Lebenslauf SeitenzahlEs ist wieder soweit. Sie sind auf der Suche nach einem neuen Job und frischen gerade Ihren Lebenslauf auf. Das letzte Mal, als Sie das getan haben, ist schon einige Jahre her und seitdem hat sich viel verändert. Sie fragen sich nun vielleicht, wie Sie beim Lebenslauf die Seitenzahl richtig einhalten und wie Sie all Ihre Erfahrungen in ein Dokument bekommen sollen.

Die gute Nachricht für Sie ist, dass es in diesem Beitrag umfangreiche Antworten auf Ihre Fragen gibt. Mit diesen im Gepäck wird es Ihnen danach viel leichter fallen, Ihren Lebenslauf zu schreiben.

Erfahren Sie, wieso der Lebenslauf zum wichtigsten Dokument in Ihrer Bewerbung zählt und wie viele Seiten Umfang er haben sollte. Verschaffen Sie sich Sie einen Überblick darüber, wie Profis dabei vorgehen. Lesen Sie weiter und überzeugen Sie sich selbst!

Der Lebenslauf und wieso er wichtig ist

Ihr Lebenslauf ist einer der wichtigsten Teile Ihrer Bewerbung. Es ist sogar so, dass er als zentrales Element gilt, weil er oft eine große Beachtung bekommt. Er ist notwendig in jeder Form der Bewerbung – ob online, Kurzbewerbung, Initiativbewerbung oder interne Bewerbung.

In diesem Dokument haben Sie die Möglichkeit zu zeigen, welche Erfahrungen Sie für den Job bereits mitbringen und welche Kompetenzen Sie auszeichnen. Das hilft dem Empfänger, Sie, Ihre Fähigkeiten und Ihre Eignung für die Stelle besser einschätzen zu können.

Personaler haben einen stressigen Alltag. Sie bekommen ständig neue Bewerbungen und müssen oft in kurzer Zeit entscheiden, ob ein Bewerber in das Stellenprofil passt oder nicht. Dazu bleiben ihnen wenige Minuten. Unterlagen, die auf den ersten Blick überzeugen, werden später noch einmal genauer betrachtet und geprüft.

Der Lebenslauf hat bei diesem Aussortieren einen bedeutsamen Stellenwert. Der Personaler liest ihn oft als Erstes und entscheidet aufgrund Ihrer Angaben, ob Sie eine Runde weiterkommen oder nicht. Dabei achten Sie besonders auf die Stimmigkeit der Daten und auf die Übersichtlichkeit. Ist Ihr Lebenslauf zu lang, können wichtige Informationen schnell untergehen.

In vielen Fällen gilt der Lebenslauf als das häufigste Beurteilungskriterium dafür, ob ein Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird oder nicht.

Gut zu wissen: Lebenslauf Seitenzahl

Beim Thema Lebenslauf ist es wie beim Bewerbungsschreiben oder Motivationsschreiben auch. Es gibt Richtlinien, an die Sie sich halten sollten, wenn Sie einen guten ersten Eindruck bei Ihrem zukünftigen Arbeitgeber hinterlassen möchten. Immer wieder stellen Bewerber sich die Frage, wie viele Seiten denn nun richtig sind und wie Sie diese dann einhalten können.

Zunächst einmal sollten Sie wissen, dass ein Lebenslauf die maximale Seitenzahl von zwei Seiten nicht überschreiten sollte. In ganz wenigen Fällen, zum Beispiel als Manager mit mindestens fünf Jahren Berufserfahrung und häufigen Jobwechseln, sind auch drei Seiten noch okay. Aber richten sollten Sie sich nach den empfohlenen zwei Seiten.

Wenn der Lebenslauf zu lang ist, dann steigt mitunter die Gefahr, dass der Personaler wichtige Informationen übersieht. Somit könnten Sie schnell auf dem Stapel der aussortierten Bewerbungen landen, obwohl Sie auf der letzten Seite die Kompetenz aufgelistet haben, die gesucht wird.

Lebenslauf Seitenzahl – Die Taktiken der Experten

Wie gehen nun die Profis vor? Worauf achten sie als erfahrene Bewerber?

Die Kunst in der Gestaltung Ihres Lebenslaufes liegt nun darin, ihn so zu gestalten, dass Sie sich auf die wesentlichsten Informationen beschränken. Zum einen sollten Sie die Dinge weglassen, die schlichtweg nichts mit dem Job zu tun haben. Zum andern ist wichtig, dass Sie relevante Einzelheiten so komprimieren, dass es Sinn ergibt und gleichzeitig nichts Wichtiges verloren geht.

Wählen Sie Ihre Angaben danach aus, was im Bezug zur aktuellen Position steht. Alles, was nicht damit verbunden werden kann und weniger von Bedeutung ist, können Sie weglassen. Es ist demzufolge sehr wichtig, dass Sie genau einschätzen können, was von Ihnen als neuer Mitarbeiter verlangt wird.

Orientieren Sie sich dafür an der Stellenausschreibung oder rufen Sie vorher in dem Unternehmen an und erkundigen Sie sich, wenn Sie sich nicht sicher sind. Seien Sie bei Anrufen jedoch sparsam und überlegen Sie sich vorher genau, ob dieser notwendig ist oder nicht.

Seien Sie sich klar darüber, dass es auch für den Personaler gut ist zu sehen, dass Sie sich auf wesentliche und relevante Informationen fokussieren können.

Gliederung Ihres Lebenslaufes und worauf Sie achten sollten

Beim Aufbau geht es darum, dass Sie folgende Struktur einhalten (Reihenfolge kann abweichen):

  • Kopfzeile
  • Überschrift
  • Persönliche Daten
  • Ausbildung & Akademische Laufbahn
  • Berufliche Laufbahn
  • Kenntnisse & Fähigkeiten
  • Ort, Datum & Unterschrift
  • Fußzeile

Hinzufügen können Sie, wenn es zur Stelle passt:

Die häufigste Form des Lebenslaufs ist die tabellarische, da sie sehr übersichtlich für den Leser ist. Außerdem ist es in den letzten Jahren üblich geworden, die Berufserfahrung antichronologisch aufzubauen. Das bedeutet, dass Sie von der aktuellsten Position ausgehen und Jobs aus der Vergangenheit immer weiter darunter nennen.

In einer Kopfzeile können Sie Ihre Adressdaten und Ihre E-Mail-Adresse sowie Ihre Telefonnummer angeben. In der Fußzeile bietet es sich an, Seitenzahlen einzufügen, insbesondere dann, wenn Sie nicht nur eine Seite abgeben.

Wenn Sie Ihre Ausbildung und Ihre Akademische Laufbahn aufschreiben, sollten Sie sich auch auf die wichtigsten Stationen beschränken. Die Grundschulbildung beispielsweise hat dort nichts zu suchen. Nennen Sie beispielsweise Ihren höchsten Bildungsabschluss, Ihren Studienabschluss und wenn vorhanden Ihre abgeschlossene Ausbildung.

Bei Ihrer beruflichen Erfahrung verhält es sich nicht anders. Vielleicht haben Sie schon eine Menge Erfahrungen sammeln können und würden diese gerne alle in Ihrem Lebenslauf nennen, um den Personaler zu beeindrucken. Doch auch hier gilt: In der Kürze steckt die Würze!

Überlegen Sie, welche Erfahrungen tatsächlich ausschlaggebend in Bezug auf die angestrebte Stelle sind. Diese sollten Sie nennen und anhand von einer näheren Beschreibung erläutern. Schreiben Sie zum Beispiel, welche Position Sie in dem Unternehmen hatten, wie die Firma heißt und in welcher Branche diese ansässig ist. Erwähnen Sie relevante Aufgaben, die Sie ausgeführt haben.

Auch bei Ihren Kenntnissen und Fähigkeiten sollten Sie gut überlegen, was Sie in Ihren Lebenslauf hineinschreiben. Sie brauchen nicht alles zu erwähnen, was Sie können. Das wäre zu viel des Guten.

Referenzen sollten Sie nur dann nennen, wenn Sie eine seriöse Person haben, die etwas über Sie sagen kann und diese auch im Vorfeld darüber informiert wurde.

Denken Sie daran, dass der Lebenslauf wie ein Verkaufsangebot behandelt werden sollte. Ihre stärksten Verkaufsargumente sollten Sie deshalb so weit oben wie möglich platzieren, um die Gefahr des Überlesens so gering wie möglich zu halten. Arbeiten Sie mit Überschriften und Hervorhebungen, die Wichtiges sofort erkenntlich machen.

Typische Fehler: Das können Sie weglassen

In den letzten Jahren haben sich einige Dinge auf dem Bewerbungsmarkt geändert. Auch im Bereich Lebenslauf und Lebenslaufgestaltung gibt es Änderungen. So sind manche Angaben, die Sie vielleicht früher noch für selbstverständlich erachtet haben, heute nicht mehr wichtig oder gar überflüssig und nur platzraubend. Wie wir gesehen haben, ist ein übersichtlicher Lebenslauf von großer Bedeutung für den Erfolg Ihrer Bewerbung. Deshalb sollten Sie darauf Acht geben, die folgenden Tipps zu beherzigen. Diese zeigen, was in Ihrem Lebenslauf nichts mehr zu suchen hat oder mit Vorsicht zu genießen ist.

Familienangaben

Angaben darüber, ob Sie ledig, verheiratet oder geschieden sind, sind für Ihren zukünftigen Job nicht entscheidend und deshalb nicht erwähnenswert. Sie können angeben, dass Sie ledig sind, wenn Sie sich dadurch bessere Chancen auf den Job erhoffen. Allerdings ist das nicht mehr notwendig.

Berufe von Verwandten

Galt es früher, die Berufe von Eltern oder Geschwistern zu erwähnen, ist es heute nur noch Verschwendung von Platz. Was interessiert es den zukünftigen Arbeitgeber, was Ihre Eltern machen? Lassen Sie diese Daten unbedingt weg.

Gehaltsvorstellungen

Dieser Punkt gehört in keinem Fall in Ihren Lebenslauf, sondern wenn überhaupt in Ihr Anschreiben. Auch da sollten Sie darauf achten, ob es Sinn macht und ob es vielleicht sogar in der Stellenanzeige verlangt wird.

Lücke im Lebenslauf: „arbeitslos“

Da ist sie, die gefürchtete Lücke in Ihrem Lebenslauf. Sie können es nicht ändern, sondern nur gut erklären. Schreiben Sie nicht, dass Sie „arbeitslos“ waren. Versuchen Sie, es positiv zu formulieren und zeigen Sie, dass Sie die Zeit zum Beispiel für Weiterbildungsmaßnahmen genutzt haben.

Konfession

Was Sie glauben oder nicht glauben und ob Sie einer Religionsgemeinschaft angehören oder nicht, hat den Arbeitgeber nichts anzugehen. Zumal niemand wegen seines Glaubens irgendwelche Nachteile erleiden darf. Lassen Sie diese Angabe also getrost weg.

Schulnoten

Auch wenn Sie vielleicht sehr stolz auf Ihre Abiturnote sind, sollten Sie sie nicht in Ihrem Lebenslauf erwähnen. Es ist dem Personaler im Grunde nicht wichtig, das an dieser Stelle zu lesen. Will er genaueres über Ihre Leistungen wissen, kann er ganz einfach in Ihre Zeugnisse hineinsehen. Verzichten Sie auf diese unnötigen Informationen.

Minijob oder Praktika

Hier sollten Sie genau hinschauen, was zu der Stelle passt, auf die Sie sich bewerben. Manche Praktika, die Sie absolviert haben, könnten Erfahrungen zeigen, die in dem Bereich gesucht werden. Diese sollten Sie dann auch angeben. Handelt es sich jedoch um Minijobs oder Praktikumsstellen aus Unizeiten oder gar Schulzeiten, dann sollten Sie vorher gründlich aussortieren und nur das nennen, was wirklich relevant für das Unternehmen ist.

Manche Hobbys

Hobbys und Freizeitgestaltung sind immer noch Teil eines Lebenslaufs. Dennoch sollten Sie hier Vorsicht walten lassen. Nicht jedes Hobby ist erwähnenswert. Vermeiden Sie es, Aktivitäten zu nennen, die Sie in irgendeiner Form als Freak oder Langweiler outen.

Spielen Sie zum Beispiel gerne Fußball, dann ist das etwas, das Teamgeist zeigt und damit absolut erwähnenswert. Ist Fallschirmspringen Ihre Lieblingsbeschäftigung kann das bei manchen Personalern die Alarmglocken aktivieren. Das deutet nämlich auf eine risikofreudige und sprunghafte Person hin, was im Beruf nicht immer vorteilhaft ist.

Checkliste

  1. Ihr Lebenslauf umfasst maximal zwei Seiten
  2. Sie haben sich auf relevante Einzelheiten beschränkt
  3. Alles hat einen Bezug zur Stelle
  4. Überflüssiges haben Sie gestrichen
  5. Etwaige Referenzen haben Sie überprüft
  6. Ihr Foto ist aktuell (wenn Sie eins einreichen)
  7. Ort, Datum & Unterschrift

In diesem Artikel haben Sie einen umfassenden Überblick über Ihren Lebenslauf und die Seitenzahl bekommen. Sie wissen jetzt genau, wie viele Seiten Sie bestenfalls einreichen, damit Sie bei der Flut an Bewerbungen nicht untergehen. Außerdem sind Sie sich viel mehr im Klaren darüber geworden, wie eine Gliederung Ihres Lebenslaufes aussehen sollte und auf welche Informationen Sie verzichten können. Fangen Sie noch heute an und setzen Sie das Gelernte in die Tat um! Viel Erfolg dabei!