst wenn das Unternehmen nur schreibt, dass es sich für einen jüngeren Bewerber entschieden oder ein Mann die Stelle bekommen hat, könnte dies als Verstoß gegen das AAG ausgelegt werden. Ein älterer Bewerber oder eine Bewerberin könnten sich nämlich diskriminiert fühlen. Die Folge könnte dann eine Klage sein. Insofern ist es dem Gesetz geschuldet, dass die meisten Bewerber nicht (mehr) erfahren, warum oder woran ihre Bewerbung gescheitert ist.