Bewerbungsgespräch Hotelfachfrau: Wie hiermit bestehen werden

Bewerbungsgespräch Hotelfachfrau
Was bringen Sie mit für den Job als Hotelfachfrau?

Das Bewerbungsgespräch ist eine Hürde vor jedem neuen Job. Gleichzeitig ist es auch ein großer Stolperstein, dem viele Bewerber mit Nervosität entgegensehen. Schließlich haben Sie schon viel Zeit in die Bewerbungsunterlagen investiert. Durch ein schlechtes Bewerbungsgespräch nun die Chance zu verpassen, ist ein Risiko, dass Sie immer eingehen. Gerade im Hotelgewerbe werden hohe Anforderungen an ein makelloses Auftreten, tadellose Manieren und eine hohe Servicebereitschaft gestellt. Wie sollen Sie in dieser Prüfungssituation so entspannt bleiben, dass Sie alle diese Eigenschaften auch unter Beweis stellen können? Genau das wird zum Problem beim Bewerbungsgespräch als Hotelfachfrau. Obwohl Sie vielleicht alle erforderlichen Qualifikationen mitbringen, zählt das sympathische Auftreten, was unter Anspannung schwierig wird. Wie sollen Sie da trotzdem überzeugen und sich Ihre Nervosität nicht anmerken lassen?

Das Zauberwort lautet: Vorbereitung. Nur wenn Sie wissen, was auf Sie zukommt, welche Fragen Ihnen gestellt werden und was für Qualifikationen und Stärken von einer Hotelfachfrau erwartet werden, können Sie bei Ihrem Gegenüber punkten. Die erforderlichen Informationen über den Ablauf dieser Vorbereitung erfahren Sie hier. Nach diesem Artikel sind Sie nicht nur in der Lage, alles über Ihren potentiellen neuen Arbeitgeber herauszufinden, Sie können auch auf schwierige Fragen gelassen antworten. Eine gute Nachricht an dieser Stelle: Das Hotelgewerbe wächst stabil. Mit einer guten Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch als Hotelfachfrau und einem Quäntchen Glück steht daher Ihrem erfolgreichen Berufseinstieg oder Jobwechsel nichts mehr im Wege.

Aber wie genau gelingt es Ihnen eigentlich, Informationen über Ihren neuen Arbeitgeber zu finden? Welche Schritte sind erforderlich? Wie sieht ein typisches Bewerbungsgespräch als Hotelfachfrau aus? Was sagen Sie, wenn Ihnen der Personaler eine Probearbeit vorschlägt? Gibt es schwierige Fragen und wie kontern Sie geschickt? Was ist mit der geeigneten Kleidungswahl? Welche Fehler sollten Sie vermeiden? Das alles sind Fragen, die es vor dem Bewerbungsgespräch zu beantworten gilt. Hier haben Sie die Gelegenheit dazu.

Die meisten fallen im Vorstellungsgespräch durch. Hier der passende Test dazu

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Recherche vor dem Bewerbungsgespräch: Was wissen Sie über das Haus?

Entscheidend für den Erfolg des Vorstellungsgespräches ist die gut investierte Zeit vor diesem Termin. Wenn Sie uninformiert erscheinen, sind Sie nicht nur merklich nervöser, auch Ihr Gesprächspartner hat es schwer, Ihnen echte Motivation abzukaufen. Gerade als Hotelfachfrau können Sie zwischen verschiedenen Häusern wählen. Ein gutes Haus achtet allerdings darauf, die Fluktuation der Beschäftigten niedrig zu halten, um den Gästen die höchstmögliche Qualität zu bieten. Aus diesem Grund sollten Sie glaubhaft versichern, auch längerfristig bei diesem Arbeitgeber arbeiten zu wollen. Dafür brauchen Sie plausible Gründe.

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Informationen über das Hotel – So finden Sie sie

  • Lesen Sie Bewertungen des Hotels durch. Hier erhalten Sie wertvolle Informationen über besondere Vorzüge, aber auch Schwachstellen des Hauses. Im Gegensatz zu der Eigenpräsentation Ihres zukünftigen Arbeitgebers, erfahren Sie hier die ganze Wahrheit.
  • Informieren Sie sich auf Portalen wie Kununu über Rezensionen von ehemaligen Mitarbeiten. Dadurch können Sie auch das Arbeitsklima hinter der Kulisse des Hotels besser einschätzen.
  • Studieren Sie die Stellenanzeige. Dort werden Aufgaben und Verantwortungsbereiche meistens klar definiert. Vielleicht haben Sie in Ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn schon ähnliche Aufgabengebiete gehabt. Je realistischer Sie den neuen Arbeitsplatz einschätzen können, desto bessere Chancen haben Sie im Bewerbungsgespräch.
  • Finden Sie die Website oder auch die Buchungsplattform des Hotels. Hier stellt sich das Haus selber vor und betont besondere Vorzüge. So bekommen Sie einen Eindruck von wichtigen Merkmalen und Details.
  • Falls Sie die Chance haben: Sprechen Sie mit einem aktuellen Mitarbeiter. So erhalten Sie ein genaues Bild dessen, was auf Sie zukommt. Außerdem können Sie bei dieser Gelegenheit direkt nach dem Dresscode des Hotels fragen.

Diese fünf Punkte stellen einen hervorragenden Leitfaden dar, mit dem Sie umfangreiche Informationen über Ihren neuen Arbeitgeber sammeln können. Nutzen Sie die Zeit und machen Sie sich Notizen. So können Sie selbstsicher und informiert auftreten.

Kleidung im Vorstellungsgespräch: 3 wichtige Grundregeln

Neben der inhaltlichen Recherche gibt es auch einige praktische Dinge zu erledigen. Dazu gehört es neben der Planung des Anfahrtsweges auch, die richtige Kleidung für den wichtigen Termin zu finden. Das kann manchmal ziemlich überfordernd sein. Mit den folgenden Tipps gehen Sie allerdings auf Nummer sicher.

  1. Im Hotelgewerbe wird ein klassisches Business-Outfit erwartet. Jeans und Pullover machen bei der Bewerbung zur Hotelfachfrau einen schlechten Eindruck. Sie sollten auf Kostüm oder Anzug setzen, selbstverständlich tadellos gereinigt und gepflegt, inklusive passendem Schuhwerk.
  2. Tragen Sie neue Kleidung ein. Häufig wird für das Bewerbungsgespräch zur Hotelfachfrau neue Kleidung benötigt. Tragen Sie diese Kleidung vor dem Termin auch einmal mehrere Stunden im Alltag. So gewöhnen Sie sich an das Material und können sich natürlich bewegen.
  3. Gehen Sie frühzeitig einkaufen. Noch ein wichtiger Tipp: Versuchen Sie, Last-Minute Einkäufe zu vermeiden. So finden Sie nur schlecht sitzende Kleidung, in der Sie sich nicht wohlfühlen. Aber gerade darauf kommt es an.

Beachten Sie diese drei Tipps als wichtigen Erfolgsfaktor für ein gutes Gespräch. Nur wenn Sie sich in Ihrer Haut wohlfühlen, können Sie Zuversicht und Selbstbewusstsein ausstrahlen.

Würden Sie auch den Einstellungstest dazu schaffen?

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Bewerbungsgespräch Hotelfachfrau Ablauf: Das erwartet Sie

Vor einem Gespräch, in dem es um einen Job geht, sind alle Kandidaten nervös. Das ist völlig normal, zudem Sie eine völlig neue Situation und ein gänzlich unbekannter Gesprächspartner erwartet. Daher kann es helfen, wenn Sie wenigstens eine grobe Vorstellung davon haben, was Sie vor Ort erwartet. Aus diesem Grund finden Sie nachfolgend die typische Abfolge eines Vorstellungsgespräches. Natürlich können sich die Punkte in ihrer Reihenfolge ändern, aber grundsätzlich orientieren sich die meisten Personaler an diesem Ablauf.

Grundaufbau Bewerbungsgespräch: Das kommt immer dran

  1. Begrüßung. Der wichtigste Moment des gesamten Gespräches. Aufgrund von Phänomen wie dem Halo-Effekt kann ein guter erster Eindruck das gesamte weitere Gespräch positiv beeinflussen. Hier werden Sie meistens am Empfang begrüßt und zu ihrem Gesprächspartner begleitet. Small Talk ist dabei das Mittel der Wahl, wofür sich Themen wie die Anfahrt, das Wetter oder die Einrichtung des Hotels eignen.
  2. Vorstellung des Hotels und des Aufgabenbereiches. Kaum haben Sie Platz genommen, bekommt Ihr Gegenüber Redezeit. Jetzt werden Zahlen und Fakten zum Hotel vorgestellt, Pläne erläutert und besonders der zu vergebende Aufgabenbereich besprochen. Unterbrechen Sie diesen Teil nur für Nachfragen.
  3. Ihre Vorstellung. Nun sind Sie an der Reihe. In der Regel werden Sie aufgefordert, sich vorzustellen. Achten Sie hierbei darauf, besonders zu betonen, warum Ihre Qualifikationen zu dem ausgeschriebenen Job als Hotelfachfrau passen.
  4. Fragerunde. Im Anschluss daran fragt Ihr Gegenüber nach, hakt ein oder stellt auch die eine oder andere schwierige Frage. Dabei geht es darum, wichtige Informationen zu erhalten, die klären sollen, ob Sie eine geeignete Kandidatin sind.
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Weiter geht es: Haben Sie überzeugt?

  1. Gehaltsvorstellungen und Eckpunkte. Wenn feststeht, dass Sie für den Job in Betracht kommen, geht es eine Runde weiter: Einstiegsdatum und Gehaltszahlungen wollen verhandelt werden. Machen Sie sich vorher zu diesem beiden Punkten Gedanken, damit Sie Ihre Position argumentativ absichern können.
  2. Rundgang durch das Hotel. Ist auch die vorherige Runde positiv verlaufen, wird Ihnen häufig das Hotel vorgestellt. Bei diesem Gang lernen Sie oft bereits Kollegen kennen und können den Arbeitsplatz einmal selbst besichtigen. Das kann sehr hilfreich für die eigene Entscheidung sein.
  3. Verabschiedung. Der erste Eindruck zählt, der letzte bleibt. Auch wenn das Gespräch insgesamt positiv verlaufen ist, sollten Sie dem Abschied noch Aufmerksamkeit widmen. Bedanken Sie sich für das Gespräch und signalisieren Sie ihren positiven Eindruck.

Diese sieben Schritte sollen Ihnen am Tag des Bewerbungsgespräches als Hotelfachfrau Sicherheit geben. So wissen Sie immer, was Sie als nächstes erwartet. Bereiten Sie sich daher möglichst einzeln auf jeden Punkt vor.

Probearbeiten als Hotelfachfrau: (K)eine gute Idee?

Viele Hoteliers möchten kein Risiko eingehen und schlagen Bewerbern daher eine Probearbeit vor der Zusage vor. Dieser Vorschlag kommt nicht immer gut an. Zu oft müssen Kandidaten einen ganzen Tag mit anpacken, erhalten keinen Lohn und schließlich eine Absage. Außerdem ist es bei einer Bewerbung aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis heraus gar nicht so einfach, einen passenden Zeitraum zu finden. Die folgenden Punkte zeigen Ihnen, wie Probearbeit für beide Seiten funktionieren kann.

  • Die Probearbeit sollte keine komplette Schicht umfassen, sondern nur wenige Stunden. In diesem Zeitraum ist es für beide Seiten durchaus möglich, sich besser kennen zu lernen.
  • Im Falle einer Beschäftigung sollte die Arbeit mit der nächsten Gehaltsabrechnung entlohnt werden.
  • In der Probearbeitszeit selber sollten Sie in Ihrem Aufgabenbereich bereits eingelernt werden und praktisch erfahren, was Sie erwartet. Natürlich kann nicht das gesamte Aufgabenspektrum abgedeckt werden, aber ein Großteil.
  • Während der gesamten Probearbeitszeit sollten Sie von einer erfahrenen Kraft und künftigen Kollegin begleitet werden. So können Sie alle Fragen rund um den neuen Job stellen.

Unter Berücksichtigung dieser vier Regeln kann Probearbeiten tatsächlich sehr sinnvoll sein. Nicht nur für den Arbeitgeber: Auch Sie können Eindrücke sammeln und besser entscheiden, ob Sie sich in diesem Hotel wohl fühlen.

Schwierige Fragen: Wie reagieren Sie?

In der Regel erwarten Sie im Bewerbungsgespräch zur Hotelfachfrau keine Fangfragen, Knobelaufgaben oder auch emotional herausfordernde Fragen. Trotzdem kann es sein, dass Ihr Gegenüber Fragen nach Ihrer Einsatzbereitschaft oder bestimmten Einstellungen stellt, die Sie aufs Glatteis führen können. Sich im voraus über solche Fragen zu informieren, ist schwierig, da oft individuelle Fragen gestellt werden. Wichtig ist daher Ihre persönliche Einstellung: Bleiben Sie immer sachlich, lassen Sie sich beim Antworten Zeit und Fragen Sie auch gerne nach, wenn Sie etwas nicht verstanden haben.

Fragen zu Ihrer ethnischen Herkunft, Ihrem Familienstand oder einer politischen Einstellung müssen Sie laut Arbeitsschutzgesetz nicht beantworten. Ein guter Leitfaden an dieser Stelle ist Ihr Bauchgefühl: Wenn Sie sich bereits im Bewerbungsgespräch nicht wohl und ernst genommen fühlen, passt ein anderes Hotel vielleicht besser zu Ihnen.

Bewerbungsgespräch Hotelfachfrau: Das schaffen Sie!

Sie wissen jetzt alles, was Sie für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch als Hotelfachfrau wissen müssen. Das Wichtigste an dieser Stelle ist der Faktor Zeit: Fangen Sie frühzeitig mit der Vorbereitung an. So können Sie entspannt und zuversichtlich in den Termin gehen. Denken Sie auch daran, dass Sie als Hotelfachfrau in einem boomenden Wirtschaftszweig gute Chancen haben und verkaufen Sie sich nicht unter Wert. So klappt es vielleicht bald mit dem Job im Traumhotel. Viel Erfolg!