Typische menschliche Schwächen: Eine komplette Liste

Aktualisiert am 27. Juni 2022 von Ömer Bekar

Typische menschliche Schwächen

In allen möglichen Foren haben Sie gelesen, wie wichtig es ist, dass Sie sich im Vorstellungsgespräch von Ihrer besten Seite zeigen. Doch nicht nur daran sind Personaler interessiert. Wie sollte unter anderem eine Antwort auf die Frage nach Ihren Schwachstellen aussehen? Was für typische menschliche Schwächen kennen Sie?

Hier bekommen Sie eine komplette Liste, die Ihnen als Orientierungshilfe für Ihr Jobinterview dienen soll.

Lesen Sie, warum man Sie überhaupt danach fragt und welche Schwächen es gibt. Erfahren Sie, mit welchen Fragen Sie rechnen können und lernen Sie, die passenden Antworten zu geben. Überzeugen Sie sich selbst!

Was Schwächen mit Ihrer Bewerbung zu tun haben

In nahezu jedem Vorstellungsgespräch wird man Sie fragen, welche Stärken und Schwächen Sie haben. Das ist eine der häufigsten Fragen überhaupt. Gleichzeitig löst gerade diese bei den meisten Bewerbungs-Kandidaten schnell Furcht und Zittern aus. Schließlich möchten Sie sich von Ihrer besten Seite präsentieren. Was ist, wenn der Personaler Sie nicht mehr mag, wenn er Ihre Schwachstellen kennenlernt? Die Angst ist in den meisten Fällen völlig unbegründet. Denn jeder Mensch ist weit davon entfernt, perfekt zu sein und Sie sind da keine Ausnahme. Es ist demnach viel schlimmer, wenn Sie so tun, als haben Sie keine negativen Eigenschaften. Nach dem Motto: “Nobody is perfect” können Sie sie ruhig zugegeben.

Doch was wird unter einer Schwäche überhaupt verstanden und wieso ist die Kenntnis darüber für Ihre Bewerbung so entscheidend? Im Grunde beschreibt sie einen Mangel an körperlichen oder geistigen Fähigkeiten, der entweder kurzfristig und plötzlich oder aber langfristig andauert. Da die Menschen sehr unterschiedlich sind, sind auch die negativen Neigungen einer Person sehr individuell. Sowohl Stärken als auch Schwächen müssen jedoch immer im Kontext betrachtet werden. Was für Sie privat eine Stärke ist, kann in Ihrem Job eine Schwäche sein, wenn zum Beispiel Arbeitsprozesse dadurch eingeschränkt werden.

In einem Bewerbungsgespräch ist die Thematisierung Ihrer negativen persönlichen Eigenschaften deshalb so essenziell, weil der Personaler anhand Ihrer Antwort große Rückschlüsse auf Ihre Persönlichkeit ziehen kann. Geben Sie offen zu, was Sie (noch) nicht so gut können, zeigen Sie, dass es Weiterentwicklungspotenzial bei Ihnen gibt. Auch gibt es Aufschluss über Ihre individuelle Frustrationstoleranz. Was noch wichtiger ist: Es zeigt, dass Sie in der Lage sind, sich ehrlich zu reflektieren. Das wird von Personal Verantwortlichen sehr gern gesehen. Zumal diese Eigenschaft in vielen Berufen eine Rolle spielt. Mit einer selbst-kritischen und ehrlichen Einstellung haben Sie bedeutend höhere Chancen auf einen Job.

Typische menschliche Schwächen: Eine Auflistung

Wie schon im Titel angekündigt, sollen Sie nun eine Übersicht über die häufigsten Schwächen erhalten, die von Bewerbern im Bewerbungsgespräch genannt werden. Vielleicht finden Sie sich in dem ein oder anderen Punkt selbst wieder. Während Sie lesen, können Sie sich innerlich schon mal die Frage stellen: “Wie würden Sie die aufgeführten Schwächen im Vorstellungsgespräch erklären?”.

Unpünktlichkeit

Ob Arbeitsbeginn, Mittagspause oder Geschäftsessen, pünktlich sind Sie nie. Sei es, dass Sie sich um ein paar wenige Minuten verspäten, Pünktlichkeit ist einfach nicht Ihre Stärke. Wer Sie nicht kennt, kann darüber leicht erzürnt sein und dieses Verhalten als respektlos und unfreundlich empfinden.

Aufbrausend

Läuft etwas nicht so, wie Sie das wünschen, verlieren Sie schon mal die Fassung und werden aufbrausend, fast cholerisch. Sie weisen andere mit harschen Worten zurecht und nehmen nur wenig Rücksicht auf die Gefühle Ihrer Mitmenschen. Zwar meinen Sie es nicht böse oder tun es mit Absicht, dennoch ist diese Eigenschaft für manch einen Ihrer Kollegen nur schwer zu ertragen.

Entscheidungen treffen

Bevor Sie eine Entscheidung treffen, haben Sie sie von allen Seiten betrachtet und hundertmal hin und her überlegt. Sie sind einfach kein schneller Entscheidungstreffer. Das mag an Ihrer eigenen Unsicherheit liegen oder an mangelnden Fachkenntnissen, die Sie für eine fixe Beurteilung einer Situation benötigen würden.

Unzuverlässigkeit

Sie versprechen gern Dinge, die Sie nicht halten können. Mit dieser Eigenschaft enttäuschen Sie die Menschen um Sie herum. Sind Sie sich zum Beispiel nicht sicher, ob Sie eine Frist einhalten können oder nicht, sagen Sie meist lieber zu anstatt realistisch zu überlegen.

Fremdsprachenkenntnisse

Mit Fremdsprachenkenntnissen können Sie leider überhaupt nicht dienen. Zwar können Sie hier und da ein bisschen Englisch oder auch Französisch, aber für eine Verhandlung oder anderen geschäftlichen Austausch ist das nicht ausreichend.

Unkreativität

Mal über gewohnte Formen hinausdenken und neue kreative Ideen einbringen? Das ist nicht wirklich ihr Ding. Bei einer Bewerbung auf einen “Kreativ-Job”, wie zum Beispiel der eines Mediengestalters, sollten Sie das lieber nicht groß erwähnen. Dann sollten Sie sich aber auch die Frage stellen, ob dieser Job wirklich für Sie geeignet ist.

Vergesslichkeit

Wichtige Termine oder Vereinbarungen müssen Sie stets notieren. Ansonsten laufen Sie Gefahr, dass Sie eine Verabredung oder wichtige Absprachen einfach vergessen. Auch wenn Sie etwas lesen, müssen Sie sich meist Stichpunkte machen, um am Ende eines Textes noch zu wissen, was am Anfang stand.

Ungeschicklichkeit

Eine E-Mail wird an den falschen Verteiler geschickt oder hunderte Flyer werden auf dem verkehrten Papier gedruckt. Na, erkennen Sie sich darin wieder? Nicht nur privat, sondern auch im Job sind Sie manchmal ganz schön ungeschickt. Das kann nicht nur peinlich, sondern auch mal teuer werden.

Präsentationsfähigkeit

Eine Rede vor großem Publikum oder eine Präsentation zu halten, ist nicht Ihr Ding. Schnell werden Sie nervös und vergessen die Hälfte von dem, was Sie eigentlich sagen wollten. Sie bekommen schwitzige Hände, Ihre Knie zittern und die Worte bleiben Ihnen regelrecht im Halse stecken.

Nicht zum Punkt kommen

Einen schwierigen Sachverhalt einfach und in kurzen Sätzen darzustellen, ist nicht Ihre persönliche Stärke. Sie reden viel zu viel drumherum und kommen einfach nicht zum Punkt. Das ist gerade in Meetings oder Kundenterminen nicht gerade von Vorteil.

Schüchternheit

Auf andere Menschen zuzugehen bereitet Ihnen Unbehagen. Sie sind lieber zurückhaltend und für sich. Diese Eigenschaft stand Ihnen schon das ein oder andere Mal im Weg. Ist es doch so nicht einfach, Kollegen kennenzulernen oder Kunden für ein Angebot zu gewinnen.

Unstrukturiert und unorganisiert

Struktur, Ordnung und To-Do Listen sind nicht wirklich Ihre Stärke. Da kann schon mal das ein oder andere untergehen. Für die meisten Jobs ist diese Eigenschaft eher hinderlich.

Zu wenig Durchsetzungsstärke

Schnell geben Sie nach, wenn man Ihnen widerspricht oder wenn der Ton ein wenig rauer wird. Je nachdem, für welche Position Sie sich bewerben, sollten Sie es vermeiden, diese Schwäche zu nennen. Als Manager ist diese Fähigkeit nämlich mehr als gefragt.

Keine oder geringe Führungskompetenz

Vorgaben machen, Anweisungen geben und ein Team leiten sind gar nicht Ihr Ding. Viel lieber lassen Sie sich von anderen Personen führen und leiten.

Unzureichendes rhetorisches Geschick

Ihre Ausdrucksfähigkeit und Wortgewandtheit ist gerade in Stresssituationen nicht hervorragend. Schnell verlieren Sie den Faden und können nicht ausreichend das wiedergeben, was Sie eigentlich sagen wollen.

keine große Überzeugungsfähigkeit

Im Verkaufsgespräch können Sie zwar ein zwei Argumente bringen, die für ein Produkt oder eine Dienstleistung stehen. Wirklich überzeugungsstark sind Sie aber leider nicht. Hat ein Kunde Fragen oder Einwände, wissen Sie schnell nicht mehr, was Sie darauf antworten können. Im Vertrieb ist das ein No-Go!

Unflexibel und unspontan

Am Wochenende oder gar an Feiertagen oder in der Nacht arbeiten? Das können Sie mit Ihrer Familie nicht vereinbaren. Vermutlich fallen dann Jobangebote für Sie weg, wo viel Flexibilität von Ihnen gefordert wird. Werden Sie im Bewerbungsgespräch nach Ihren Schwächen gefragt, sollten Sie das dennoch nicht unbedingt von sich aus nennen.

Wenig Selbstbewusstsein

Sie sind wenig selbstbewusst und fühlen sich dadurch schnell eingeschüchtert und unsicher. Zwar möchten Sie daran arbeiten, aber das bedarf Zeit und Geduld.

Ungeduld

Ebendiese Geduld haben Sie nicht. Bei Ihnen muss alles immer rasch gehen und am liebsten sofort. Manche Prozesse dauern jedoch ein wenig Zeit, da sollten Sie lernen mit klarzukommen. Auch sollten Sie Ihre Ungeduld nicht an anderen Kollegen und schon gar nicht an Kunden auslassen.

JA-Sager

Sie wollen es immer allen recht machen. Es fällt Ihnen sehr schwer, auch mal Nein zu etwas zu sagen. Das kann mitunter zu einem Problem werden, wenn Sie sich vor lauter Arbeit nicht mehr retten können und trotzdem weiter neue Aufträge annehmen und diese dann nicht mehr bedienen können. Weder für Ihre Kunden noch für Ihre Kollegen ist das gut.

Nicht kritikfähig

Übt ein Team-Mitglied oder Vorgesetzter Kritik an Ihnen und Ihrer Arbeit, können Sie miserabel damit umgehen. Sie reagieren gereizt und fühlen sich schnell angegriffen. Kritische Worte können Sie nicht leicht annehmen. Das macht eine Weiterentwicklung im Job und im Charakter schwierig.

Leicht aus der Ruhe zu bringen

Sie benötigen viel Ruhe um sich herum. Wenn es mal stressig wird und mehrere Aufgaben gleichzeitig erledigt werden müssen, geraten Sie schnell unter Druck und verlieren Ihre Konzentration. Das kann Ihrer Arbeit leicht schaden.

Schnelle Nervosität

Ein Meeting steht an oder Sie sind dazu aufgefordert, eine Präsentation vor mehreren Zuhörern zu halten. Für Sie ist das keine einfache Sache. Denn Ihre Nervosität macht sich so stark bemerkbar, dass Ihnen die Knie weich werden und die Stimme anfängt zu zittern.

Erfolgssucht

Erfolgssucht ist ein psychologischer Zustand, bei dem eine Person süchtig danach wird, Erfolg zu haben. Dies zeigt sich bei Menschen, die davon besessen sind, um jeden Preis zu gewinnen, auch wenn das bedeutet, zu betrügen oder zu lügen. Sie können erfolgreich sein, wenn Sie mit Ihren Kollegen konkurrieren. Aber Sie müssen lernen, sich zu beherrschen, damit Sie dem Arbeitsklima nicht schaden.

Sturheit

Sturheit bedeutet, dass man nicht bereit ist, seine Meinung oder sein Verhalten zu ändern, obwohl man weiß, dass dies in seinem eigenen Interesse wäre. Sie sind entschlossen und beharrlich. Ihre Entscheidungen sind fest und unnachgiebig. Ihre Kollegen werden darunter leiden.

Impulsivität

Impulsivität bezieht sich auf ein Verhalten, das nicht unter bewusster Kontrolle steht und als Abhängigkeit von bestimmten Reizen betrachtet werden kann. Sie handeln, ohne lange und sorgfältig nachzudenken. So können Sie schnelle Entscheidungen treffen, haben aber nicht genug Zeit, um über die Folgen dieser Entscheidungen nachzudenken.

Kritisch

Kritisches Denken ist eine intellektuelle Tätigkeit, die die Analyse, Bewertung, Interpretation, Synthese und Kritik von Informationen aus verschiedenen Quellen umfasst. Es wird oft als die Fähigkeit angesehen, selbst zu denken und nicht einfach dem zu folgen, was andere glauben oder tun. Kritik ist gut, aber übermäßige Kritik kann schädlich sein. Sie kann dazu führen, dass andere das Vertrauen in ihre Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen, verlieren und Fehler machen.

Unentschlossen

Unentschlossenheit ist, wenn man nicht weiß, was man als Nächstes tun soll. Man weiß nicht, was man tun soll. Sie haben das Gefühl, sich nicht entscheiden zu können. Sie sind sich nicht sicher, was Sie machen sollen. Sie sind verwirrt.

Organisationsmangel

Organisationsmangel ist ein Zustand, in dem es kein System zur Organisation von Informationen und Aktivitäten gibt. Dies kann durch einen Mangel an Struktur, Regeln, Verfahren, Richtlinien oder Ausbildung verursacht werden. Ich bin ein Mensch mit vielen Ideen, aber ich bin nicht hervorragend darin, sie alle zu organisieren. Ich neige dazu, den Überblick darüber zu verlieren, was ich bereits getan habe und was ich noch tun muss. Dadurch fühle ich mich frustriert und unruhig. Ich möchte sichergehen, dass alles erledigt wird, aber am Ende tue ich oft nichts.

Perfektionismus

Perfektionismus ist eine übermäßige Sorge um Fehler, die in einem Bereich des Lebens gemacht werden können. Dies kann zu Ängsten, Depressionen, geringem Selbstwertgefühl und schlechten Leistungen am Arbeitsplatz oder in der Schule führen. Man kann nie ganz zufrieden mit seiner Arbeit sein, bevor man sie nicht beendet hat.

Geschwätzig

Schwatzhafte Menschen neigen dazu, zu viel zu reden, vor allem wenn sie nichts Interessantes zu sagen haben. Sie können sehr freundlich sein, aber oft kann ihre Unterhaltung langweilig und repetitiv werden. Es ist in Ordnung, wenn Sie das gelegentlich tun, aber versuchen Sie, sich zu beherrschen, damit Sie nicht lästig werden.

Zerstreutheit

Zerstreutheit ist ein Zustand, in dem Menschen Schwierigkeiten haben, sich an Dinge zu erinnern, die sie nicht vergessen wollen. Wenn Sie zum Beispiel versuchen, sich an etwas zu erinnern, das Sie später machen müssen, aber Sie können sich nicht daran erinnern, was es war, dann leiden Sie möglicherweise unter Zerstreutheit. Konzentrationsschwäche ist eine Schwäche. Es ist leicht, sich von vielen Dingen ablenken zu lassen. Das macht es schwer, sich auf das zu konzentrieren, was man gerade tut.

Introvertiertheit

Introvertierte Menschen verbringen ihre Zeit lieber allein als in Gruppen. Sie können schüchtern, ruhig, zurückhaltend oder sogar unsozial sein. Introvertiertheit kann ein Vorteil sein, wenn man sich nicht von ihr aufhalten lässt. Sie ist ein Nachteil, wenn man sie nicht voll ausnutzt.

Passivität

Passives Verhalten ist ein Zustand, in dem sich eine Person nicht aktiv an einer Tätigkeit beteiligt. Im Gegensatz dazu beinhaltet aktives Verhalten die Teilnahme an einer Form von Aktivität. Sie haben vielleicht das Gefühl, dass Sie darauf warten, dass jemand anderes zuerst handelt, aber in Wirklichkeit warten Sie darauf, dass er Ihnen die Erlaubnis zum Handeln gibt. Wenn Sie etwas in Ihrem Leben ändern wollen, müssen Sie sich fragen, was Sie erreichen wollen. Dann müssen Sie entscheiden, ob Sie bereit sind, die erforderlichen Anstrengungen zu unternehmen, um das Ziel zu erreichen. Dazu müssen Sie aktiv werden.

Sensibilität

Sensibilität bedeutet die Fähigkeit, Schmerz und Freude zu empfinden; sensibel zu sein bedeutet, Gefühle für etwas zu haben. Sie reagieren empfindlich auf Kritik und fühlen sich vielleicht durch die Worte anderer verletzt. Es ist leicht, defensiv zu werden und um sich zu schlagen. Das macht es schwer, zu erkennen, was wirklich los ist. Versuchen Sie, ruhig und sachlich zu bleiben. Lassen Sie sich nicht von Emotionen hinreißen.

Konventionalität

Unter Konventionalität versteht man die Tendenz der Menschen, sich in Übereinstimmung mit sozialen Normen zu verhalten. Sie sehen, warum wir manchmal aus unserer Komfortzone ausbrechen müssen. Wir müssen neue Dinge ausprobieren, auch wenn sie riskant erscheinen. Wir müssen uns selbst herausfordern, über den Tellerrand zu schauen. Und wir müssen von anderen lernen.

Disziplinlosigkeit

Disziplinlosigkeit ist ein Akt des Ungehorsams gegen die Regeln einer bestimmten Organisation. Denken sie über folgenden Satz nach:

“Ich bin ein sehr unabhängiger Mensch, und wenn ich höre, dass ich es so machen soll, neige ich dazu, es zu ignorieren. Es fällt mir schwer, Anweisungen zu befolgen, aber ich arbeite daran.”

Rücksichtslosigkeit

Rücksichtslosigkeit ist die Eigenschaft, rücksichtslos zu sein, ohne Rücksicht auf die Gefühle oder Rechte anderer. Sie sind sich sicher, dass Ihr Standpunkt der richtige ist und versuchen, ihn anderen Menschen aufzuzwingen. Man hat Sie in Diskussionen darauf hingewiesen, dass Sie dazu neigen, Ihren Standpunkt durchzusetzen und die Ideen und Gedanken anderer außer Kraft zu setzen.

Egoismus

Egoismus ist die Neigung eines Menschen, im eigenen Interesse auf Kosten der Interessen anderer zu handeln. Egoismus ist eine der sieben Todsünden. Er ist auch eine der häufigsten Charakterschwächen. Nach Untersuchungen des Psychologen Paul Ekman ist Egoismus sogar das größte Persönlichkeitsmerkmal, mit dem Menschen zu kämpfen haben.

Kontrollzwang

Kontrolle ist eine gute Sache, aber ein Zuviel davon wird zu einem Problem. Es ist leicht zu erkennen, warum. Wenn wir alles kontrollieren, verpassen wir die Gelegenheit, Neues zu lernen und als Menschen zu wachsen. Wir verpassen es, etwas über unsere Stärken und Schwächen zu lernen. Und wir verpassen die Freude daran, anderen zu helfen.

Langsamkeit

Langsamkeit ist ein Zustand, in dem eine Person länger als gewöhnlich benötigt, um Aufgaben zu erledigen. Dies kann auf körperliche Probleme (wie Arthritis) oder psychische Probleme (wie Depressionen) zurückzuführen sein. Langsamkeit gehört zu den Dingen, die wir alle erleben. Wir alle haben unsere eigene Art, damit umzugehen. Manche Menschen versuchen, schneller zu werden, andere versuchen, langsamer zu werden. Die einen versuchen, weniger zu arbeiten, die anderen mehr. Manche Menschen versuchen zu delegieren, andere versuchen zu übernehmen.

Gleichgültigkeit

Gleichgültigkeit ist ein Zustand, in dem sich eine Person nicht für etwas oder jemanden interessiert. Es ist Ihnen egal, was andere von Ihnen denken, also lassen Sie sich auch nicht in Ihren Entscheidungen beeinflussen. Lob und Tadel sind Ihnen gleichgültig, und Sie ergreifen in Auseinandersetzungen nie Partei.

Intoleranz

Ein intoleranter Kollege ist jemand, der Ihnen gegenüber aus einem Grund intolerant ist. Vielleicht ist er neidisch auf Ihren Erfolg, vielleicht hat er ein Problem mit Ihrer Persönlichkeit, vielleicht mag er Ihre Arbeitsmoral nicht oder er mag Sie einfach nicht.

Unreife

Wenn Sie einen Kollegen haben, der Ihre Meinung nicht respektiert und immer versucht, andere davon zu überzeugen, dass er/sie es besser weiß als Sie. Sie nehmen alles spielerisch, auch Ihre Arbeit. Sie zeigen nicht das richtige Verhalten und gehen Situationen nicht mit dem nötigen Ernst an. Das kann zu Problemen bei der Arbeit führen. Es zeigt sich als Unreife bei der Arbeit.

So könnten Fragen nach den Schwächen aussehen

  1. Welche Stärken und Schwächen haben Sie?
  2. Nennen Sie uns einmal eine oder zwei Ihrer größten Schwächen!

Oft kommt es vor, dass die Frage nach Ihren persönlichen Schwächen eher indirekt gestellt wird. Versuchen Sie, das rechtzeitig zu erkennen und bleiben Sie gelassen.

  1. Wenn einer Ihrer besten Freunde Sie beschreiben würde, was würde er sagen?
  2. In welcher Rolle würden Sie sich eher sehen: Als Leiter eines Teams oder als Organisator im Hintergrund?

Diese Antworten können Sie im Vorstellungsgespräch geben

“Manchmal fällt es mir schwer, einen Sachverhalt in kurzen und knappen Sätzen zu formulieren. Ich hole oft zu weit aus und habe Schwierigkeiten, auf den Punkt zu kommen. Doch ich arbeite auch schon an mir und kann bereits Besserungen feststellen.”

“Ich habe Schwierigkeiten, mehrere Dinge auf einmal zu tun. Das ist jedoch nichts, woran ich nicht arbeiten könnte. Schon im Assessment Center vorhin konnte ich feststellen, dass ich es immer häufiger hinbekomme, wenn es darauf ankommt.”

Tipps

  • Überlegen Sie sich vorher, welche Schwächen Sie von sich preisgeben
  • Bleiben Sie dennoch immer ehrlich und authentisch
  • Signalisieren Sie, dass sie an sich arbeiten

Sehen Sie die Frage im Vorstellungsgespräch nach Ihren negativen Eigenschaften nicht als Angriff auf Ihre Person, sondern betrachten Sie sie vielmehr als Chance. Sie können zeigen, dass Sie ein ehrlicher und authentischer Mensch sind und dass Sie in der Lage sind, sich selbst zu reflektieren. Personaler suchen nach Personen mit solchen Eigenschaften, weil es zeigt, dass Sie auch Fehler eingestehen können und trotzdem weitermachen und nicht aufgeben. Im Job ist das mehr als entscheidend. Legen Sie aber nie alle Karten auf einmal auf den Tisch. Es geht nicht darum, dass Ihr potenzieller Vorgesetzter jede Kleinigkeit über Sie erfahren muss. Orientieren Sie sich deshalb an der Auflistung über typische menschliche Schwächen aus diesem Beitrag und überlegen Sie sich, was Sie in einem Gespräch über ein oder zwei Ihrer persönlichen negativen Eigenschaften sagen könnten.

Die Harvard-Studie ergab, dass 80 Prozent der Personalverantwortlichen bereit waren, die 23 Prozent der Bewerber einzustellen, die ihre echte Schwäche zugaben.

Es kommt bei Personalverantwortlichen und potenziellen Arbeitgebern viel besser an, wenn der potenzielle Arbeitnehmer im Vorstellungsgespräch seine konkrete echte Schwäche nennt. Das Zugeben der echten Schwäche ist eine persönliche Stärke.

Fragen und Antworten

Was sind häufige Schwächen?

Zu den häufigsten Schwächen gehören schlechte Kommunikationsfähigkeiten, mangelndes Selbstbewusstsein und die Unfähigkeit, Prioritäten zu setzen. Diese Schwächen führen häufig zu Konflikten zwischen den Teammitgliedern und haben zur Folge, dass Fristen nicht eingehalten werden.

Welche Möglichkeiten gibt es, diese Schwächen zu überwinden?

Der beste Weg, diese Schwächen zu überwinden, ist, an ihnen zu arbeiten. Wenn Sie in etwas erfolgreich sein wollen, müssen Sie sich anstrengen, um zu lernen, wie Sie es gut machen können. Dazu gehört auch, von anderen Menschen zu lernen, die besser sind als man selbst.

Was sind die ärgerlichsten menschlichen Schwächen der Menschen?

Die ärgerlichste menschliche Schwäche ist, wenn jemand eine schlechte Einstellung hat. Menschen, die eine schlechte Einstellung haben, beschweren sich ständig über alles. Sie beschweren sich über Staus, sie beschweren sich über andere Autofahrer, sie beschweren sich über das Wetter, und sie beschweren sich über alles andere. Wenn Sie im Leben erfolgreich sein wollen, müssen Sie lernen, wie man mit Menschen umgeht, die eine negative Einstellung haben.

Wie können wir unseren Charakter verbessern, um im Vorstellungsgespräch zu überzeugen?

Charakter ist die Gesamtheit der Eigenschaften, die Sie ausmachen. Zu diesen Eigenschaften gehören Ehrlichkeit, Integrität, Bescheidenheit, Einfühlungsvermögen und Geduld. Wenn Sie überzeugend sein wollen, dann müssen Sie diese Eigenschaften entwickeln.

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