Bewerbung JobwechselSie denken über eine berufliche Veränderung nach oder sind schon den ersten Schritt gegangen und haben die Stellenanzeigen durchforstet. Es fällt Ihnen nicht leicht, für Ihre Bewerbung wegen des Jobwechsels Formulierungen zu finden, die für Ihre Wunschstelle passen und gleichzeitig ehrlich und authentisch sind und überzeugen.

Ihre Suche kann an dieser Stelle enden. Denn hier bekommen Sie genug Informationen, die Ihnen helfen werden, sich auf Ihr Bewerbungsschreiben vorzubereiten. Sie kriegen alles, was Sie für einen erfolgreichen Jobwechsel benötigen.

In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Fragen Sie sich vor einem Jobwechsel stellen sollten, um Zweifel bekämpfen zu können. Sie werden lesen, welche Beweggründe Sie als Inspiration für Ihr Schreiben verwenden können und bekommen am Ende fünf elegante Sätze, die Sie garantiert zum Erfolg bringen werden. Lesen Sie selbst!

Fragen, die Sie sich vor einem Jobwechsel stellen sollten

Wenn Sie an dem Punkt stehen, dass Sie Ihren Job wechseln möchten, sollten Sie vielleicht noch einmal über ein paar Dinge nachdenken. Denn oft zieht sich die Suche nach einer neuen Arbeit länger hin als erwartet. Da ist es gut, wenn Sie immer wieder daran erinnert werden, worüber Sie gründlich nachgedacht haben. Beispiele von Fragen, die Sie sich stellen sollten, sind die Folgenden:

Was sagen Ihre Freunde und Verwandten zu Ihrer Entscheidung?

Mit dieser Frage soll nicht gemeint sein, dass Sie Ihre Entscheidung von anderen Personen abhängig machen sollen. Trotzdem tut es gut, wenn Sie im Vorhinein mit Menschen, die Ihnen nahe stehen, über Ihre Situation sprechen. Vielleicht können Sie manches aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Das kann helfen, Ihre Entscheidung durchzuziehen oder aber auch zum Nachdenken anregen, ob Sie übereilt handeln. Wenn Sie bereits entschieden sind, dann tut es gut, bei Freunden oder der Familie Zuspruch für die Jobsuche zu erhalten.

Gibt es Alternativen?

Haben Sie schon darüber nachgedacht, ob das, was Sie bei Ihrer derzeitigen Stelle stört, wirklich nicht zu ändern ist? Ein Gespräch mit dem Vorgesetzten oder mit Kollegen kann manchmal schon helfen, etwas zu verändern. Fragen Sie sich einmal, ob Ihr Problem oder Ihr Grund zum Wechseln tatsächlich unausweichlich ist.

Wie sieht das Worst Case Szenario aus?

Manchmal ist es gut, sich vor Augen zu führen, was im schlimmsten Fall geschehen kann, wenn Sie den alten Job behalten. Wie würde Ihr Arbeitsalltag aussehen und wie würden Sie sich fühlen? Sie können im Anschluss an diese Überlegung versuchen, Lösungen für die Szenarien zu finden. Wenn es keine dafür gibt, dann bleibt Ihnen wahrscheinlich wirklich nur die Veränderung zu einer neuen Arbeit übrig.

Was ist Ihre Motivation?

Ihr Wechselmotiv ist sehr entscheidend. Wenn Sie das nicht wissen, wird es schwer werden, eine neue Arbeit zu finden. Überlegen Sie sich daher genau, was Ihre Beweggründe für Ihre Entscheidung sind. Vielleicht haben Sie es auch gar nicht selbst entschieden, weil Sie gefeuert worden sind. Aber auch dann sollten Sie Ihre Gründe für eine Bewerbung um einen neuen Job wissen. Näheres dazu erfahren Sie im nächsten Abschnitt.

Gute Gründe für einen Jobwechsel

Oft ist es nicht leicht, eine Begründung für einen Jobwechsel zu finden. Dabei ist diese sehr wichtig für Ihre Bewerbung und Sie sollten direkt in der Einleitung darauf eingehen. Denn in Ihrem Anschreiben an Ihren neuen Arbeitgeber müssen Sie dem Personaler plausibel machen, wieso Sie sich bewerben und warum Sie von der alten Stelle zur neuen übergehen möchten. Sie sollten vermeiden, sprunghaft oder unsicher zu wirken, denn das kommt bei Ihrem Gegenüber weniger gut an. Vielmehr ist von Bedeutung, dass Sie Ihren Grund glaubhaft und überzeugend darstellen können. Um es Ihnen zu erleichtern, bekommen Sie ein paar Beispiele:

Neue berufliche Herausforderung

Sie erklären Ihren Wechsel in Ihrer Bewerbung damit, dass Sie auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung sind und sich persönlich weiterentwickeln möchten. Das zeigt dem Arbeitgeber, dass Sie motiviert und aufgeschlossen sind, und hinterlässt in den meisten Fällen einen positiven Eindruck.

Branchenwechsel

Ihre Tätigkeit möchten Sie gern weiter ausüben, aber eben in einer anderen Branche. Sie arbeiten zurzeit als Personalreferent in der Stahlindustrie und möchten zum Beispiel in einer Personalabteilung in der Lebensmittelbranche arbeiten. Auch dort können Sie Ihre Fähigkeiten und Erfahrungen einbringen. Machen Sie das in Ihrer Bewerbung klar und ziehen Sie eine Verbindung zu der neuen Stelle.

Neues Arbeitsumfeld

Mit neuem Arbeitsumfeld ist gemeint, dass Sie beispielsweise von einer Arbeit in einem Großkonzern zu einem Job in einem kleinen Start-up wechseln möchten. Grund dafür könnte die familiärere Atmosphäre sein und flachere Hierarchien. Aber auch das enorme Entwicklungspotenzial kann im Fokus stehen. Auch hier ist wichtig, dass Sie schauen, was im Stellenangebot steht. Beziehen Sie sich darauf.

Internationaler Kontext

Ihr Wunsch nach einer Aufgabe in Ihrem Bereich, die mehr mit internationalen Geschäftspartnern und Kunden zu tun hat, ist auch eine Motivation für einen Wechsel. Dieser Schritt zeigt, dass Sie offen sind, und wirkt in den meisten Fällen positiv auf die Personaler. Vielleicht möchten Sie zusätzlich Ihre Fremdsprachenkenntnisse vertiefen. Dann dürfen Sie das auch dazuschreiben.

Familie

Gründe, einen Job wegen der Familie zu wechseln, gibt es viele. Es könnte sein, dass Nachwuchs erwartet wird und Sie von einer Vollzeit- in eine Teilzeitstelle wechseln müssen. Die räumliche Distanz zu verkleinern ist ebenso ein Beweggrund; oder aber ein Verwandter ist ein Pflegefall geworden und Sie müssen deshalb eine Stelle in der Nähe seines Wohnortes finden. Wichtig bei Angabe eines solchen Grundes ist, dass Sie die Lust und Bereitschaft an der Mitarbeit im neuen Unternehmen in den Vordergrund stellen. Deshalb ist hier besondere Vorsicht geboten.

Was Sie unbedingt vermeiden sollten

Es gibt Wechselmotive, die Sie lieber vermeiden sollten bei Ihrer Bewerbung. Darunter fallen zum Beispiel:

Mehr Freizeit

Dies mag mit ein Grund sein, weshalb Sie wechseln möchten. Dennoch sollten Sie das nicht in den Vordergrund stellen. Es kann schnell der Eindruck erweckt werden, dass Sie eigentlich keine Lust zum Arbeiten haben und das alles nur machen, weil es eben sein muss. Solche Arbeitnehmer sind aber oft unmotiviert und weniger bereit, Überstunden zu leisten oder sich tatkräftig für den Erfolg des Unternehmens einzusetzen.

Höheres Gehalt

Auch bei dieser Motivation ist Vorsicht geboten. Denn auch wenn Sie sich mehr Geld erhoffen von Ihrem neuen Job, sollte das nicht Ihr erster Antrieb sein. Ihr neuer Arbeitgeber könnte denken, dass Sie nur wegen des Geldes arbeiten und die Arbeit an sich eigentlich nur an zweiter Stelle steht. Auch das wirkt eher negativ und deshalb sollten Sie das vermeiden.

Kürzerer Arbeitsweg

Nur um schneller zur Arbeit zu kommen, wollen Sie in der neuen Firma anfangen? Wenn Sie das so schreiben, dann wirkt das wieder, als suchten Sie nur nach Ihrem Vorteil und nicht nach dem Gewinn für das Unternehmen. Sie müssen klarmachen, dass Sie einen Mehrwert bieten können.

Weg vom alten Arbeitgeber

Sie lassen erkennen, dass Sie einfach nur wegwollen von Ihrer alten Stelle. Sie reden schlecht über die Umstände, die dort herrschen und dass Sie immer nur angeschrien worden sind. Bitte tun Sie das nicht! Sie sollten niemals negativ über Ihren alten Arbeitgeber sprechen. Wenn beide Firmen auch noch in der gleichen Branche tätig sind und Sie aus dem Nähkästchen plaudern, dann ist es doppelt gefährlich. Sie dürfen nicht den Eindruck erwecken, als seien Sie vor irgendetwas auf der Flucht.

Gezwungen zu wechseln

In Ihrer Bewerbung begründen Sie Ihre Entscheidung damit, dass Sie eigentlich gar nicht aus Ihrem alten Job heraus wollten, aber dazu gedrängt oder gezwungen wurden. Vielleicht hat man Ihnen gekündigt oder es gab betriebsbedingte Veränderungen und Ihr Vertrag konnte nicht verlängert werden. Bitte schreiben Sie so etwas niemals in Ihr Anschreiben hinein. Gehen Sie in sich und suchen Sie nach einer anderen Motivation, die positiv ist.

Bei all diesen Negativbeispielen sollten Sie sich immer eines vor Augen halten. Das Unternehmen, das Sie einstellt, möchte immer einen Mehrwert von Ihnen haben. Deshalb sollten Sie sich lieber überlegen, was Sie ganz persönlich durch Ihre Erfahrungen und Fähigkeiten leisten können, um genau das zu tun. Seien Sie von sich selbst überzeugt und zeigen Sie das auch in Ihrem Bewerbungsanschreiben.

Bewerbung Jobwechsel Formulierung: Fünf elegante Sätze

Bezug nehmend auf die oben genannten Motivationsbeispiele bekommen Sie hier fünf elegante Sätze, die Ihnen helfen können, Ihre eigenen Beweggründe in Ihrer Bewerbung zu formulieren:

Neue berufliche Herausforderung:

„Meine Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich Personalentwicklung möchte ich gern vertiefen. In Ihrem Unternehmen sehe ich die Chance, mich dieser Herausforderung stellen zu dürfen.“

Branchenwechsel:

„Durch meine langjährige Erfahrung als Vertriebsmitarbeiter in der Finanzbranche sehe ich es als spannende Herausforderung, mein Können in einer ganz neuen Branche einsetzen zu dürfen. Ich würde mich sehr freuen, am Erfolg Ihres Unternehmens mitzuarbeiten.“

Neues Arbeitsumfeld

„Das Arbeiten in einem kollegialen Umfeld mit flachen Hierarchien ist für mich die Grundlage für gemeinsamen Erfolg und ein motiviertes Team. Deshalb freue ich mich, Sie in Ihrem Start-up unterstützen zu dürfen.“

International arbeiten

„Meine Erfahrungen im Ausland und die Vertiefung meiner Fremdsprachenkenntnisse haben mich dazu bewegt, in einem international agierendem Unternehmen wie Ihrem Arbeiten und Mitwirken zu wollen. Ihre hochwertigen Produkte auch in anderen Ländern vertreten zu dürfen, wäre mir eine große Freude.“

Familie

„Nach einer langen Zeit der räumlichen Trennung wollen meine Familie und ich wieder näher zusammenziehen. Das veranlasst mich nicht nur zu Veränderungen im privaten, sondern auch im beruflichen Bereich. Ich freue mich, dass ich jetzt meine ganze Energie und Kraft an einem Ort gebündelt habe und somit Ihr Unternehmen mit meinen Fähigkeiten und Kenntnissen im Bereich der Produktentwicklung zielführend unterstützen kann.“

Tipps zum Schluss

Denken Sie auch daran, dass Sie im Vorstellungsgespräch, zu dem Stellung nehmen können müssen, was Sie in Ihrer Bewerbung geschrieben haben. Stellen Sie sich auch Fragen wie:

Habe ich selbst gekündigt?

Wurde mir betriebsbedingt gekündigt?

Bin ich durch eigenes Verschulden gekündigt worden?

In allen drei Fällen sollten Sie immer bei der Wahrheit bleiben und nicht zu sehr ins Detail gehen. Konzentrieren Sie sich immer auf das Positive und richten Ihren Blick auf die Zukunft. Was möchten Sie bei der neuen Aufgabe verändern und wo sehen Sie Ihre Stärken, die Sie für die neue Firma einsetzen können? Zeigen Sie, wie sehr Sie sich über die neue Herausforderung freuen.

Sie haben in diesem Beitrag alles erfahren, wie Sie bei Ihrer Bewerbung für den Jobwechsel die Formulierung finden, die nicht nur Sie selbst, sondern auch den Personalreferenten von Ihnen überzeugt. Sie wissen, welche Gründe positiv sind und welche eher negativ ankommen und haben durch die Beispielsätze eine Inspiration für Ihr eigenes Anschreiben bekommen. Jetzt liegt es an Ihnen. Legen Sie noch heute los und formulieren Sie Ihre Motivation! Viel Erfolg dabei!