Tipps für Bewerbung als Küchenhilfe

Möchten Sie das Küchenteam tatkräftig unterstützen, müssen Sie mit Ihrer Bewerbung als Küchenhilfe überzeugen.

Obwohl die Arbeit als Küchenhilfe ganz schön anstrengend sein kann, sind die Jobs sehr begehrt. Das wird wohl weniger an der Legende vom Tellerwäscher liegen, der es bis zum Millionär geschafft hat. Die Gründe dürften andere sein. So ist für die Tätigkeit keine besondere Ausbildung notwendig.

Erfahrung in der Küche kann natürlich nicht schaden, aber auch Quereinsteiger können die Handgriffe schnell lernen. Außerdem lässt sich der Beruf prima als Nebenjob, als Minijob oder in Teilzeit ausüben. Wir sagen Ihnen, was Sie bei Ihrer Bewerbung als Küchenhilfe beachten sollten, damit Sie die Stelle bekommen.

Die Servicekräfte stehen in direktem Kontakt zu den Gästen. Sie nehmen die Bestellungen auf, bringen die Getränke und servieren die Speisen. Im Unterschied dazu agieren Küchenhilfen im Hintergrund. Doch ohne sie würde die Gastronomie nicht funktionieren. Denn die Küchenhilfen kümmern sich darum, dass die Köche und die Kellner ihren Job überhaupt machen können.

Ein großer Pluspunkt ist, dass für die Tätigkeit als Küchenhilfe keine fachlichen Qualifikationen erforderlich sind. Was Sie als Küchenhilfe wissen und können müssen, lernen Sie vor Ort. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Jobs für Küchenaushilfen nicht nur in Vollzeit, sondern sehr oft in Teilzeit und als Minijobs angeboten werden. So können Sie sich nebenher ein paar Euro dazuverdienen.

Nun ist die Nachfrage nach Küchenhilfe-Jobs aber groß. Wird eine Küchenhilfskraft gesucht, melden sich oft sehr viele Bewerber. Damit stellt sich die Frage: Wie gehe ich am besten vor? Wie kann ich mit meiner Bewerbung als Küchenhilfe überzeugen? Wir verraten es Ihnen!

Was macht eine Küchenhilfe genau?

Als Küchenhilfe unterstützen Sie das Küchenteam. Sie arbeiten dem Koch oder dem Beikoch zu, indem Sie zum Beispiel Gemüse, Salat und Früchte waschen, schälen und kleinschneiden. Sie belegen Brötchen, bereiten Häppchen zu und richten kalte Platten an. Auch bei der Zubereitung von Marinaden und Soßen helfen Sie mit.

Daneben kümmern Sie sich um die Lebensmittel. Dazu kann gehören, dass Sie frische Lebensmittel fachgerecht verräumen und regelmäßig kontrollieren. Verdorbene Lebensmittel sortieren Sie aus und entsorgen sie. Andersherum holen Sie Lebensmittel aus dem Lager oder dem Kühlhaus, wenn sie in der Küche benötigt werden.

Zu Ihren Aufgaben gehört auch, verschmutztes Geschirr zu spülen und benutzte Küchengeräte zu reinigen. Außerdem räumen Sie den Küchenbereich auf und putzen ihn. Sind Sie in einer Kantine tätig, gehören die Ausgabe der Mahlzeiten und das Kassieren oft ebenfalls zu Ihrem Aufgabenbereich.

Wo gibt es Jobs für Küchenhilfen?

Küchenhilfen sind an vielen Stellen im Einsatz. Eigentlich überall dort, wo es eine Küche gibt. Arbeitsplätze als Küchenhilfskraft finden Sie also beispielsweise

  • in Restaurants, Gasthöfen, Cafés und anderen gastronomischen Betrieben
  • bei Cateringfirmen
  • in den Küchen von Krankenhäusern und Heimen
  • bei Tagesstätten, Kindergärten, Schulen und ähnlichen Einrichtungen mit Verpflegung
  • in Großküchen und bei Unternehmen, die Essen herstellen
  • auf Ausflugs- und Kreuzfahrtschiffen
  • in Kantinen und Mensas

Auf was sollte ich mich als Küchenhilfe einstellen?

Wenn Sie als Küchenhilfe arbeiten, verwenden Sie zwar auch Küchengeräte und Küchenmaschinen. Sehr viele Arbeiten erledigen Sie aber mit der Hand. Und dabei müssen Sie kräftig zupacken können. Denn große Töpfe, schwere Pfannen oder Säcke und Kisten mit Lebensmitteln können ein ordentliches Gewicht auf die Waage bringen.

In der Küche ist eine gute Hygiene oberstes Gebot. Das heißt auch für Sie, dass Sie Arbeitskleidung wie eine Schürze, eine Kopfbedeckung und Handschuhe tragen müssen. Außerdem müssen Sie sorgfältig und gründlich arbeiten. Es reicht nicht aus, den Küchenbereich nur oberflächlich zu putzen oder Lebensmittel irgendwie zu verstauen. Die Sicherheits- und Hygienebestimmungen müssen strikt eingehalten werden.

Der Raum in der Küche ist oft beengt. Mehrere Personen arbeiten hier im Team nebeneinander. Es ist heiß und verschiedene Gerüche liegen in der Luft. Vor allem zu den Stoßzeiten kann es hektisch zugehen. Dann müssen alle Abläufe ineinandergreifen, damit die Arbeit nicht ins Stocken gerät und die Gäste nicht zu lange warten müssen. Der Ton kann durchaus etwas rauer werden. Belastbarkeit, eine gute Übersicht und eine schnelle Auffassungsgabe sind deshalb für eine Küchenhilfe sehr wichtig. Außerdem sollten Sie körperlich fit sein. Denn Sie arbeiten im Stehen und Ihre Arbeit ist körperlich anstrengend.

In der Gastronomie ist es normal, am Wochenende und an Feiertagen zu arbeiten. Und die Arbeitszeiten sind mitunter sehr lang. So beginnt die Arbeit oft schon am frühen Morgen und dauert bis tief in die Nacht hinein. Denn bevor die ersten Gäste kommen, muss alles vorbereitet sein. Und erst wenn die letzten Gäste gegangen sind, kann die Küche für den nächsten Tag auf Vordermann gebracht werden. Wenn Sie als Küchenhilfe arbeiten wollen, sollten die Arbeitszeiten also kein Problem für Sie sein.

Brauche ich besondere Kenntnisse als Küchenhilfe?

Eine abgeschlossene Berufsausbildung brauchen Sie als Küchenaushilfe nicht. Und auch Berufserfahrung im Gastgewerbe oder einem ähnlichen Bereich ist nicht unbedingt notwendig. Da es sich um eine Hilfstätigkeit handelt, werden Sie in aller Regel an Ihrem Arbeitsplatz von den Fachkräften eingewiesen. Aber natürlich kann es nicht schaden, wenn Sie schon Erfahrung in der Küche gesammelt haben. Oder wenn Sie Kenntnisse im Umgang mit Lebensmitteln und Hygienevorschriften mitbringen. Ansonsten punkten Sie mit Ihren Fähigkeiten und persönlichen Stärken.

Zu den Voraussetzungen für die Tätigkeit gehört eine Belehrung. Sie bezieht sich auf die Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen in der Küche und den Umgang mit Lebensmitteln. Außerdem brauchen Sie eine Bescheinigung vom Gesundheitsamt. Die Belehrung wird Ihr Arbeitgeber durchführen. Und er wird Sie auch über die Bescheinigung informieren.

Wie bewerbe ich mich als Küchenhilfe?

Welche Bewerbung erwünscht ist, hängt davon ab, wo Sie sich bewerben. In vielen Fällen reicht eine Kurzbewerbung aus. Eine Kurzbewerbung besteht aus

  • dem Bewerbungsschreiben und
  • Ihrem Lebenslauf.

Im Anschreiben erklären Sie, warum Sie die ausgeschriebene Stelle möchten und was Sie dafür mitbringen. Sie vermitteln Ihre Motivation und Ihr Interesse und betonen Ihre Stärken. Es geht also darum, den Arbeitgeber davon zu überzeugen, dass Sie der richtige Kandidat sein könnten und es sich lohnt, Sie zum persönlichen Gespräch einzuladen. Den Lebenslauf schreiben Sie als tabellarischen Lebenslauf. Darin listen Sie Ihren bisherigen Werdegang auf.

Es gibt aber auch Arbeitgeber, die eine vollständige Bewerbungsmappe möchten. In diesem Fall ergänzen Sie das Anschreiben und den Lebenslauf um Zeugnisse und andere Nachweise für Ihre Qualifikationen. Ist Ihr Lebenslauf sehr lang, können Sie Ihre persönlichen Angaben und das Bewerbungsfoto auf ein Deckblatt auslagern.

Doch auch der umgekehrte Fall ist möglich: Manchmal brauchen Sie gar keine schriftliche Bewerbung. Stattdessen führen Sie ein kurzes Vorstellungsgespräch und zeigen dann beim Probearbeiten, was Sie draufhaben.

Noch ein Tipp: Wenn Sie einen Job als Küchenhilfe suchen, fragen Sie einfach einmal in gastronomischen Betrieben in Ihrer Nähe nach. Denn viele Restaurants und Cafés veröffentlichen keine Stellenangebote, stellen aber trotzdem Helfer ein. Und vor allem in der Hochsaison stehen die Chancen gut, so einen Job zu finden.

Vorlage für ein Bewerbungsschreiben als Küchenhilfe

Das Anschreiben ist der schwierigste Teil der Bewerbung. Oft fehlt die zündende Idee, wie das Bewerbungsschreiben formuliert werden könnte. Um es Ihnen etwas leichter zu machen, haben wir ein Bewerbungsmuster für Sie vorbereitet. Daran können Sie sich orientieren. Und wenn Sie dann noch eine individuelle Note in Ihr Anschreiben reinbringen, sind auf dem besten Weg zu einer erfolgreichen Bewerbung.

Sehr geehrte Frau/geehrter Herr (Name),

als leidenschaftlicher Hobby-Koch weiß ich, wie wichtig ein sorgfältiger Umgang mit Lebensmitteln und ein sauberer, ordentlicher Arbeitsplatz sind. Sehr gerne möchte ich Ihr Küchenteam als Aushilfe unterstützen.

Während der Schulzeit konnte ich erste Erfahrungen als Küchenhelfer sammeln. Denn ich habe unserem Hausmeister regelmäßig bei der Pausenverpflegung geholfen. Zu meinen Aufgaben gehörte, Brötchen zu belegen und Backwaren auf Platten anzurichten. Nach dem Verkauf habe ich die benutzten Arbeitswerkzeuge gespült und verräumt. Die Arbeit hat mir viel Spaß gemacht. Durch meine sorgfältige Arbeitsweise und meine schnelle Auffassungsgabe konnte ich mir das eine oder andere Lob sichern.

Kürzlich habe ich mein Studium als … begonnen. Mir ist bewusst, dass die Arbeit als Küchenhilfe körperlich anstrengend ist. Doch gerade die körperliche Arbeit sehe ich für mich als idealen Ausgleich zur Theorie an der Uni. Und als Restaurant mit (z.B. italienischer) Küche haben Sie ein Konzept, mit dem ich mich bestens identifizieren kann.

Mein Einsatz bei Ihnen wäre sowohl abends unter der Woche als auch an den Wochenenden möglich. Ich freue mich sehr, wenn wir uns bei einem Vorstellungsgespräch persönlich kennen lernen.

Mit freundlichen Grüßen

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